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	<title>Matthias(1929) Auslassung des Hilfszeitwortes - Versionsgeschichte</title>
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		<title>DeletedUser am 3. Mai 2017 um 10:54 Uhr</title>
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		<updated>2017-05-03T10:54:06Z</updated>

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Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &amp;#039;&amp;#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&amp;#039;&amp;#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039;) gewiß glätter: &amp;#039;&amp;#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&amp;#039;&amp;#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &amp;#039;&amp;#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&amp;#039;&amp;#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene &amp;#039;&amp;#039;sei&amp;#039;&amp;#039; aus dem vorangehenden &amp;#039;&amp;#039;sei&amp;#039;&amp;#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &amp;#039;&amp;#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&amp;#039;&amp;#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &amp;#039;&amp;#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&amp;#039;&amp;#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &amp;#039;&amp;#039;er sich hat befreunden können&amp;#039;&amp;#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &amp;#039;&amp;#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&amp;#039;&amp;#039;; denn es geht weiter: &amp;#039;&amp;#039;falls er sie gesehen hätte&amp;#039;&amp;#039;. Sodann ist, was für &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &amp;#039;&amp;#039;wie schade, daß&amp;#039;&amp;#039; (statt &amp;#039;&amp;#039;es ist schade, daß&amp;#039;&amp;#039;); &amp;#039;&amp;#039;kein-, was Wunder, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;merkwürdig wie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;glücklich, wer&amp;#039;&amp;#039;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &amp;#039;&amp;#039;Ihr&amp;#039;&amp;#039; $Seite 102$ &amp;#039;&amp;#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&amp;#039;&amp;#039; (fehlt: &amp;#039;&amp;#039;seien&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu umgehen, das versteht sich von selbst&amp;#039;&amp;#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: &amp;#039;&amp;#039;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&amp;#039;&amp;#039;, war vielmehr anders zu formen: &amp;#039;&amp;#039;Gewiß ist soviel, daß&amp;#039;&amp;#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine schlimme Krankheit des papiernen Stils, die schon im 15. Jahrhundert und auch bei den Klassikern //1 Vgl. hierüber Merkes, Beiträge zur Lehre vom Gebrauche des Infinitivs im Nhd. 1891, S. 72 ff., der Sätze, in denen das Hilfsverb neben modalen Hilfszeitwörtern ausgelassen ist, geradezu Lessingsätze nennt.// noch umging, die Weglassung des Hilfsverbs im Nebensatze, hat heute wieder einen unglaublich hohen Grad erreicht. In einem Aufsatze von K. E. Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen &amp;#039;&amp;#039;haben, hätte(n), wäre(n)&amp;#039;&amp;#039;. Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &amp;#039;&amp;#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&amp;#039;&amp;#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039;) gewiß glätter: &amp;#039;&amp;#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&amp;#039;&amp;#039; usw. (Z.). 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B.: &amp;#039;&amp;#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&amp;#039;&amp;#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene &amp;#039;&amp;#039;sei&amp;#039;&amp;#039; aus dem vorangehenden &amp;#039;&amp;#039;sei&amp;#039;&amp;#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &amp;#039;&amp;#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&amp;#039;&amp;#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &amp;#039;&amp;#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&amp;#039;&amp;#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &amp;#039;&amp;#039;er sich hat befreunden können&amp;#039;&amp;#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &amp;#039;&amp;#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&amp;#039;&amp;#039;; denn es geht weiter: &amp;#039;&amp;#039;falls er sie gesehen hätte&amp;#039;&amp;#039;. 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 20. März 2017 um 15:03 Uhr</title>
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Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen &#039;&#039;haben, hätte(n), wäre(n)&#039;&#039;. Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &#039;&#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&#039;&#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&#039;&#039;war&#039;&#039;) gewiß glätter: &#039;&#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&#039;&#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &#039;&#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&#039;&#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene &#039;&#039;sei&#039;&#039; aus dem vorangehenden &#039;&#039;sei&#039;&#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &#039;&#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&#039;&#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &#039;&#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&#039;&#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &#039;&#039;er sich hat befreunden können&#039;&#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &#039;&#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&#039;&#039;; denn es geht weiter: &#039;&#039;falls er sie gesehen hätte&#039;&#039;. Sodann ist, was für &#039;&#039;ist&#039;&#039; und &#039;&#039;war&#039;&#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &#039;&#039;wie schade, daß&#039;&#039; (statt &#039;&#039;es ist schade, daß&#039;&#039;); &#039;&#039;kein-, was Wunder, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;merkwürdig wie&#039;&#039; oder &#039;&#039;daß&#039;&#039;; &#039;&#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;glücklich, wer&#039;&#039;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &#039;&#039;Ihr $Seite&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/del&gt;102$ &#039;&#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&#039;&#039; (fehlt: &#039;&#039;seien&#039;&#039;), &#039;&#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu umgehen, das versteht sich von selbst&#039;&#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &#039;&#039;ist&#039;&#039; oder &#039;&#039;war&#039;&#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: &#039;&#039;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&#039;&#039;, war vielmehr anders zu formen: &#039;&#039;Gewiß ist soviel, daß&#039;&#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine schlimme Krankheit des papiernen Stils, die schon im 15. Jahrhundert und auch bei den Klassikern //1 Vgl. hierüber Merkes, Beiträge zur Lehre vom Gebrauche des Infinitivs im Nhd. 1891, S. 72 ff., der Sätze, in denen das Hilfsverb neben modalen Hilfszeitwörtern ausgelassen ist, geradezu Lessingsätze nennt.// noch umging, die Weglassung des Hilfsverbs im Nebensatze, hat heute wieder einen unglaublich hohen Grad erreicht. In einem Aufsatze von K. E. Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen &#039;&#039;haben, hätte(n), wäre(n)&#039;&#039;. Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &#039;&#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&#039;&#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&#039;&#039;war&#039;&#039;) gewiß glätter: &#039;&#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&#039;&#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &#039;&#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&#039;&#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene &#039;&#039;sei&#039;&#039; aus dem vorangehenden &#039;&#039;sei&#039;&#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &#039;&#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&#039;&#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &#039;&#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&#039;&#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &#039;&#039;er sich hat befreunden können&#039;&#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &#039;&#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&#039;&#039;; denn es geht weiter: &#039;&#039;falls er sie gesehen hätte&#039;&#039;. Sodann ist, was für &#039;&#039;ist&#039;&#039; und &#039;&#039;war&#039;&#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &#039;&#039;wie schade, daß&#039;&#039; (statt &#039;&#039;es ist schade, daß&#039;&#039;); &#039;&#039;kein-, was Wunder, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;merkwürdig wie&#039;&#039; oder &#039;&#039;daß&#039;&#039;; &#039;&#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;glücklich, wer&#039;&#039;. 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B.: &#039;&#039;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&#039;&#039;, war vielmehr anders zu formen: &#039;&#039;Gewiß ist soviel, daß&#039;&#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>DeletedUser am 16. März 2017 um 15:23 Uhr</title>
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 9. März 2017 um 13:18 Uhr</title>
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Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &#039;&#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&#039;&#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&#039;&#039;war&#039;&#039;) gewiß glätter: &#039;&#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&#039;&#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &#039;&#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&#039;&#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden &#039;&#039;sei&#039;&#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &#039;&#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&#039;&#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &#039;&#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&#039;&#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &#039;&#039;er sich hat befreunden können&#039;&#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &#039;&#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&#039;&#039;; denn es geht weiter: &#039;&#039;falls er sie gesehen hätte&#039;&#039;. Sodann ist, was für &#039;&#039;ist&#039;&#039; und &#039;&#039;war&#039;&#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &#039;&#039;wie schade, daß&#039;&#039; (statt &#039;&#039;es