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	<title>Engel(1922) Das Zeitwort 3 Einzelne Fügungen - Versionsgeschichte</title>
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		<title>DeletedUser am 13. April 2018 um 11:53 Uhr</title>
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		<updated>2018-04-13T11:53:12Z</updated>

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Wir verdanken diesem Umbildungsvermögen so unentbehrliche Hauptwörter wie &amp;#039;&amp;#039;das Vermögen, das Belieben, das Essen und Trinken, das Leben&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sterben&amp;#039;&amp;#039;. Nun ergreift dieses Streben (!) einem Bedürfnis gemäß gewisse Zeitwörter des Innenlebens, nicht erst heute, sondern schon früh (Luther: &amp;#039;&amp;#039;das Sinnen, das Trachten, das Wollen&amp;#039;&amp;#039;), aber in neuerer Zeit stärker und umfassender als zuvor, und da fühlt sich der Sprachmeister verpflichtet, einzuschreiten (&amp;#039;&amp;#039;zum Einschreiten!&amp;#039;&amp;#039;). Gewiß, da wo alte Hauptwörter den ganzen Begriffsinhalt ausdrücken, bedarf es keines zeitwörtlichen Doppelgängers, obwohl in jedem einzelnen Falle zu untersuchen ist, ob nicht durch das hauptwörtliche Zeitwort eine besondere Begriffsfärbung, die des Tuns, statt des Zustandes, bewirkt wird. &amp;#039;&amp;#039;Der Genuß&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Essen&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;des Brotes, des Obstes&amp;#039;&amp;#039;) sind nicht genau dasselbe, &amp;#039;&amp;#039;die Begierde&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Begehren&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;die Luft&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Verlangen, der Aufgang&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Aufgehen&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;der Sonne, des Mondes&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;die Erscheinung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Erscheinen, der Tod&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Sterben, der Zerfall&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Auseinanderfallen&amp;#039;&amp;#039;, — welcher Schriftsteller wird sich je durch einen Schriftgelehrten überzeugen lassen, daß hier überall Gleichheit vorliegt? Ebenso steht es mit den als ,richtige Modenarrheit&amp;#039; geschmähten zeitwörtlichen Hauptwörtern &amp;#039;&amp;#039;das Können, das Wollen, das Wissen&amp;#039;&amp;#039; usw. Sie wahllos statt &amp;#039;&amp;#039;Kunst, Wille, Kenntnis&amp;#039;&amp;#039; zu setzen, ist ver- $Seite 219 $kehrt; sie zu verbieten, ist anmaßliche Unwissenheit. ,&amp;#039;&amp;#039;Er hat zwar ein bedeutendes Können, aber sein Wollen ist schwach&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; — das soll man nicht schreiben dürfen? Schrieb doch Luther vor vierhundert Jahren treu nach dem Griechischen: ,&amp;#039;&amp;#039;Wollen habe ich wohl, aber Vollbringen das Gute finde ich nicht&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; (Römer 7, 18). Und Goethe hat ,&amp;#039;&amp;#039;Statt heißem Wünschen, wildem Wollen, statt lästigem Fordern, strengem Sollen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; gewiß nicht aus ,richtiger Modenarrheit&amp;#039; geschrieben, sondern weil ihm dies, wie uns allen, als richtiges Deutsch erschien.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Die Sprache hat das Bestreben, aus ihrem eignen Rohstoffvorrat immer neue Ausdrucksmittel zu schaffen, wie das Bedürfnis der Sprechenden sie fordert. Kommt sogleich die Sprachgartenpolizei mit der Heckenschere, sagt Nein und schneidet weg, was über die grade Linie hinaussprießen will. Die deutsche Sprache wie alle andern schafft sich aus Beiwörtern unbegrenzt neue Hauptwörter, und dies muß der Sprachmeister wohl oder übel zulassen. Aber die Sprache findet es auch bequem und nützlich, aus Zeitwörtern neue Hauptwörter zu bilden, um bestimmte Begriffsfarben wiederzugeben, und sie hat