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	<title>Engel(1922) Wortschatz und Wortform 5 - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://zweidat.kallimachos.de/index.php?title=Engel(1922)_Wortschatz_und_Wortform_5&amp;diff=9751&amp;oldid=prev</id>
		<title>DeletedUser am 13. September 2017 um 12:07 Uhr</title>
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		<updated>2017-09-13T12:07:57Z</updated>

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Besonders lehrreich ist die geschwätzige Verwerfung des &amp;#039;&amp;#039;,Schriftleiters&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; statt des &amp;#039;&amp;#039;,Redakteurs&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; durch Wustmann, der überhaupt jeder Anklang findenden Verdeutschung das nichtssagendste, ja das sprachlich falscheste Welschwort vorzieht. ,Unter &amp;#039;&amp;#039;Schrift&amp;#039;&amp;#039; kann dreierlei verstanden werden: &amp;#039;&amp;#039;die Handschrift, ein Schriftstück&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;die Lettern&amp;#039;&amp;#039; der Druckerei...&amp;#039; Folgt eine wohlweise Betrachtung, daß an die erste und dritte Bedeutung nicht zu denken, daß nur die Behandlung der &amp;#039;&amp;#039;Schriftstücke&amp;#039;&amp;#039; gemeint sei, und die ,stellen wir uns wohl bei dem Worte &amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039;&amp;#039; vor (?), aber nicht bei dem mühselig ausgeklügelten Worte &amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039; An die vierte Bedeutung ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftwesen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; hatte Wustmann nicht gedacht. Daß der großartige ,&amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur etwa &amp;#039;&amp;#039;Ordner, Herrichter&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, nichts vom Leiter enthält, durfte ihm nicht einfallen, weil das fremde Wort durchaus verteidigt, das deutsche unbedingt bemakelt werden sollte. Und daß wir uns bei ,&amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;etwas vorstellen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, was nicht notwendig in dem $Seite 61$ Worte selbst steckt, daß wir uns also bei ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur ebenso etwas vorzustellen brauchen, wovon doch alles Wichtigste in dem Wort enthalten ist, wird verschwiegen. Aber die Hauptsache ist: &amp;#039;&amp;#039;Schriftleitung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039;&amp;#039; sind jetzt feste Rahmensprache der meisten deutschen Zeitungen geworden, gleichwie die ebenfalls von Wustmann verworfene ,&amp;#039;&amp;#039;Geschäftsstelle&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, der er die schwammwörtliche ,&amp;#039;&amp;#039;Expedition&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; vorzog. Und zuletzt das Allerbeste: wie steht es mit dem ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftsteller&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;? Stellt der etwa Schrift? Folgt der irgendeiner Regel und einem Gesetz? Drückt der mit einleuchtender Deutlichkeit wirklich das aus, was er auszudrücken vorgibt? Man denke sich aus, welche Flut von höhnischen Schimpfereien Wustmann über den ,&amp;#039;&amp;#039;Schriststeller&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; ergossen haben würde, wenn der nicht seinen Kampf gegen die Verteidiger des ,&amp;#039;&amp;#039;Autors&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; schon im 18. Jahrhundert siegreich bestanden hätte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Einen andern Maßstab als den Erfolg gibt es nicht, und noch so scheinkluges Vernünfteln beweist in Fragen dieser Art gar nichts. Wie verständig klingt z. B. Wustmanns Auseinandersetzung: ,Die ... Forderung, die man an ein neu aufkommendes Wort stellen darf, ist die, daß es regelrecht, gesetzmäßig gebildet sei und daß es mit einleuchtender Deutlichkeit wirklich das ausdrücke, was es auszudrücken vorgibt.