ist schade, daß&#039;&#039;); &#039;&#039;kein-, was Wunder, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;merkwürdig wie&#039;&#039; oder &#039;&#039;daß&#039;&#039;; &#039;&#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;glücklich, wer&#039;&#039;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &#039;&#039;Ihr $Seite&#039;&#039; 102$ &#039;&#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&#039;&#039; (fehlt: &#039;&#039;seien&#039;&#039;), &#039;&#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu umgehen, das versteht sich von selbst&#039;&#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &#039;&#039;ist&#039;&#039; oder &#039;&#039;war&#039;&#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: &#039;&#039;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&#039;&#039;, war vielmehr anders zu formen: &#039;&#039;Gewiß ist soviel, daß&#039;&#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine schlimme Krankheit des papiernen Stils, die schon im 15. Jahrhundert und auch bei den Klassikern //1) Vgl. hierüber Merkes, Beiträge zur Lehre vom Gebrauche des Infinitivs im Nhd. 1891, S. 72 ff., der Sätze, in denen das Hilfsverb neben modalen Hilfszeitwörtern ausgelassen ist, geradezu Lessingsätze nennt.// noch umging, die Weglassung des Hilfsverbs im Nebensatze, hat heute wieder einen unglaublich hohen Grad erreicht. In einem Aufsatze von K. E. Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen &#039;&#039;haben, hätte(n), wäre(n)&#039;&#039;. Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &#039;&#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&#039;&#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&#039;&#039;war&#039;&#039;) gewiß glätter: &#039;&#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&#039;&#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &#039;&#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&#039;&#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;sei&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;aus dem vorangehenden &#039;&#039;sei&#039;&#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &#039;&#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&#039;&#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &#039;&#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&#039;&#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &#039;&#039;er sich hat befreunden können&#039;&#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &#039;&#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&#039;&#039;; denn es geht weiter: &#039;&#039;falls er sie gesehen hätte&#039;&#039;. 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Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &#039;&#039;Ihr $Seite&#039;&#039; 102$ &#039;&#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&#039;&#039; (fehlt: &#039;&#039;seien&#039;&#039;), &#039;&#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu umgehen, das versteht sich von selbst&#039;&#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &#039;&#039;ist&#039;&#039; oder &#039;&#039;war&#039;&#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: &#039;&#039;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&#039;&#039;, war vielmehr anders zu formen: &#039;&#039;Gewiß ist soviel, daß&#039;&#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 2. März 2017 um 15:05 Uhr</title>
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Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &amp;#039;&amp;#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&amp;#039;&amp;#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &amp;#039;&amp;#039;er sich hat befreunden können&amp;#039;&amp;#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &amp;#039;&amp;#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&amp;#039;&amp;#039;; denn es geht weiter: &amp;#039;&amp;#039;falls er sie gesehen hätte&amp;#039;&amp;#039;. Sodann ist, was für &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &amp;#039;&amp;#039;wie schade, daß&amp;#039;&amp;#039; (statt &amp;#039;&amp;#039;es ist schade, daß&amp;#039;&amp;#039;); &amp;#039;&amp;#039;kein-, was Wunder, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;merkwürdig wie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;glücklich, wer&amp;#039;&amp;#039;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &amp;#039;&amp;#039;Ihr $Seite&amp;#039;&amp;#039; 102$ &amp;#039;&amp;#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&amp;#039;&amp;#039; (fehlt: &amp;#039;&amp;#039;seien&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu umgehen, das versteht sich von selbst&amp;#039;&amp;#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: &amp;#039;&amp;#039;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&amp;#039;&amp;#039;, war vielmehr anders zu formen: &amp;#039;&amp;#039;Gewiß ist soviel, daß&amp;#039;&amp;#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine schlimme Krankheit des papiernen Stils, die schon im 15. Jahrhundert und auch bei den Klassikern //1) Vgl. hierüber Merkes, Beiträge zur Lehre vom Gebrauche des Infinitivs im Nhd. 1891, S. 72 ff., der Sätze, in denen das Hilfsverb neben modalen Hilfszeitwörtern ausgelassen ist, geradezu Lessingsätze nennt.// noch umging, die Weglassung des Hilfsverbs im Nebensatze, hat heute wieder einen unglaublich hohen Grad erreicht. In einem Aufsatze von K. E. Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen &amp;#039;&amp;#039;haben, hätte(n), wäre(n)&amp;#039;&amp;#039;. Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &amp;#039;&amp;#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&amp;#039;&amp;#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039;) gewiß glätter: &amp;#039;&amp;#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&amp;#039;&amp;#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &amp;#039;&amp;#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&amp;#039;&amp;#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden &amp;#039;&amp;#039;sei&amp;#039;&amp;#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &amp;#039;&amp;#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&amp;#039;&amp;#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &amp;#039;&amp;#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&amp;#039;&amp;#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &amp;#039;&amp;#039;er sich hat befreunden können&amp;#039;&amp;#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &amp;#039;&amp;#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&amp;#039;&amp;#039;; denn es geht weiter: &amp;#039;&amp;#039;falls er sie gesehen hätte&amp;#039;&amp;#039;. Sodann ist, was für &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &amp;#039;&amp;#039;wie schade, daß&amp;#039;&amp;#039; (statt &amp;#039;&amp;#039;es ist schade, daß&amp;#039;&amp;#039;); &amp;#039;&amp;#039;kein-, was Wunder, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;merkwürdig wie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;glücklich, wer&amp;#039;&amp;#039;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &amp;#039;&amp;#039;Ihr $Seite&amp;#039;&amp;#039; 102$ &amp;#039;&amp;#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&amp;#039;&amp;#039; (fehlt: &amp;#039;&amp;#039;seien&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu umgehen, das versteht sich von selbst&amp;#039;&amp;#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: &amp;#039;&amp;#039;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&amp;#039;&amp;#039;, war vielmehr anders zu formen: &amp;#039;&amp;#039;Gewiß ist soviel, daß&amp;#039;&amp;#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 1. November 2016 um 17:36 Uhr</title>
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Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &amp;#039;&amp;#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&amp;#039;&amp;#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039;) gewiß glätter: &amp;#039;&amp;#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&amp;#039;&amp;#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &amp;#039;&amp;#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&amp;#039;&amp;#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden &amp;#039;&amp;#039;sei&amp;#039;&amp;#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &amp;#039;&amp;#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&amp;#039;&amp;#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &amp;#039;&amp;#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&amp;#039;&amp;#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &amp;#039;&amp;#039;er sich hat befreunden können&amp;#039;&amp;#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &amp;#039;&amp;#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&amp;#039;&amp;#039;; denn es geht weiter: &amp;#039;&amp;#039;falls er sie gesehen hätte&amp;#039;&amp;#039;. Sodann ist, was für &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &amp;#039;&amp;#039;wie schade, daß&amp;#039;&amp;#039; (statt &amp;#039;&amp;#039;es ist schade, daß&amp;#039;&amp;#039;); &amp;#039;&amp;#039;kein-, was Wunder, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;merkwürdig wie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;glücklich, wer&amp;#039;&amp;#039;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &amp;#039;&amp;#039;Ihr $Seite&amp;#039;&amp;#039; 102$ &amp;#039;&amp;#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&amp;#039;&amp;#039; (fehlt: &amp;#039;&amp;#039;seien&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu umgehen, das versteht sich von selbst&amp;#039;&amp;#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. 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Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen &amp;#039;&amp;#039;haben, hätte(n), wäre(n)&amp;#039;&amp;#039;. Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &amp;#039;&amp;#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&amp;#039;&amp;#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039;) gewiß glätter: &amp;#039;&amp;#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&amp;#039;&amp;#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &amp;#039;&amp;#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&amp;#039;&amp;#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden &amp;#039;&amp;#039;sei&amp;#039;&amp;#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &amp;#039;&amp;#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&amp;#039;&amp;#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &amp;#039;&amp;#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&amp;#039;&amp;#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &amp;#039;&amp;#039;er