dies immer getan. Wir verdanken diesem Umbildungsvermögen so unentbehrliche Hauptwörter wie &amp;#039;&amp;#039;das Vermögen, das Belieben, das Essen und Trinken, das Leben&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sterben&amp;#039;&amp;#039;. Nun ergreift dieses Streben (!) einem Bedürfnis gemäß gewisse Zeitwörter des Innenlebens, nicht erst heute, sondern schon früh (Luther: &amp;#039;&amp;#039;das Sinnen, das Trachten, das Wollen&amp;#039;&amp;#039;), aber in neuerer Zeit stärker und umfassender als zuvor, und da fühlt sich der Sprachmeister verpflichtet, einzuschreiten (&amp;#039;&amp;#039;zum Einschreiten!&amp;#039;&amp;#039;). 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 26. Februar 2018 um 13:57 Uhr</title>
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 7. Februar 2018 um 15:55 Uhr</title>
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		<updated>2018-02-07T15:55:09Z</updated>

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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 19. September 2017 um 11:43 Uhr</title>
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		<updated>2017-09-19T11:43:38Z</updated>

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		<title>DeletedUser am 13. April 2017 um 16:50 Uhr</title>
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 2. März 2017 um 14:47 Uhr</title>
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Man &amp;#039;&amp;#039;besitzt&amp;#039;&amp;#039; keine Schulden, denn sie sind zweifellos kein &amp;#039;&amp;#039;Besitz&amp;#039;&amp;#039;, sondern man &amp;#039;&amp;#039;hat&amp;#039;&amp;#039; sie; Preußen &amp;#039;&amp;#039;besitzt&amp;#039;&amp;#039; ein großes Netz von Staatsbahnen, aber es &amp;#039;&amp;#039;hat&amp;#039;&amp;#039; Staatsschulden. Man &amp;#039;&amp;#039;besitzt&amp;#039;&amp;#039; ein Haus und einen Garten, &amp;#039;&amp;#039;besitzt&amp;#039;&amp;#039; Silber und Gold, Vieh und Gerät. Ob es zulässig sei, vom &amp;#039;&amp;#039;Besitzen&amp;#039;&amp;#039; eines Kindes zu sprechen, muß bezweifelt werden; man &amp;#039;&amp;#039;hat&amp;#039;&amp;#039; ein Kind. Ebenso widerspricht es der Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;Besitz&amp;#039;&amp;#039;, daß man sagt: &amp;#039;&amp;#039;Ich besitze zwei Ohren, eine Nase&amp;#039;&amp;#039;; ja selbst mit Eigenschaften, zumal mit schlechten, &amp;#039;&amp;#039;besitzt&amp;#039;&amp;#039; man nicht Ohren und Nase, sondern &amp;#039;&amp;#039;hat&amp;#039;&amp;#039; sie: &amp;#039;&amp;#039;Der Hund hat eine schlechte Nase&amp;#039;&amp;#039;; er &amp;#039;&amp;#039;besitzt&amp;#039;&amp;#039; sie nicht, sie ist kein &amp;#039;&amp;#039;Besitz&amp;#039;&amp;#039; eines Hundes. Die Anwendung vom &amp;#039;&amp;#039;Besitzen&amp;#039;&amp;#039; grade bei den edelsten Dingen hat einen Unterton des Protzentums: man &amp;#039;&amp;#039;besitzt&amp;#039;&amp;#039; nicht Vaterlandsliebe, sondern &amp;#039;&amp;#039;hat&amp;#039;&amp;#039; sie. Freilich ist nicht zu leugnen, daß das Gefühl für die Unvornehmheit des ursprünglich nur aus Breitspurigkeit und Vornehmtuerei so sehr gemißbrauchten Wortes &amp;#039;&amp;#039;besitzen&amp;#039;&amp;#039; sich durch die lange Gewöhnung abgestumpft hat, und daß es heute selbst von den Gebildeten nur als gleichbedeutend mit &amp;#039;&amp;#039;haben&amp;#039;&amp;#039; empfunden wird. Es ist hoffnungslos, hiergegen anzukämpfen; allenfalls könnte man versuchen, den Gebrauch von &amp;#039;&amp;#039;Besitzen&amp;#039;&amp;#039; in Fällen wie diesen lächerlich zu machen: ,&amp;#039;&amp;#039;Er besitzt eine Frechheit .., Die Sprache der Gelehrten besitzt einen Hauptfehler .., Sie besaß ein schweres Lungenleiden.&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; Allzu streng darf man nicht gegen &amp;#039;&amp;#039;Besitzen&amp;#039;&amp;#039; eifern, denn wo sind die Grenzen für den wertvollen, den angenehmen, den gleichgültigen, den wertlosen ,&amp;#039;&amp;#039;Besitz&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;?&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wer etwas &amp;#039;&amp;#039;besitzt&amp;#039;&amp;#039;, der hat es; aber nicht alles, was man hat, ist ein &amp;#039;&amp;#039;Besitz&amp;#039;&amp;#039;, darf also auch nicht unterschiedlos durch &amp;#039;&amp;#039;Besitzen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 4. Januar 2017 um 10:17 Uhr</title>
