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	<title>Matthias(1929) Das Zeitwort (Verbum) Arten der Konjugation - Versionsgeschichte</title>
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		<title>DeletedUser am 25. September 2017 um 10:19 Uhr</title>
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		<updated>2017-09-25T10:19:59Z</updated>

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Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &amp;#039;&amp;#039;ich redte&amp;#039;&amp;#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &amp;#039;&amp;#039;des ehrengeachten Herrn N. N.&amp;#039;&amp;#039; — Aber auch in der Schriftsprache ist es unnatürlich, wenn bei andern als den oben genannten Stämmen (&amp;#039;&amp;#039;reden,retten, leugnen&amp;#039;&amp;#039;) diese zerdehnte Form erscheint: &amp;#039;&amp;#039;ich lobte, gelobt, du lobst, er-, ihr lobt&amp;#039;&amp;#039; heißt es, nicht &amp;#039;&amp;#039;lobete, gelobet, du lobest, er lobet&amp;#039;&amp;#039;, wenn auch seit Adelung noch von manchem Grammatiker die zweite Form der ersten gleichgestellt wird.// Die schwache Biegung, die nach der noch vorherrschenden Erklärung auf Zusammensetzung mit dem Stamm von &amp;#039;&amp;#039;tun&amp;#039;&amp;#039; beruht (&amp;#039;&amp;#039;ich liebte&amp;#039;&amp;#039; etwa = &amp;#039;&amp;#039;ich lieben tat&amp;#039;&amp;#039;), ist die jüngere, überwiegt aber jetzt durchaus und ist gegen- $Seite 89$ über der starken, die sich durch reichen Lautwechsel in viele Unterabteilungen spaltet, so einheitlich, geschlossen und durchsichtig, daß sie durch ihre schon dadurch gewonnene Kraft, als Muster zu wirken, gar manchmal Redende und Schreibende verführt, ihre Art im BedürfnisfaIl auf starke Verben auszudehnen, besonders auf nicht zu häufig vorkommende. Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden Verlust und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem starken geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;bequemeren — Bezeichnung vom Präteritum auch etwas weiß, wird unten meine Darstellung der Tempuslehre zeigen; es sei aber auch gleich hier für solche Germanisten bemerkt, welche das alleinige Heil in der Anwendung des zweiten Ausdruckes erblicken.// (die erste Vergangenheit) durch Ablaut und das zweite Partizipium (das Mittelwort der Vergangenheit) mit der Endung &amp;#039;&amp;#039;-en&amp;#039;&amp;#039; gebildet wird: &amp;#039;&amp;#039;ich liege, ich lag, gelegen; ich binde, ich band, gebunden&amp;#039;&amp;#039;; schwach aber die, von denen das Imperfekt auf &amp;#039;&amp;#039;-te&amp;#039;&amp;#039; oder bei Stämmen auf &amp;#039;&amp;#039;d, t&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;muta + m&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;-ete&amp;#039;&amp;#039; und das zweite Partizip auf &amp;#039;&amp;#039;-t&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-et&amp;#039;&amp;#039; gebildet wird: &amp;#039;&amp;#039;ich lebe, ich lebte, gelebt; ich rede, ich redete, geredet&amp;#039;&amp;#039; //3. 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		<title>DeletedUser am 25. Juli 2017 um 12:05 Uhr</title>
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 25. Juli 2017 um 12:04 Uhr</title>
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		<updated>2017-07-25T12:04:05Z</updated>

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Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &#039;&#039;ich redte&#039;&#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &#039;&#039;des ehrengeachten Herrn N. N.&#039;&#039; — Aber auch in der Schriftsprache ist es unnatürlich, wenn bei andern als den oben genannten Stämmen (&#039;&#039;reden,retten, leugnen&#039;&#039;) diese zerdehnte Form erscheint: &#039;&#039;ich lobte, gelobt, du lobst, er-, ihr lobt&#039;&#039; heißt es, nicht &#039;&#039;lobete, gelobet, du lobest, er lobet&#039;&#039;, wenn auch seit Adelung noch von manchem Grammatiker die zweite Form der ersten gleichgestellt wird.