sich hat befreunden können&amp;#039;&amp;#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &amp;#039;&amp;#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&amp;#039;&amp;#039;; denn es geht weiter: &amp;#039;&amp;#039;falls er sie gesehen hätte&amp;#039;&amp;#039;. Sodann ist, was für &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &amp;#039;&amp;#039;wie schade, daß&amp;#039;&amp;#039; (statt &amp;#039;&amp;#039;es ist schade, daß&amp;#039;&amp;#039;); &amp;#039;&amp;#039;kein-, was Wunder, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;merkwürdig wie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;glücklich, wer&amp;#039;&amp;#039;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &amp;#039;&amp;#039;Ihr $Seite&amp;#039;&amp;#039; 102$ &amp;#039;&amp;#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&amp;#039;&amp;#039; (fehlt: &amp;#039;&amp;#039;seien&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu umgehen, das versteht sich von selbst&amp;#039;&amp;#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;war&amp;#039;&amp;#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. 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Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &#039;&#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&#039;&#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&#039;&#039;war&#039;&#039;) gewiß glätter: &#039;&#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&#039;&#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &#039;&#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&#039;&#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden &#039;&#039;sei&#039;&#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &#039;&#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&#039;&#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &#039;&#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&#039;&#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &#039;&#039;er sich hat befreunden können&#039;&#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &#039;&#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&#039;&#039;; denn es geht weiter: &#039;&#039;falls er sie gesehen hätte&#039;&#039;. 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Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen &#039;&#039;haben, hätte(n), wäre(n)&#039;&#039;. Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &#039;&#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&#039;&#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&#039;&#039;war&#039;&#039;) gewiß glätter: &#039;&#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&#039;&#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &#039;&#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&#039;&#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden &#039;&#039;sei&#039;&#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &#039;&#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&#039;&#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &#039;&#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&#039;&#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &#039;&#039;er sich hat befreunden können&#039;&#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &#039;&#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&#039;&#039;; denn es geht weiter: &#039;&#039;falls er sie gesehen hätte&#039;&#039;. Sodann ist, was für &#039;&#039;ist&#039;&#039; und &#039;&#039;war&#039;&#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &#039;&#039;wie schade, daß&#039;&#039; (statt &#039;&#039;es ist schade, daß&#039;&#039;); &#039;&#039;kein-, was Wunder, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;merkwürdig wie&#039;&#039; oder &#039;&#039;daß&#039;&#039;; &#039;&#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;glücklich, wer&#039;&#039;. 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		<title>DeletedUser am 1. November 2016 um 17:35 Uhr</title>
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Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &#039;&#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&#039;&#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&#039;&#039;war&#039;&#039;) gewiß glätter: &#039;&#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&#039;&#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &#039;&#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&#039;&#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden &#039;&#039;sei&#039;&#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &#039;&#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&#039;&#039;. Um so bedenklicher ist der Satz Goedekes: &#039;&#039;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&#039;&#039; — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &#039;&#039;er sich hat befreunden können&#039;&#039;, und empfindet es unangenehm, daß einem vielmehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &#039;&#039;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&#039;&#039;; denn es geht weiter: &#039;&#039;falls er sie gesehen hätte&#039;&#039;. Sodann ist, was für &#039;&#039;ist&#039;&#039; und &#039;&#039;war&#039;&#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/del&gt;ist&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/del&gt;(&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/del&gt;war&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/del&gt;) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &#039;&#039;wie schade, daß&#039;&#039; (statt &#039;&#039;es ist schade, daß&#039;&#039;); &#039;&#039;kein-, was Wunder, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;merkwürdig wie&#039;&#039; oder &#039;&#039;daß&#039;&#039;; &#039;&#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;glücklich, wer&#039;&#039;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &#039;&#039;Ihr $Seite&#039;&#039; 102$ &#039;&#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&#039;&#039; (fehlt: &#039;&#039;seien&#039;&#039;), &#039;&#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu um-gehen, das versteht sich von selbst&#039;&#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &#039;&#039;ist&#039;&#039; oder &#039;&#039;war&#039;&#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: &#039;&#039;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&#039;&#039;, war vielmehr anders zu formen: &#039;&#039;Gewiß ist soviel, daß&#039;&#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine schlimme Krankheit des papiernen Stils, die schon im 15. Jahrhundert und auch bei den Klassikern //1) Vgl. hierüber Merkes, Beiträge zur Lehre vom Gebrauche des Infinitivs im Nhd. 1891, S. 72 ff., der Sätze, in denen das Hilfsverb neben modalen Hilfszeitwörtern ausgelassen ist, geradezu Lessingsätze nennt.// noch umging, die Weglassung des Hilfsverbs im Nebensatze, hat heute wieder einen unglaublich hohen Grad erreicht. In einem Aufsatze von K. E. Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen &#039;&#039;haben, hätte(n), wäre(n)&#039;&#039;. Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &#039;&#039;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&#039;&#039;, solange keine Unklarheit entsteht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&#039;&#039;war&#039;&#039;) gewiß glätter: &#039;&#039;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&#039;&#039; usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwenigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &#039;&#039;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&#039;&#039;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden &#039;&#039;sei&#039;&#039;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indirekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorangegangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &#039;&#039;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&#039;&#039;. 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Sodann ist, was für &#039;&#039;ist&#039;&#039; und &#039;&#039;war&#039;&#039; als Hilfszeitwörter innerhalb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaussagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &#039;&#039;wie schade, daß&#039;&#039; (statt &#039;&#039;es ist schade, daß&#039;&#039;); &#039;&#039;kein-, was Wunder, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;merkwürdig wie&#039;&#039; oder &#039;&#039;daß&#039;&#039;; &#039;&#039;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&#039;&#039;; &#039;&#039;glücklich, wer&#039;&#039;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &#039;&#039;Ihr $Seite&#039;&#039; 102$ &#039;&#039;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&#039;&#039; (fehlt: &#039;&#039;seien&#039;&#039;), &#039;&#039;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu um-gehen, das versteht sich von selbst&#039;&#039;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &#039;&#039;ist&#039;&#039; oder &#039;&#039;war&#039;&#039; am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammentreffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: &#039;&#039;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&#039;&#039;, war vielmehr anders zu formen: &#039;&#039;Gewiß ist soviel, daß&#039;&#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 1. November 2016 um 14:30 Uhr</title>
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Jahrhundert und auch bei den &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Klas-sikern &lt;/del&gt;//&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;1) &lt;/del&gt;1) Vgl. hierüber Merkes, Beiträge zur Lehre vom Gebrauche des Infinitivs im Nhd. 1891, S. 72 ff., der Sätze, in denen das Hilfsverb neben modalen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Hilfszeit-wörtern &lt;/del&gt;ausgelassen ist, geradezu Lessingsätze nennt.// noch umging, die Weglassung des Hilfsverbs im Nebensatze, hat heute wieder einen unglaublich hohen Grad erreicht. In einem Aufsatze von K. E. Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen haben, hätte(n), wäre(n). Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen ist, sind, war(en), hat, hatte(n), solange keine Unklarheit &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ent-steht &lt;/del&gt;und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (war) gewiß glätter: Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;allerwe-nigsten &lt;/del&gt;im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden sei, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;indi-rekten &lt;/del&gt;Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vorange-gangen &lt;/del&gt;ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt. Um so &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bedenk-licher &lt;/del&gt;ist der Satz Goedekes: Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: er sich hat befreunden können, und empfindet es unangenehm, daß einem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;viel-mehr &lt;/del&gt;zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können; denn es geht weiter: falls er sie gesehen hätte. Sodann ist, was für ist und war als Hilfszeitwörter &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;inner-halb &lt;/del&gt;bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Satzaus-sagen &lt;/del&gt;gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, wie schade, daß (statt es ist schade, daß); kein-, was Wunder, daß; merkwürdig wie oder daß; möglich-, vielleicht -, kaum -, daß; glücklich, wer. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: Ihr $Seite 102$ Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen (fehlt: seien), in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu um-gehen, das versteht sich von selbst. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen ist oder war am Schlusse eines Nebensatzes das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Zusammen-treffen &lt;/del&gt;mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist, war vielmehr anders zu formen: Gewiß ist soviel, daß.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine schlimme Krankheit des papiernen Stils, die schon im 15. Jahrhundert und auch bei den &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Klassikern &lt;/ins&gt;//1) Vgl. hierüber Merkes, Beiträge zur Lehre vom Gebrauche des Infinitivs im Nhd. 1891, S. 72 ff., der Sätze, in denen das Hilfsverb neben modalen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Hilfszeitwörtern &lt;/ins&gt;ausgelassen ist, geradezu Lessingsätze nennt.// noch umging, die Weglassung des Hilfsverbs im Nebensatze, hat heute wieder einen unglaublich hohen Grad erreicht. In einem Aufsatze von K. E. Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;haben, hätte(n), wäre(n)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ist, sind, war(en), hat, hatte(n)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, solange keine Unklarheit &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;entsteht &lt;/ins&gt;und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;war&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) gewiß glätter: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;allerwenigsten &lt;/ins&gt;im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;sei&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;indirekten &lt;/ins&gt;Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vorangegangen &lt;/ins&gt;ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. Um so &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bedenklicher &lt;/ins&gt;ist der Satz Goedekes: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;— man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;er sich hat befreunden können&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, und empfindet es unangenehm, daß einem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vielmehr &lt;/ins&gt;zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;; denn es geht weiter: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;falls er sie gesehen hätte&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. Sodann ist, was für &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ist&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;war&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;als Hilfszeitwörter &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;innerhalb &lt;/ins&gt;bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ist&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;war&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Satzaussagen &lt;/ins&gt;gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wie schade, daß&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(statt &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;es ist schade, daß&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;); &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;kein-, was Wunder, daß&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;merkwürdig wie&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;oder &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;daß&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;möglich-, vielleicht -, kaum -, daß&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;glücklich, wer&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Ihr $Seite&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;102$ &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(fehlt: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;seien&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;), &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu um-gehen, das versteht sich von selbst&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ist&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;oder &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;war&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;am Schlusse eines Nebensatzes das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Zusammentreffen &lt;/ins&gt;mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, war vielmehr anders zu formen: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Gewiß ist soviel, daß&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Buch=Matthias(1929)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Buch=Matthias(1929)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 22. Juli 2016 um 08:37 Uhr</title>