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Wir verdanken diesem Umbildungsvermögen so unentbehrliche Hauptwörter wie &amp;#039;&amp;#039;das Vermögen, das Belieben, das Essen und Trinken, das Leben&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sterben&amp;#039;&amp;#039;. Nun ergreift dieses Streben (!) einem Bedürfnis gemäß gewisse Zeitwörter des Innenlebens, nicht erst heute, sondern schon früh (Luther: &amp;#039;&amp;#039;das Sinnen, das Trachten, das Wollen&amp;#039;&amp;#039;), aber in neuerer Zeit stärker und umfassender als zuvor, und da fühlt sich der Sprachmeister verpflichtet, einzuschreiten (&amp;#039;&amp;#039;zum Einschreiten!&amp;#039;&amp;#039;). Gewiß, da wo alte Hauptwörter den ganzen Begriffsinhalt ausdrücken, bedarf es keines zeitwörtlichen Doppelgängers, obwohl in jedem einzelnen Falle zu untersuchen ist, ob nicht durch das hauptwörtliche Zeitwort eine besondere Begriffsfärbung, die des Tuns, statt des Zustandes, bewirkt wird. &amp;#039;&amp;#039;Der Genuß&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Essen&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;des Brotes, des Obstes&amp;#039;&amp;#039;) sind nicht genau dasselbe, &amp;#039;&amp;#039;die Begierde&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Begehren&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;die Luft&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Verlangen, der Aufgang&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Aufgehen&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;der Sonne, des Mondes&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;die Erscheinung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Erscheinen, der Tod&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Sterben, der Zerfall&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Auseinanderfallen&amp;#039;&amp;#039;, — welcher Schriftsteller wird sich je durch einen Schriftgelehrten überzeugen lassen, daß hier überall Gleichheit vorliegt? Ebenso steht es mit den als ,richtige Modenarrheit&amp;#039; geschmähten zeitwörtlichen Hauptwörtern &amp;#039;&amp;#039;das Können, das Wollen, das Wissen&amp;#039;&amp;#039; usw. Sie wahllos statt &amp;#039;&amp;#039;Kunst, Wille, Kenntnis&amp;#039;&amp;#039; zu setzen, ist ver-$Seite 219$kehrt; sie zu verbieten, ist anmaßliche Unwissenheit. ,&amp;#039;&amp;#039;Er hat zwar ein bedeutendes Können, aber sein Wollen ist schwach&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; — das soll man nicht schreiben dürfen? Schrieb doch Luther vor vierhundert Jahren treu nach dem Griechischen: ,&amp;#039;&amp;#039;Wollen habe ich wohl, aber Vollbringen das Gute finde ich nicht&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; (Römer 7, 18). Und Goethe hat ,&amp;#039;&amp;#039;Statt heißem Wünschen, wildem Wollen, statt lästigem Fordern, strengem Sollen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; gewiß nicht aus ,richtiger Modenarrheit&amp;#039; geschrieben, sondern weil ihm dies, wie uns allen, als richtiges Deutsch erschien.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Die Sprache hat das Bestreben, aus ihrem eignen Rohstoffvorrat immer neue Ausdrucksmittel zu schaffen, wie das Bedürfnis der Sprechenden sie fordert. Kommt sogleich die Sprachgartenpolizei mit der Heckenschere, sagt Nein und schneidet weg, was über die grade Linie hinaussprießen will. Die deutsche Sprache wie alle andern schafft sich aus Beiwörtern unbegrenzt neue Hauptwörter, und dies muß der Sprachmeister wohl oder übel zulassen. Aber die Sprache findet es auch bequem und nützlich, aus Zeitwörtern neue Hauptwörter zu bilden, um bestimmte Begriffsfarben wiederzugeben, und