// Die schwache Biegung, die nach der noch vorherrschenden Erklärung auf Zusammensetzung mit dem Stamm von &#039;&#039;tun&#039;&#039; beruht (&#039;&#039;ich liebte&#039;&#039; etwa = &#039;&#039;ich lieben tat&#039;&#039;), ist die jüngere, überwiegt aber jetzt durchaus und ist gegen- $Seite 89$ über der starken, die sich durch reichen Lautwechsel in viele Unterabteilungen spaltet, so einheitlich, geschlossen und durchsichtig, daß sie durch ihre schon dadurch gewonnene Kraft, als Muster zu wirken, gar manchmal Redende und Schreibende verführt, ihre Art im BedürfnisfaIl auf starke Verben auszudehnen, besonders auf nicht zu häufig vorkommende. Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden Verlust und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem starken geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;bequemeren — Bezeichnung vom Präteritum auch etwas weiß, wird unten meine Darstellung der Tempuslehre zeigen; es sei aber auch gleich hier für solche Germanisten bemerkt, welche das alleinige Heil in der Anwendung des zweiten Ausdruckes erblicken.// (die erste Vergangenheit) durch Ablaut und das zweite Partizipium (das Mittelwort der Vergangenheit) mit der Endung &#039;&#039;-en&#039;&#039; gebildet wird: &#039;&#039;ich liege, ich lag, gelegen; ich binde, ich band, gebunden&#039;&#039;; schwach aber die, von denen das Imperfekt auf &#039;&#039;-te&#039;&#039; oder bei Stämmen auf &#039;&#039;d, t&#039;&#039; oder &#039;&#039;muta + m&#039;&#039; oder &#039;&#039;n&#039;&#039; auf &#039;&#039;-ete&#039;&#039; und das zweite Partizip auf &#039;&#039;-t&#039;&#039; oder &#039;&#039;-et&#039;&#039; gebildet wird: &#039;&#039;ich lebe, ich lebte, gelebt; ich rede, ich redete, geredet&#039;&#039; //3. Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &#039;&#039;ich redte&#039;&#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &#039;&#039;des ehrengeachten Herrn N. N.&#039;&#039; — Aber auch in der Schriftsprache ist es unnatürlich, wenn bei andern als den oben genannten Stämmen (&#039;&#039;reden,retten, leugnen&#039;&#039;) diese zerdehnte Form erscheint: &#039;&#039;ich lobte, gelobt, du lobst, er-, ihr lobt&#039;&#039; heißt es, nicht &#039;&#039;lobete, gelobet, du lobest, er lobet&#039;&#039;, wenn auch seit Adelung noch von manchem Grammatiker die zweite Form der ersten gleichgestellt wird.// Die schwache Biegung, die nach der noch vorherrschenden Erklärung auf Zusammensetzung mit dem Stamm von &#039;&#039;tun&#039;&#039; beruht (&#039;&#039;ich liebte&#039;&#039; etwa = &#039;&#039;ich lieben tat&#039;&#039;), ist die jüngere, überwiegt aber jetzt durchaus und ist gegen- $Seite 89$ über der starken, die sich durch reichen Lautwechsel in viele Unterabteilungen spaltet, so einheitlich, geschlossen und durchsichtig, daß sie durch ihre schon dadurch gewonnene Kraft, als Muster zu wirken, gar manchmal Redende und Schreibende verführt, ihre Art im BedürfnisfaIl auf starke Verben auszudehnen, besonders auf nicht zu häufig vorkommende. 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 15. Juli 2017 um 17:13 Uhr</title>
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		<updated>2017-07-15T17:13:41Z</updated>

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Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &amp;#039;&amp;#039;ich redte&amp;#039;&amp;#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &amp;#039;&amp;#039;des ehrengeachten Herrn N. N.&amp;#039;&amp;#039; — Aber auch in der Schriftsprache ist es unnatürlich, wenn bei andern als den oben genannten Stämmen (&amp;#039;&amp;#039;reden,retten, leugnen&amp;#039;&amp;#039;) diese zerdehnte Form erscheint: &amp;#039;&amp;#039;ich lobte, gelobt, du lobst, er-, ihr lobt&amp;#039;&amp;#039; heißt es, nicht &amp;#039;&amp;#039;lobete, gelobet, du lobest, er lobet&amp;#039;&amp;#039;, wenn auch seit Adelung noch von manchem Grammatiker die zweite Form der ersten gleichgestellt wird.