&amp;#039; Alles nichts als hohles Gerede, dem das deutsche Wörterbuch in unzähligen Fällen widerspricht. Die Sprache fragt nicht nach dem Regelrecht, nach der Gesetzmäßigkeit irgendeines Zuchtmeisters, sondern sie lebt und schafft aus eignem Recht und Gesetz. Besonders lehrreich ist die geschwätzige Verwerfung des &amp;#039;&amp;#039;,Schriftleiters&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; statt des &amp;#039;&amp;#039;,Redakteurs&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; durch Wustmann, der überhaupt jeder Anklang findenden Verdeutschung das nichtssagendste, ja das sprachlich falscheste Welschwort vorzieht. ,Unter &amp;#039;&amp;#039;Schrift&amp;#039;&amp;#039; kann dreierlei verstanden werden: &amp;#039;&amp;#039;die Handschrift, ein Schriftstück&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;die Lettern&amp;#039;&amp;#039; der Druckerei...&amp;#039; Folgt eine wohlweise Betrachtung, daß an die erste und dritte Bedeutung nicht zu denken, daß nur die Behandlung der &amp;#039;&amp;#039;Schriftstücke&amp;#039;&amp;#039; gemeint sei, und die ,stellen wir uns wohl bei dem Worte &amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039;&amp;#039; vor (?), aber nicht bei dem mühselig ausgeklügelten Worte &amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039; An die vierte Bedeutung ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftwesen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; hatte Wustmann nicht gedacht. Daß der großartige ,&amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur etwa &amp;#039;&amp;#039;Ordner, Herrichter&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, nichts vom Leiter enthält, durfte ihm nicht einfallen, weil das fremde Wort durchaus verteidigt, das deutsche unbedingt bemakelt werden sollte. Und daß wir uns bei ,&amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;etwas vorstellen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, was nicht notwendig in dem $Seite 61$ Worte selbst steckt, daß wir uns also bei ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur ebenso etwas vorzustellen brauchen, wovon doch alles Wichtigste in dem Wort enthalten ist, wird verschwiegen. Aber die Hauptsache ist: &amp;#039;&amp;#039;Schriftleitung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039;&amp;#039; sind jetzt feste Rahmensprache der meisten deutschen Zeitungen geworden, gleichwie die ebenfalls von Wustmann verworfene ,&amp;#039;&amp;#039;Geschäftsstelle&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, der er die schwammwörtliche ,&amp;#039;&amp;#039;Expedition&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; vorzog. Und zuletzt das Allerbeste: wie steht es mit dem ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftsteller&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;? Stellt der etwa Schrift? Folgt der irgendeiner Regel und einem Gesetz? Drückt der mit einleuchtender Deutlichkeit wirklich das aus, was er auszudrücken vorgibt? Man denke sich aus, welche Flut von höhnischen Schimpfereien Wustmann über den ,&amp;#039;&amp;#039;Schriststeller&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; ergossen haben würde, wenn der nicht seinen Kampf gegen die Verteidiger des ,&amp;#039;&amp;#039;Autors&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; schon im 18. Jahrhundert siegreich bestanden hätte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 10. April 2017 um 11:03 Uhr</title>
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		<updated>2017-04-10T11:03:01Z</updated>

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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 10. April 2017 um 11:02 Uhr</title>
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		<updated>2017-04-10T11:02:10Z</updated>

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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 10. April 2017 um 10:56 Uhr</title>
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		<updated>2017-04-10T10:56:31Z</updated>