sie hat dies immer getan. Wir verdanken diesem Umbildungsvermögen so unentbehrliche Hauptwörter wie &amp;#039;&amp;#039;das Vermögen, das Belieben, das Essen und Trinken, das Leben&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sterben&amp;#039;&amp;#039;. Nun ergreift dieses Streben (!) einem Bedürfnis gemäß gewisse Zeitwörter des Innenlebens, nicht erst heute, sondern schon früh (Luther: &amp;#039;&amp;#039;das Sinnen, das Trachten, das Wollen&amp;#039;&amp;#039;), aber in neuerer Zeit stärker und umfassender als zuvor, und da fühlt sich der Sprachmeister verpflichtet, einzuschreiten (&amp;#039;&amp;#039;zum Einschreiten!&amp;#039;&amp;#039;). 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 3. Januar 2017 um 15:29 Uhr</title>
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Man &#039;&#039;besitzt&#039;&#039; ein Haus und einen Garten, &#039;&#039;besitzt&#039;&#039; Silber und Gold, Vieh und Gerät. Ob es zulässig sei, vom &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; eines Kindes zu sprechen, muß bezweifelt werden; man hat ein Kind. Ebenso widerspricht es der Bedeutung von &#039;&#039;Besitz&#039;&#039;, daß man sagt: &#039;&#039;Ich besitze zwei Ohren, eine Nase&#039;&#039;; ja selbst mit Eigenschaften, zumal mit schlechten, besitzt man nicht Ohren und Nase, sondern hat sie: &#039;&#039;Der Hund hat eine schlechte Nase&#039;&#039;; er besitzt sie nicht, sie ist kein Besitz eines Hundes. Die Anwendung vom &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; grade bei den edelsten Dingen hat einen Unterton des Protzentums: man besitzt nicht Vaterlandsliebe, sondern hat sie. Freilich ist nicht zu leugnen, daß das Gefühl für die Unvornehmheit des ursprünglich nur aus Breitspurigkeit und Vornehmtuerei so sehr gemißbrauchten Wortes besitzen sich durch die lange Gewöhnung abgestumpft hat, und daß es heute selbst von den Gebildeten nur als gleichbedeutend mit &#039;&#039;haben&#039;&#039; empfunden wird. Es ist hoffnungslos, hiergegen anzukämpfen; allenfalls könnte man versuchen, den Gebrauch von &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; in Fällen wie diesen lächerlich zu machen: ,&#039;&#039;Er besitzt eine Frechheit .., Die Sprache der Gelehrten besitzt einen Hauptfehler .., Sie besaß ein schweres Lungenleiden.&#039; &#039;&#039; Allzu streng darf man nicht gegen &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; eifern, denn wo sind die Grenzen für den wertvollen, den angenehmen, den gleichgültigen, den wertlosen ,&#039;&#039;Besitz&#039; &#039;&#039;?&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wer etwas &#039;&#039;besitzt&#039;&#039;, der hat es; aber nicht alles, was man hat, ist ein &#039;&#039;Besitz&#039;&#039;, darf also auch nicht unterschiedlos durch &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; bezeichnet werden. Man vergesse nie den sprachlichen und gedanklichen Zusammenhang von &#039;&#039;Besitz&#039;&#039; und &#039;&#039;besitzen&#039;&#039;. Man &#039;&#039;besitzt&#039;&#039; keine Schulden, denn sie sind zweifellos kein &#039;&#039;Besitz&#039;&#039;, sondern man &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;hat&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;sie; Preußen &#039;&#039;besitzt&#039;&#039; ein großes Netz von Staatsbahnen, aber es &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;hat&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;Staatsschulden. Man &#039;&#039;besitzt&#039;&#039; ein Haus und einen Garten, &#039;&#039;besitzt&#039;&#039; Silber und Gold, Vieh und Gerät. Ob es zulässig sei, vom &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; eines Kindes zu sprechen, muß bezweifelt werden; man &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;hat&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;ein Kind. Ebenso widerspricht es der Bedeutung von &#039;&#039;Besitz&#039;&#039;, daß man sagt: &#039;&#039;Ich besitze zwei Ohren, eine Nase&#039;&#039;; ja selbst mit Eigenschaften, zumal mit