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	<title>Engel(1922) Satzgefüge und Satzbau 2 Der Zweitfall 1 - Versionsgeschichte</title>
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		<title>DeletedUser am 14. April 2017 um 16:45 Uhr</title>
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		<updated>2017-04-14T16:45:24Z</updated>

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Warum also dem, der in ,&#039;&#039;Fühlung nehmen&#039; &#039;&#039; die Fühlung noch deutlich sieht, sie also gedanklich nicht ganz gleichsetzt irgendeinem Zeitwort, etwa &#039;&#039;berühren, treffen&#039;&#039;, — warum dem verbieten, ,&#039;&#039;Fühlung&#039; &#039;&#039; so selbständig zu behandeln, wie es jedem nicht ganz unlebendigen Hauptworte zukommt, und z. B. zu schreiben: ,&#039;&#039;Er trug ihm auf, heimliche Fühlung mit dem Feinde zu&#039;&#039;$Seite 255$&#039;&#039;nehmen&#039; &#039;&#039;, was dem Sprachmeister zufolge zwei ,ganze Fehler&#039; enthält: statt &#039;&#039;heimliche&#039;&#039; dürfe es nur heißen: &#039;&#039;heimlich&#039;&#039;, weil ,&#039;&#039;Fühlung nehmen&#039; &#039;&#039; nur als ein einfaches Zeitwort diene — was es nicht tut —, und die Wortstellung müsse lauten: ,&#039;&#039;heimlich mit dem Feinde Fühlung zu nehmen&#039; &#039;&#039;. Nach dieser Willkürregel eines Mannes ohne Sprachgefühl wären streng verboten: ,&#039;&#039;eingehende (genaue, schlechte, keine!) Kenntnis haben, feste Stellung nehmen, deutlichen Ausdruck geben&#039; &#039;&#039;, ja sogar: ,&#039;&#039;einen entstellenden Bericht erstatten&#039; &#039;&#039; , — es könne und dürfe nur heißen&#039; &#039;&#039;,entstellend Bericht erstatten&#039; &#039;&#039;. Und von Sprachmeistern solcher Art hat sich ein hochgebildetes Volk mit einer edlen, reichen Sprache Menschenalter hindurch Gesetze geben lassen und — diesen zum großen Teil gehorcht! Begreift der Leser, warum ein Führer durch Falsch und Richtig zu gutem Deutsch nebenbei mit dem bergehohen Wust solcher Aftergesetzgebung aufräumen muß? Ohne die irreführenden Verbote alter und neuer Gewaltner, wie Luther vortrefflich statt Tyrannen schrieb, könnten Bücher wie das meine merklich dünner sein.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Ein Sprachmeister hat streng verboten, bei Strafe eines ,Fehlers&#039;, redensartliche Fügungen von Hauptwort mit Zeitwort zu trennen, ihre Formelnatur aufzulösen, sie also aus dem Banne der sprachlichen Versteinerung wieder ins bewegliche Leben zu rufen, Eingefrorenes aufzutauen. Die Verkehrtheit solches Verbotes leuchtet ein, wenn man bedenkt, daß jede solche Formel doch ursprünglich keine Formel, sondern gefühlte Sprache war, und daß viele dieser formelhaften Verwachsungen erst aus jüngster Zeit stammen. 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 2. März 2017 um 14:51 Uhr</title>
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		<updated>2017-03-02T14:51:54Z</updated>

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Warum also dem, der in ,&amp;#039;&amp;#039;Fühlung nehmen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; die Fühlung noch deutlich sieht, sie also gedanklich nicht ganz gleichsetzt irgendeinem Zeitwort, etwa &amp;#039;&amp;#039;berühren, treffen&amp;#039;&amp;#039;, — warum dem verbieten, ,&amp;#039;&amp;#039;Fühlung&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; so selbständig zu behandeln, wie es jedem nicht ganz unlebendigen Hauptworte zukommt, und z. B. zu schreiben: ,&amp;#039;&amp;#039;Er trug ihm auf, heimliche Fühlung mit dem Feinde zu&amp;#039;&amp;#039;$Seite 255$&amp;#039;&amp;#039;nehmen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, was dem Sprachmeister zufolge zwei ,ganze Fehler&amp;#039; enthält: statt &amp;#039;&amp;#039;heimliche&amp;#039;&amp;#039; dürfe