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		<updated>2016-07-22T08:37:04Z</updated>

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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Kapitel&lt;br /&gt;
|Überschrift=Auslassung des Hilfszeitwortes&lt;br /&gt;
|ErsteSeite=101&lt;br /&gt;
|LetzteSeite=102&lt;br /&gt;
|KapitelNummer=1280&lt;br /&gt;
|WorkflowStatus=importiert&lt;br /&gt;
|KapitelText=§ 119. Auslassung des Hilfszeitwortes. Eine schlimme Krankheit des papiernen Stils, die schon im 15. Jahrhundert und auch bei den Klas-sikern //1) 1) Vgl. hierüber Merkes, Beiträge zur Lehre vom Gebrauche des Infinitivs im Nhd. 1891, S. 72 ff., der Sätze, in denen das Hilfsverb neben modalen Hilfszeit-wörtern ausgelassen ist, geradezu Lessingsätze nennt.// noch umging, die Weglassung des Hilfsverbs im Nebensatze, hat heute wieder einen unglaublich hohen Grad erreicht. In einem Aufsatze von K. E. Franzos in der Neuen Freien Presse 10. 3. 82 war es nur — einmal gesetzt und — fünfunddreißigmal weggelassen, und zwar auch die Formen haben, hätte(n), wäre(n). Eine maßvolle Weglassung des eigentlichen verbalen Hilfszeitwortes mag man wohl dulden besonders in den Formen ist, sind, war(en), hat, hatte(n), solange keine Unklarheit ent-steht und dadurch die Häufung solch gleicher Formen vermieden, also der Wohlklang erhöht wird. Der folgende Satz flösse dagegen mit dem eingeschalteten (war) gewiß glätter: Unter diesen Umständen übernahm mein Mitarbeiter, Schauspieler Schirmer, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt (war), eine Rolle in dem Stücke, um usw. (Z.). Vollends im Konjunktiv sollten die Formen nicht weggelassen werden, am allerwe-nigsten im Bedingungssatze, wo die Konjunktivform des Hilfszeitwortes die einzige Andeutung der Art des Bedingungsverhältnisses ist. Der Satz bei Goethe z. B.: Der Freund tat sich höchlich darauf zugute, daß alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prosa wiederherzustellen imstande, ist durchaus nicht anstößig, weil das des Wohlklangs wegen weggelassene sei aus dem vorangehenden sei, mit dem es denselben Dienst zu leisten hätte, Andeutung der indi-rekten Rede, leicht herausklingt, wie überhaupt Goethe im allgemeinen solche Konjunktive nur wegläßt, wenn eine gleichartige Form vorange-gangen ist; ermöglicht doch solche Gleichheit der Form bei leichter Übersicht selbst die Weglassung eines anderen Zeitwortes zumal an erster Stelle: die Welt, die sich nach ihm, wie er nach ihr sich sehnt. Um so bedenk-licher ist der Satz Goedekes: Goethe konnte sich innerlich nicht mit ihr befreunden, so wenig wie mit Elise von der Recke, die im Oktober 1789 in Weimar war — man muß nach dem Vorangehenden ergänzen: er sich hat befreunden können, und empfindet es unangenehm, daß einem viel-mehr zugemutet wird, ohne Andeutung zu verstehn: sowenig er sich mit E. v. d. R. würde haben befreunden können; denn es geht weiter: falls er sie gesehen hätte. Sodann ist, was für ist und war als Hilfszeitwörter inner-halb bestimmter Grenzen zulässig ist, nicht auch für das Satzband ist (war) neben adjektivischen, adjektivisch-partizipialen und substantivischen Satzaus-sagen gültig, und vor allem nicht auch für den Hauptsatz, ausgenommen die Sprichwörter und einzelne Formeln, wie schade, daß (statt es ist schade, daß); kein-, was Wunder, daß; merkwürdig wie oder daß; möglich-, vielleicht -, kaum -, daß; glücklich, wer. Aber Sätze, wie die folgenden in der Tagesliteratur häufigen, sollten lieber nicht nachgeahmt werden: Ihr $Seite 102$ Berichterstatter empfing den Eindruck, daß diese noch junge Bewegung, so sehr ihr noch die Merkmale gärender Unruhe eigen (fehlt: seien), in hoffnungsvollen Anfängen steht. Daß Abgangsprüfungen nicht zu um-gehen, das versteht sich von selbst. Selbst die Absicht, durch Weglassung eines solchen ist oder war am Schlusse eines Nebensatzes das Zusammen-treffen mit der gleichen Form am Anfange des nächsten Satzes zu vermeiden, entschuldigt nicht. Der Satz der Bonner Zeitung z. B.: Was gewiß, ist soviel, daß jener seinerseits geflohen ist, war vielmehr anders zu formen: Gewiß ist soviel, daß.&lt;br /&gt;
|Buch=Matthias(1929)&lt;br /&gt;
|Scan=Datei:Matthias 1929-Gesamt.pdf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{ThemaSubobjekt‎&lt;br /&gt;
|Zweifelsfall=Zweifelsfall_Importplatzhalter&lt;br /&gt;
|Bezugsinstanz=19. Jahrhundert, 15. Jahrhundert, Zeitungssprache, Goedeke - Kral Friedrich Ludwig, Goethe - Johann Wolfgang, gegenwärtig, Franzos - Karl Emil, Literatursprache, Zeitungssprache, Schriftsprache, Redewendung/Sprichwort, Zeitungssprache&lt;br /&gt;
|Bewertung=anders zu formen, bedenklicher, des Wohlklangs wegen, Frequenz/unglaublich hohen Grad, glätter, mag man wohl dulden, nicht anstößig, schlimme Krankheit, sollten lieber nicht nachgeahmt werden, sollten nicht, unangenehm, Wohlklang erhöht, zulässig&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DeletedUser</name></author>
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