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Daß Wustmann sich nicht an ,&#039;&#039;völkisch&#039; &#039;&#039; gerieben hat, wie sich bei ihm von selbst verstände, rührt nur daher, daß er die Einbürgerung des deutschen Wortes nicht mehr erlebt hat. Statt seiner hat der Germanist &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Guftav &lt;/del&gt;Roethe, der eifrige Bekämpfer des Germanentums in der deutschen Sprache, der Verteidiger und Handhaber des wildesten Welsch, z. B. des ,&#039;&#039;ethischen Pathos&#039; &#039;&#039; der Helden deutscher Sage, der ,&#039;&#039;Atomisierung der Nation durch die Interessenpolitik des Territoriums&#039; &#039;&#039;, sich einen Platz in der deutschen Sprachgeschichte gesichert durch seinen Angriff auf das Wort ,&#039;&#039;völkisch&#039; &#039;&#039; — in einer Rede auf Bismarck! — und durch dessen Begründung, ganz nach Wustmanns Art, mit dem Herabziehen, dem Entstellen, das zumeist in der Endung &#039;&#039;isch&#039;&#039; liege. Jeder deutsche Schüler kann den welschfrohen Germanisten belehren, daß es eine genügend große Zahl deutscher Wörter auf &#039;&#039;isch&#039;&#039; mit edler oder harmloser Bedeutung gibt, um &#039;&#039;völkisch&#039;&#039; vollauf zu rechtfertigen: &#039;&#039;seelisch, himmlisch, heldisch, irdisch&#039;&#039; (&#039;&#039;unterirdisch, überirdisch&#039;&#039;), &#039;&#039;landsmännisch, waidmännisch, kaufmännisch, seemännisch, festländisch, vaterländisch, inländisch, ausländisch, binnenländisch, überseeisch, städtisch, ständisch, höfisch&#039;&#039; (davon &#039;&#039;hübsch&#039;&#039;), &#039;&#039;künstlerisch, dichterisch, malerisch, bildnerisch, erzieherisch&#039;&#039;; dazu Dutzende von Länder- und Völkernamen, darunter — &#039;&#039;deutsch&#039;&#039;, das aus &#039;&#039;deutisch&#039;&#039; (althochdeutsch: &#039;&#039;diutisk, diotisk&#039;&#039; = &#039;&#039;völkisch&#039;&#039;) entstanden ist. Nun gar die Dutzende von vornehmen Welschwörtern auf &#039;&#039;isch&#039;&#039;: &#039;&#039;philologisch, germanistisch, poetisch, lyrisch, dramatisch, tragisch, komisch, kritisch, psychisch, physisch, chemisch, ästhetisch&#039;&#039; usw. Eine Zeit wird kommen, wo kein Mensch begreifen wird, daß gegen ,&#039;&#039;völkisch&#039; &#039;&#039; jemals ein Wort gewagt werden konnte; für die Menschen jener Zeit sei der $Seite 64$ Name Gustav Roethe als der des Bekämpfers eines gradezu selbstverständlichen edlen deutschen Wortes hier aufbewahrt. Mehr wird ja keiner alsdann von ihm wissen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Ähnlich steht es um das seit mehr als vierzig Jahren bräuchliche, sich immer fester einbürgernde untadlig gebildete ,&#039;&#039;völkisch&#039; &#039;&#039;, das mit vollem Recht das ein jedes vaterländische Feingefühl verletzende &#039;&#039;national&#039;&#039; zu verdrängen bestimmt und geeignet ist, es auch mit der Zeit gewiß ganz verdrängen wird. Man denke: zur Bezeichnung der deutschen Zugehörigkeit und Gesinnung ein Welschwort aus verstümmeltem Küchenlatein! 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		<title>DeletedUser am 10. April 2017 um 10:54 Uhr</title>
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		<title>DeletedUser am 1. Januar 2017 um 14:30 Uhr</title>
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		<title>DeletedUser am 31. Dezember 2016 um 13:16 Uhr</title>
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Es ist ein ebenso schreiender innerer Widerspruch wie &amp;#039;&amp;#039;Patriotismus&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Vaterlandsliebe, Germanisierung&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Eindeutschung&amp;#039;&amp;#039;. Daß Wustmann sich nicht an ,&amp;#039;&amp;#039;völkisch&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; gerieben hat, wie sich bei ihm von selbst verstände, rührt nur daher, daß er die Einbürgerung des deutschen Wortes nicht mehr erlebt hat. Statt seiner hat der Germanist Guftav Roethe, der eifrige Bekämpfer des Germanentums in der deutschen Sprache, der Verteidiger und Handhaber des wildesten Welsch, z. B. des ,&amp;#039;&amp;#039;ethischen Pathos&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; der Helden deutscher Sage, der ,&amp;#039;&amp;#039;Atomisierung der Nation durch die Interessenpolitik des Territoriums&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, sich einen Platz in der deutschen Sprachgeschichte gesichert durch seinen Angriff auf das Wort ,&amp;#039;&amp;#039;völkisch&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; — in