es nur heißen: &amp;#039;&amp;#039;heimlich&amp;#039;&amp;#039;, weil ,&amp;#039;&amp;#039;Fühlung nehmen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur als ein einfaches Zeitwort diene — was es nicht tut —, und die Wortstellung müsse lauten: ,&amp;#039;&amp;#039;heimlich mit dem Feinde Fühlung zu nehmen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;. Nach dieser Willkürregel eines Mannes ohne Sprachgefühl wären streng verboten: ,&amp;#039;&amp;#039;eingehende (genaue, schlechte, keine!) Kenntnis haben, feste Stellung nehmen, deutlichen Ausdruck geben&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, ja sogar: ,&amp;#039;&amp;#039;einen entstellenden Bericht erstatten&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; , — es könne und dürfe nur heißen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;,entstellend Bericht erstatten&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;. Und von Sprachmeistern solcher Art hat sich ein hochgebildetes Volk mit einer edlen, reichen Sprache Menschenalter hindurch Gesetze geben lassen und — diesen zum großen Teil gehorcht! Begreift der Leser, warum ein Führer durch Falsch und Richtig zu gutem Deutsch nebenbei mit dem bergehohen Wust solcher Aftergesetzgebung aufräumen muß? Ohne die irreführenden Verbote alter und neuer Gewaltner, wie Luther vortrefflich statt Tyrannen schrieb, könnten Bücher wie das meine merklich dünner sein.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Ein Sprachmeister hat streng verboten, bei Strafe eines ,Fehlers&amp;#039;, redensartliche Fügungen von Hauptwort mit Zeitwort zu trennen, ihre Formelnatur aufzulösen, sie also aus dem Banne der sprachlichen Versteinerung wieder ins bewegliche Leben zu rufen, Eingefrorenes aufzutauen. Die Verkehrtheit solches Verbotes leuchtet ein, wenn man bedenkt, daß jede solche Formel doch ursprünglich keine Formel, sondern gefühlte Sprache war, und daß viele dieser formelhaften Verwachsungen erst aus jüngster Zeit stammen. 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		<title>DeletedUser am 5. Januar 2017 um 12:15 Uhr</title>
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Warum also dem, der in ,&amp;#039;&amp;#039;Fühlung nehmen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; die Fühlung noch deutlich sieht, sie also gedanklich nicht ganz gleichsetzt irgendeinem Zeitwort, etwa &amp;#039;&amp;#039;berühren, treffen&amp;#039;&amp;#039;, — warum dem verbieten, ,&amp;#039;&amp;#039;Fühlung&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; so selbständig zu behandeln, wie es jedem nicht ganz unlebendigen Hauptworte zukommt, und z. B. zu schreiben: ,&amp;#039;&amp;#039;Er trug ihm auf, heimliche Fühlung mit dem Feinde zu&amp;#039;&amp;#039;$Seite 255$&amp;#039;&amp;#039;nehmen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, was dem Sprachmeister zufolge zwei ,ganze Fehler&amp;#039; enthält: statt &amp;#039;&amp;#039;heimliche&amp;#039;&amp;#039; dürfe es nur heißen: &amp;#039;&amp;#039;heimlich&amp;#039;&amp;#039;, weil ,&amp;#039;&amp;#039;Fühlung nehmen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur als ein einfaches Zeitwort diene — was es nicht tut —, und die Wortstellung müsse lauten: ,&amp;#039;&amp;#039;heimlich mit dem Feinde Fühlung zu nehmen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;. Nach dieser Willkürregel eines Mannes ohne Sprachgefühl wären streng verboten: ,&amp;#039;&amp;#039;eingehende (genaue, schlechte, keine!) Kenntnis haben, feste Stellung nehmen, deutlichen Ausdruck geben&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, ja sogar: ,&amp;#039;&amp;#039;einen entstellenden Bericht erstatten&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; , — es könne und dürfe nur heißen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;,entstellend Bericht erstatten&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;. Und von Sprachmeistern solcher Art hat sich ein hochgebildetes Volk mit einer edlen, reichen Sprache Menschenalter hindurch Gesetze geben lassen und — diesen zum großen Teil gehorcht! Begreift der Leser, warum ein Führer durch Falsch und Richtig zu gutem Deutsch nebenbei mit dem bergehohen Wust solcher Aftergesetzgebung aufräumen muß? 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 5. Januar 2017 um 12:10 Uhr</title>