schlechten, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;besitzt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;man nicht Ohren und Nase, sondern &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;hat&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;sie: &#039;&#039;Der Hund hat eine schlechte Nase&#039;&#039;; er &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;besitzt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;sie nicht, sie ist kein &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Besitz&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;eines Hundes. Die Anwendung vom &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; grade bei den edelsten Dingen hat einen Unterton des Protzentums: man &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;besitzt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;nicht Vaterlandsliebe, sondern &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;hat&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;sie. 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Ob es zulässig sei, vom Besitzen eines Kindes zu sprechen, muß bezweifelt werden; man hat ein Kind. Ebenso widerspricht es der Bedeutung von &#039;&#039;Besitz&#039;&#039;, daß man sagt: &#039;&#039;Ich besitze zwei Ohren, eine Nase&#039;&#039;; ja selbst mit Eigenschaften, zumal mit schlechten, besitzt man nicht Ohren und Nase, sondern hat sie: &#039;&#039;Der Hund hat eine schlechte Nase&#039;&#039;; er besitzt sie nicht, sie ist kein Besitz eines Hundes. Die Anwendung vom &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; grade bei den edelsten Dingen hat einen Unterton des Protzentums: man besitzt nicht Vaterlandsliebe, sondern hat sie. Freilich ist nicht zu leugnen, daß das Gefühl für die Unvornehmheit des ursprünglich nur aus Breitspurigkeit und Vornehmtuerei so sehr gemißbrauchten Wortes besitzen sich durch die lange Gewöhnung abgestumpft hat, und daß es heute selbst von den Gebildeten nur als gleichbedeutend mit &#039;&#039;haben&#039;&#039; empfunden wird. 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Ebenso widerspricht es der Bedeutung von &#039;&#039;Besitz&#039;&#039;, daß man sagt: &#039;&#039;Ich besitze zwei Ohren, eine Nase&#039;&#039;; ja selbst mit Eigenschaften, zumal mit schlechten, besitzt man nicht Ohren und Nase, sondern hat sie: &#039;&#039;Der Hund hat eine schlechte Nase&#039;&#039;; er besitzt sie nicht, sie ist kein Besitz eines Hundes. Die Anwendung vom &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; grade bei den edelsten Dingen hat einen Unterton des Protzentums: man besitzt nicht Vaterlandsliebe, sondern hat sie. Freilich ist nicht zu leugnen, daß das Gefühl für die Unvornehmheit des ursprünglich nur aus Breitspurigkeit und Vornehmtuerei so sehr gemißbrauchten Wortes besitzen sich durch die lange Gewöhnung abgestumpft hat, und daß es heute selbst von den Gebildeten nur als gleichbedeutend mit &#039;&#039;haben&#039;&#039; empfunden wird. Es ist hoffnungslos, hiergegen anzukämpfen; allenfalls könnte man versuchen, den Gebrauch von &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; in Fällen wie diesen lächerlich zu machen: ,&#039;&#039;Er besitzt eine Frechheit .., Die Sprache der Gelehrten besitzt einen Hauptfehler .., Sie besaß ein schweres Lungenleiden.&#039; &#039;&#039; Allzu streng darf man nicht gegen &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; eifern, denn wo sind die Grenzen für den wertvollen, den angenehmen, den gleichgültigen, den wertlosen ,&#039;&#039;Besitz&#039; &#039;&#039;?&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wer etwas &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;besitzt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, der hat es; aber nicht alles, was man hat, ist ein &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Besitz&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, darf also auch nicht unterschiedlos durch &#039;&#039;Besitzen&#039;&#039; bezeichnet werden. 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