einer Rede auf Bismarck! — und durch dessen Begründung, ganz nach Wustmanns Art, mit dem Herabziehen, dem Entstellen, das zumeist in der Endung &amp;#039;&amp;#039;isch&amp;#039;&amp;#039; liege. Jeder deutsche Schüler kann den welschfrohen Germanisten belehren, daß es eine genügend große Zahl deutscher Wörter auf &amp;#039;&amp;#039;isch&amp;#039;&amp;#039; mit edler oder harmloser Bedeutung gibt, um &amp;#039;&amp;#039;völkisch&amp;#039;&amp;#039; vollauf zu rechtfertigen: &amp;#039;&amp;#039;seelisch, himmlisch, heldisch, irdisch&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;unterirdisch, überirdisch&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;landsmännisch, waidmännisch, kaufmännisch, seemännisch, festländisch, vaterländisch, inländisch, ausländisch, binnenländisch, überseeisch, städtisch, ständisch, höfisch&amp;#039;&amp;#039; (davon &amp;#039;&amp;#039;hübsch&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;künstlerisch, dichterisch, malerisch, bildnerisch, erzieherisch&amp;#039;&amp;#039;; dazu Dutzende von Länder- und Völkernamen, darunter — &amp;#039;&amp;#039;deutsch&amp;#039;&amp;#039;, das aus &amp;#039;&amp;#039;deutisch&amp;#039;&amp;#039; (althochdeutsch: &amp;#039;&amp;#039;diutisk, diotisk&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;völkisch&amp;#039;&amp;#039;) entstanden ist. Nun gar die Dutzende von vornehmen Welschwörtern auf &amp;#039;&amp;#039;isch&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;philologisch, germanistisch, poetisch, lyrisch, dramatisch, tragisch, komisch, kritisch, psychisch, physisch, chemisch, ästhetisch&amp;#039;&amp;#039; usw. Eine Zeit wird kommen, wo kein Mensch begreifen wird, daß gegen ,&amp;#039;&amp;#039;völkisch&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; jemals ein Wort gewagt werden konnte; für die Menschen jener Zeit sei der$Seite 64$Name Gustav Roethe als der des Bekämpfers eines gradezu selbstverständlichen edlen deutschen Wortes hier aufbewahrt. Mehr wird ja keiner alsdann von ihm wissen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Ähnlich steht es um das seit mehr als vierzig Jahren bräuchliche, sich immer fester einbürgernde untadlig gebildete ,&amp;#039;&amp;#039;völkisch&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, das mit vollem Recht das ein jedes vaterländische Feingefühl verletzende &amp;#039;&amp;#039;national&amp;#039;&amp;#039; zu verdrängen bestimmt und geeignet ist, es auch mit der Zeit gewiß ganz verdrängen wird. Man denke: zur Bezeichnung der deutschen Zugehörigkeit und Gesinnung ein Welschwort aus verstümmeltem Küchenlatein! 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 31. Dezember 2016 um 13:13 Uhr</title>
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Daß Wustmann sich nicht an ,&#039;&#039;völkisch&#039; &#039;&#039; gerieben hat, wie sich bei ihm von selbst verstände, rührt nur daher, daß er die Einbürgerung des deutschen Wortes nicht mehr erlebt hat. Statt seiner hat der Germanist Guftav Roethe, der eifrige Bekämpfer des Germanentums in der deutschen Sprache, der Verteidiger und Handhaber des wildesten Welsch, z. B. des ,&#039;&#039;ethischen Pathos&#039; &#039;&#039; der Helden deutscher Sage, der ,&#039;&#039;Atomisierung der Nation durch die Interessenpolitik des Territoriums&#039; &#039;&#039;, sich einen Platz in der deutschen Sprachgeschichte gesichert durch seinen Angriff auf das Wort ,&#039;&#039;völkisch&#039; &#039;&#039; — in einer Rede auf Bismarck! — und durch dessen Begründung, ganz nach Wustmanns Art, mit dem Herabziehen, dem Entstellen, das zumeist in der Endung &#039;&#039;isch&#039;&#039; liege. Jeder deutsche Schüler kann den welschfrohen Germanisten belehren, daß es eine genügend große Zahl deutscher Wörter auf &#039;&#039;isch&#039;&#039; mit edler oder harmloser Bedeutung gibt, um völkisch vollauf zu rechtfertigen: &#039;&#039;seelisch, himmlisch, heldisch, irdisch&#039;&#039; (&#039;&#039;unterirdisch, überirdisch&#039;&#039;), &#039;&#039;landsmännisch, waidmännisch, kaufmännisch, seemännisch, festländisch, vaterländisch, inländisch, ausländisch, binnenländisch, überseeisch, städtisch, ständisch, höfisch&#039;&#039; (davon &#039;&#039;hübsch&#039;&#039;), &#039;&#039;künstlerisch, dichterisch, malerisch, bildnerisch, erzieherisch&#039;&#039;; dazu Dutzende von Länder- und Völkernamen, darunter — &#039;&#039;deutsch&#039;&#039;, das aus &#039;&#039;deutisch&#039;&#039; (althochdeutsch: &#039;&#039;diutisk, diotisk&#039;&#039; = &#039;&#039;völkisch&#039;&#039;) entstanden ist. Nun gar die Dutzende von vornehmen Welschwörtern auf &#039;&#039;isch&#039;&#039;: &#039;&#039;philologisch, germanistisch, poetisch, lyrisch, dramatisch, tragisch, komisch, kritisch, psychisch, physisch, chemisch, ästhetisch&#039;&#039; usw. Eine Zeit wird kommen, wo kein Mensch begreifen wird, daß gegen ,&#039;&#039;völkisch&#039; &#039;&#039; jemals ein Wort gewagt werden konnte; für die Menschen jener Zeit sei der$Seite 64$Name Gustav Roethe als der des Bekämpfers eines gradezu selbstverständlichen edlen deutschen Wortes hier aufbewahrt. Mehr wird ja keiner alsdann von ihm wissen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Ähnlich steht es um das seit mehr als vierzig Jahren bräuchliche, sich immer fester einbürgernde untadlig gebildete ,&#039;&#039;völkisch&#039; &#039;&#039;, das mit vollem Recht das ein jedes vaterländische Feingefühl verletzende &#039;&#039;national&#039;&#039; zu verdrängen bestimmt und geeignet ist, es auch mit der Zeit gewiß ganz verdrängen wird. Man denke: zur Bezeichnung der deutschen Zugehörigkeit und Gesinnung ein Welschwort aus verstümmeltem Küchenlatein! Es ist ein ebenso schreiender innerer Widerspruch wie &#039;&#039;Patriotismus&#039;&#039; für &#039;&#039;Vaterlandsliebe, Germanisierung&#039;&#039; für &#039;&#039;Eindeutschung&#039;&#039;. Daß Wustmann sich nicht an ,&#039;&#039;völkisch&#039; &#039;&#039; gerieben hat, wie sich bei ihm von selbst verstände, rührt nur daher, daß er die Einbürgerung des deutschen Wortes nicht mehr erlebt hat. Statt seiner hat der Germanist Guftav Roethe, der eifrige Bekämpfer des Germanentums in der deutschen Sprache, der Verteidiger und Handhaber des wildesten Welsch, z. 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 31. Dezember 2016 um 13:05 Uhr</title>
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		<updated>2016-12-31T13:05:25Z</updated>

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Besonders lehrreich ist die geschwätzige Verwerfung des &amp;#039;&amp;#039;,Schriftleiters&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; statt des &amp;#039;&amp;#039;,Redakteurs&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; durch Wustmann, der überhaupt jeder Anklang findenden Verdeutschung das nichtssagendste, ja das sprachlich falscheste Welschwort vorzieht. ,Unter &amp;#039;&amp;#039;Schrift&amp;#039;&amp;#039; kann dreierlei verstanden werden: &amp;#039;&amp;#039;die Handschrift, ein Schriftstück&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;die Lettern&amp;#039;&amp;#039; der Druckerei...&amp;#039; Folgt eine wohlweise Betrachtung, daß an die erste und dritte Bedeutung nicht zu denken, daß nur die Behandlung der &amp;#039;&amp;#039;Schriftstücke&amp;#039;&amp;#039; gemeint sei, und die ,stellen wir uns wohl bei dem Worte &amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039;&amp;#039; vor (?), aber nicht bei dem mühselig ausgeklügelten Worte &amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039; An die vierte Bedeutung ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftwesen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; hatte Wustmann nicht gedacht. Daß der großartige ,&amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur etwa &amp;#039;&amp;#039;Ordner, Herrichter&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, nichts vom Leiter enthält, durfte ihm nicht einfallen, weil das fremde Wort durchaus verteidigt, das deutsche unbedingt bemakelt werden sollte. Und daß wir uns bei ,&amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;etwas vorstellen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, was nicht notwendig in dem$Seite 61$Worte selbst steckt, daß wir uns also bei ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur ebenso etwas vorzustellen brauchen, wovon doch alles Wichtigste in dem Wort enthalten