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Die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ver-kehrtheit &lt;/del&gt;solches Verbotes leuchtet ein, wenn man bedenkt, daß jede solche Formel doch ursprünglich keine Formel, sondern gefühlte Sprache war, und daß viele dieser &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;formel-haften &lt;/del&gt;Verwachsungen erst aus jüngster Zeit stammen. Warum also dem, der in ,Fühlung nehmen&#039; die Fühlung noch &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;deut-lich &lt;/del&gt;sieht, sie also gedanklich nicht ganz gleichsetzt irgendeinem Zeitwort, etwa berühren, treffen, — warum dem verbieten, ,Fühlung&#039; so selbständig zu behandeln, wie es jedem nicht ganz unlebendigen Hauptworte zukommt, und z. B. zu schreiben: ,Er trug ihm auf, heimliche Fühlung mit dem Feinde zu$Seite 255$nehmen&#039;, was dem Sprachmeister zufolge zwei ,ganze Fehler&#039; enthält: statt heimliche dürfe es nur heißen: heimlich, weil ,Fühlung nehmen&#039; nur als ein einfaches Zeitwort diene — was es nicht tut —, und die Wortstellung müsse lauten: ,heimlich mit dem Feinde Fühlung zu nehmen&#039;. Nach dieser Willkürregel eines Mannes ohne Sprachgefühl wären streng verboten: ,eingehende (genaue, schlechte, keine!) Kenntnis haben, feste Stellung nehmen, deutlichen Ausdruck geben&#039;, ja sogar: ,einen entstellenden Bericht erstatten&#039;, — es könne und dürfe nur heißen&#039; ,entstellend Bericht erstatten&#039;. Und von &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sprach-meistern &lt;/del&gt;solcher Art hat sich ein hochgebildetes Volk mit einer edlen, reichen Sprache Menschenalter hindurch Gesetze geben lassen und — diesen zum großen Teil gehorcht! Begreift der Leser, warum ein Führer durch Falsch und Richtig zu gutem Deutsch nebenbei mit dem bergehohen Wust solcher Aftergesetzgebung aufräumen muß? Ohne die irreführenden Verbote alter und neuer Gewaltner, wie Luther vortrefflich statt Tyrannen schrieb, könnten Bücher wie das meine &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;merk-lich &lt;/del&gt;dünner sein.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Ein Sprachmeister hat streng verboten, bei Strafe eines ,Fehlers&#039;, redensartliche Fügungen von Hauptwort mit Zeitwort zu trennen, ihre Formelnatur aufzulösen, sie also aus dem Banne der sprachlichen Versteinerung wieder ins &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bewegliche &lt;/ins&gt;Leben zu rufen, Eingefrorenes aufzutauen. 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		<title>DeletedUser: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Kapitel |Überschrift=Satzgefüge und Satzbau 2. Der Zweitfall *1 |ErsteSeite=254 |LetzteSeite=255 |KapitelNummer=1020 |WorkflowStatus=importiert |Buch=Engel…“</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „{{Kapitel |Überschrift=Satzgefüge und Satzbau 2. Der Zweitfall *1 |ErsteSeite=254 |LetzteSeite=255 |KapitelNummer=1020 |WorkflowStatus=importiert |Buch=Engel…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Kapitel&lt;br /&gt;
|Überschrift=Satzgefüge und Satzbau 2. Der Zweitfall *1&lt;br /&gt;
|ErsteSeite=254&lt;br /&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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