ist, wird verschwiegen. Aber die Hauptsache ist: &amp;#039;&amp;#039;Schriftleitung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039;&amp;#039; sind jetzt feste Rahmensprache der meisten deutschen Zeitungen geworden, gleichwie die ebenfalls von Wustmann verworfene ,&amp;#039;&amp;#039;Geschäftsstelle&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, der er die schwammwörtliche ,&amp;#039;&amp;#039;Expedition&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; vorzog. Und zuletzt das Allerbeste: wie steht es mit dem ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftsteller&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;? Stellt der etwa Schrift? Folgt der irgendeiner Regel und einem Gesetz? Drückt der mit einleuchtender Deutlichkeit wirklich das aus, was er auszudrücken vorgibt? Man denke sich aus, welche Flut von höhnischen Schimpfereien Wustmann über den ,&amp;#039;&amp;#039;Schriststeller&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; ergossen haben würde, wenn der nicht seinen Kampf gegen die Verteidiger des ,&amp;#039;&amp;#039;Autors&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; schon im 18. Jahrhundert siegreich bestanden hätte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Einen andern Maßstab als den Erfolg gibt es nicht, und noch so scheinkluges Vernünfteln beweist in Fragen dieser Art gar nichts. Wie verständig klingt z. B. Wustmanns Auseinandersetzung: ,Die ... Forderung, die man an ein neu aufkommendes Wort stellen darf, ist die, daß es regelrecht, gesetzmäßig gebildet sei und daß es mit einleuchtender Deutlichkeit wirklich das ausdrücke, was es auszudrücken vorgibt.&amp;#039; Alles nichts als hohles Gerede, dem das deutsche Wörterbuch in unzähligen Fällen widerspricht. Die Sprache fragt nicht nach dem Regelrecht, nach der Gesetzmäßigkeit irgendeines Zuchtmeisters, sondern sie lebt und schafft aus eignem Recht und Gesetz. Besonders lehrreich ist die geschwätzige Verwerfung des &amp;#039;&amp;#039;,Schriftleiters&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; statt des &amp;#039;&amp;#039;,Redakteurs&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; durch Wustmann, der überhaupt jeder Anklang findenden Verdeutschung das nichtssagendste, ja das sprachlich falscheste Welschwort vorzieht. ,Unter &amp;#039;&amp;#039;Schrift&amp;#039;&amp;#039; kann dreierlei verstanden werden: &amp;#039;&amp;#039;die Handschrift, ein Schriftstück&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;die Lettern&amp;#039;&amp;#039; der Druckerei...&amp;#039; Folgt eine wohlweise Betrachtung, daß an die erste und dritte Bedeutung nicht zu denken, daß nur die Behandlung der &amp;#039;&amp;#039;Schriftstücke&amp;#039;&amp;#039; gemeint sei, und die ,stellen wir uns wohl bei dem Worte &amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039;&amp;#039; vor (?), aber nicht bei dem mühselig ausgeklügelten Worte &amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039; An die vierte Bedeutung ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftwesen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; hatte Wustmann nicht gedacht. Daß der großartige ,&amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur etwa &amp;#039;&amp;#039;Ordner, Herrichter&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, nichts vom Leiter enthält, durfte ihm nicht einfallen, weil das fremde Wort durchaus verteidigt, das deutsche unbedingt bemakelt werden sollte. Und daß wir uns bei ,&amp;#039;&amp;#039;Redakteur&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;etwas vorstellen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, was nicht notwendig in dem$Seite 61$Worte selbst steckt, daß wir uns also bei ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; nur ebenso etwas vorzustellen brauchen, wovon doch alles Wichtigste in dem Wort enthalten ist, wird verschwiegen. Aber die Hauptsache ist: &amp;#039;&amp;#039;Schriftleitung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schriftleiter&amp;#039;&amp;#039; sind jetzt feste Rahmensprache der meisten deutschen Zeitungen geworden, gleichwie die ebenfalls von Wustmann verworfene ,&amp;#039;&amp;#039;Geschäftsstelle&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, der er die schwammwörtliche ,&amp;#039;&amp;#039;Expedition&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; vorzog. Und zuletzt das Allerbeste: wie steht es mit dem ,&amp;#039;&amp;#039;Schriftsteller&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;? Stellt der etwa Schrift? Folgt der irgendeiner Regel und einem Gesetz? Drückt der mit einleuchtender Deutlichkeit wirklich das aus, was er auszudrücken vorgibt? Man denke sich aus, welche Flut von höhnischen Schimpfereien Wustmann über den ,&amp;#039;&amp;#039;Schriststeller&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; ergossen haben würde, wenn der nicht seinen Kampf gegen die Verteidiger des ,&amp;#039;&amp;#039;Autors&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; schon im 18. Jahrhundert siegreich bestanden hätte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und wie mit dem Schriftleiter und dem Schriftsteller, wie mit den Dutzenden von bemakelten Neuwörtern, die jetzt zum festen Wortbesitz unsrer Sprache gehören, steht es mit Hunderten von Ausdrücken, die noch viel weniger mit einleuchtender Deutlichkeit das ausdrücken, was sie auszudrücken vorgeben. Ich berufe mich auf das in meinem ,Sprich Deutsch&#039; auf S. 230—235 über ,Gut und Ungut des Deutschen&#039; Gesagte und frage nur kurz, wie es mit der Regel und dem Gesetz von Wörtern steht wie: &#039;&#039;Mundart&#039;&#039; (Art des Mundes?), &#039;&#039;Eisbein&#039;&#039; (Bein von Eis? Bein auf Eis? Bein mit Eis?), &#039;&#039;Besteck, Augapfel, Perlmutter, Schraubenmutter, Backfisch, Schildwache, Leitfaden, Schneider&#039;&#039; (schneidet er nur?), &#039;&#039;Tischler&#039;&#039; (macht er nur Tische? und wie denkt man über Sargtischler?), &#039;&#039;Grasmücke, Wasserhahn, Konzertflügel, Baumwolle, Leichdorn, Leinwand, Beispiel, Backpfeife, Katzenkopf, Ohrfeige, Weichbild, Hagestolz&#039;&#039;? Der &#039;&#039;Seufzer&#039;&#039; ist kein &#039;&#039;Seufzer&#039;&#039;, sondern ein &#039;&#039;Geseufzter&#039;&#039;; der &#039;&#039;Läufer&#039;&#039; auf der Treppe kein &#039;&#039;Läufer&#039;&#039;, sondern ein &#039;&#039;Belaufener&#039;&#039;. Was für ein Span ist &#039;&#039;Grünspan&#039;&#039;? Gar kein Span, sondern spanisches Grün. Man stelle sich vor, alle diese Wörter, und es gibt ihrer Hunderte, hätten sich ihr Daseinsrecht von den Sprachmeistern erbitten müssen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und wie mit dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Schriftleiter&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Schriftsteller&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, wie mit den Dutzenden von bemakelten Neuwörtern, die jetzt zum festen Wortbesitz unsrer Sprache gehören, steht es mit Hunderten von Ausdrücken, die noch viel weniger mit einleuchtender Deutlichkeit das ausdrücken, was sie auszudrücken vorgeben. Ich berufe mich auf das in meinem ,Sprich Deutsch&#039; auf S. 230—235 über ,Gut und Ungut des Deutschen&#039; Gesagte und frage nur kurz, wie es mit der Regel und dem Gesetz von Wörtern steht wie: &#039;&#039;Mundart&#039;&#039; (Art des Mundes?), &#039;&#039;Eisbein&#039;&#039; (Bein von Eis? Bein auf Eis? Bein mit Eis?), &#039;&#039;Besteck, Augapfel, Perlmutter, Schraubenmutter, Backfisch, Schildwache, Leitfaden, Schneider&#039;&#039; (schneidet er nur?), &#039;&#039;Tischler&#039;&#039; (macht er nur Tische? und wie denkt man über Sargtischler?), &#039;&#039;Grasmücke, Wasserhahn, Konzertflügel, Baumwolle, Leichdorn, Leinwand, Beispiel, Backpfeife, Katzenkopf, Ohrfeige, Weichbild, Hagestolz&#039;&#039;? Der &#039;&#039;Seufzer&#039;&#039; ist kein &#039;&#039;Seufzer&#039;&#039;, sondern ein &#039;&#039;Geseufzter&#039;&#039;; der &#039;&#039;Läufer&#039;&#039; auf der Treppe kein &#039;&#039;Läufer&#039;&#039;, sondern ein &#039;&#039;Belaufener&#039;&#039;. Was für ein Span ist &#039;&#039;Grünspan&#039;&#039;? Gar kein Span, sondern spanisches Grün. Man stelle sich vor, alle diese Wörter, und es gibt ihrer Hunderte, hätten sich ihr Daseinsrecht von den Sprachmeistern erbitten müssen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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