// Die schwache Biegung, die nach der noch vorherrschenden Erklärung auf Zusammensetzung mit dem Stamm von &amp;#039;&amp;#039;tun&amp;#039;&amp;#039; beruht (&amp;#039;&amp;#039;ich liebte&amp;#039;&amp;#039; etwa = &amp;#039;&amp;#039;ich lieben tat&amp;#039;&amp;#039;), ist die jüngere, überwiegt aber jetzt durchaus und ist gegen- $Seite 89$ über der starken, die sich durch reichen Lautwechsel in viele Unterabteilungen spaltet, so einheitlich, geschlossen und durchsichtig, daß sie durch ihre schon dadurch gewonnene Kraft, als Muster zu wirken, gar manchmal Redende und Schreibende verführt, ihre Art im BedürfnisfaIl auf starke Verben auszudehnen, besonders auf nicht zu häufig vorkommende. Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden Verlust und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem starken geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;bequemeren — Bezeichnung vom Präteritum auch etwas weiß, wird unten meine Darstellung der Tempuslehre zeigen; es sei aber auch gleich hier für — solche Germanisten bemerkt, welche das alleinige Heil in der Anwendung des zweiten Ausdruckes erblicken.// (die erste Vergangenheit) durch Ablaut und das zweite Partizipium (das Mittelwort der Vergangenheit) mit der Endung &amp;#039;&amp;#039;-en&amp;#039;&amp;#039; gebildet wird: &amp;#039;&amp;#039;ich liege, ich lag, gelegen; ich binde, ich band, gebunden&amp;#039;&amp;#039;; schwach aber die, von denen das Imperfekt auf &amp;#039;&amp;#039;-te&amp;#039;&amp;#039; oder bei Stämmen auf &amp;#039;&amp;#039;d, t&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;muta + m&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;-ete&amp;#039;&amp;#039; und das zweite Partizip auf &amp;#039;&amp;#039;-t&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-et&amp;#039;&amp;#039; gebildet wird: &amp;#039;&amp;#039;ich lebe, ich lebte, gelebt; ich rede, ich redete, geredet&amp;#039;&amp;#039; //3). Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &amp;#039;&amp;#039;ich redte&amp;#039;&amp;#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &amp;#039;&amp;#039;des ehrengeachten Herrn N. 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Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden Verlust und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem starken geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 15. Juli 2017 um 16:27 Uhr</title>
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		<updated>2017-07-15T16:27:43Z</updated>

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		<title>DeletedUser am 2. März 2017 um 14:58 Uhr</title>
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		<updated>2017-03-02T14:58:00Z</updated>

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Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &amp;#039;&amp;#039;ich redte&amp;#039;&amp;#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &amp;#039;&amp;#039;des ehrengeachten Herrn N. N.&amp;#039;&amp;#039; — Aber auch in der Schriftsprache ist es unnatürlich, wenn bei andern als den oben genannten Stämmen (&amp;#039;&amp;#039;reden,retten, leugnen&amp;#039;&amp;#039;) diese zerdehnte Form erscheint: &amp;#039;&amp;#039;ich lobte, gelobt, du lobst, er-, ihr lobt&amp;#039;&amp;#039; heißt es, nicht &amp;#039;&amp;#039;lobete, gelobet, du lobest, er lobet&amp;#039;&amp;#039;, wenn auch seit Adelung noch von manchem Grammatiker die zweite Form der ersten gleichgestellt wird.// Die schwache Biegung, die nach der noch vorherrschenden Erklärung auf Zusammensetzung mit dem Stamm von &amp;#039;&amp;#039;tun&amp;#039;&amp;#039; beruht (&amp;#039;&amp;#039;ich liebte&amp;#039;&amp;#039; etwa = &amp;#039;&amp;#039;ich lieben tat&amp;#039;&amp;#039;), ist die jüngere, überwiegt aber jetzt durchaus und ist gegen- $Seite 89$ über der starken, die sich durch reichen Lautwechsel in viele Unterabteilungen spaltet, so einheitlich, geschlossen und durchsichtig, daß sie durch ihre schon dadurch gewonnene Kraft, als Muster zu wirken, gar manchmal Redende und Schreibende verführt, ihre Art im BedürfnisfaIl auf starke Verben auszudehnen, besonders auf nicht zu häufig vorkommende. Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden Verlust und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem starken geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;bequemeren — Bezeichnung vom Präteritum auch etwas weiß, wird unten meine Darstellung der Tempuslehre zeigen; es sei aber auch gleich hier für — solche Germanisten bemerkt, welche das alleinige Heil in der Anwendung des zweiten Ausdruckes erblicken.// (die erste Vergangenheit) durch Ablaut und das zweite Partizipium (das Mittelwort der Vergangenheit) mit der Endung &amp;#039;&amp;#039;-en&amp;#039;&amp;#039; gebildet wird: &amp;#039;&amp;#039;ich liege, ich lag, gelegen; ich binde, ich band, gebunden&amp;#039;&amp;#039;; schwach aber die, von denen das Imperfekt auf &amp;#039;&amp;#039;-te&amp;#039;&amp;#039; oder bei Stämmen auf &amp;#039;&amp;#039;d, t&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;muta + m&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;-ete&amp;#039;&amp;#039; und das zweite Partizip auf &amp;#039;&amp;#039;-t&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-et&amp;#039;&amp;#039; gebildet wird: &amp;#039;&amp;#039;ich lebe, ich lebte, gelebt; ich rede, ich redete, geredet&amp;#039;&amp;#039; //3). Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &amp;#039;&amp;#039;ich redte&amp;#039;&amp;#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &amp;#039;&amp;#039;des ehrengeachten Herrn N. N.&amp;#039;&amp;#039; — Aber auch in der Schriftsprache ist es unnatürlich, wenn bei andern als den oben genannten Stämmen (&amp;#039;&amp;#039;reden,retten, leugnen&amp;#039;&amp;#039;) diese zerdehnte Form erscheint: &amp;#039;&amp;#039;ich lobte, gelobt, du lobst, er-, ihr lobt&amp;#039;&amp;#039; heißt es, nicht &amp;#039;&amp;#039;lobete, gelobet, du lobest, er lobet&amp;#039;&amp;#039;, wenn auch seit Adelung noch von manchem Grammatiker die zweite Form der ersten gleichgestellt wird.// Die schwache Biegung, die nach der noch vorherrschenden Erklärung auf Zusammensetzung mit dem Stamm von &amp;#039;&amp;#039;tun&amp;#039;&amp;#039; beruht (&amp;#039;&amp;#039;ich liebte&amp;#039;&amp;#039; etwa = &amp;#039;&amp;#039;ich lieben tat&amp;#039;&amp;#039;), ist die jüngere, überwiegt aber jetzt durchaus und ist gegen- $Seite 89$ über der starken, die sich durch reichen Lautwechsel in viele Unterabteilungen spaltet, so einheitlich, geschlossen und durchsichtig, daß sie durch ihre schon dadurch gewonnene Kraft, als Muster zu wirken, gar manchmal Redende und Schreibende verführt, ihre Art im BedürfnisfaIl auf starke Verben auszudehnen, besonders auf nicht zu häufig vorkommende. Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden Verlust und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem starken geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 30. Dezember 2016 um 14:31 Uhr</title>
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Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &amp;#039;&amp;#039;ich redte&amp;#039;&amp;#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &amp;#039;&amp;#039;des ehrengeachten Herrn N. N.&amp;#039;&amp;#039; — Aber auch in der Schriftsprache ist es unnatürlich, wenn bei andern als den oben genannten Stämmen (&amp;#039;&amp;#039;reden,retten, leugnen&amp;#039;&amp;#039;) diese zerdehnte Form erscheint: &amp;#039;&amp;#039;ich lobte, gelobt, du lobst, er-, ihr lobt&amp;#039;&amp;#039; heißt es, nicht &amp;#039;&amp;#039;lobete, gelobet, du lobest, er lobet&amp;#039;&amp;#039;, wenn auch seit Adelung noch von manchem Grammatiker die zweite Form der ersten gleichgestellt wird.// Die schwache Biegung, die nach der noch vorherrschenden Erklärung auf Zusammensetzung mit dem Stamm von &amp;#039;&amp;#039;tun&amp;#039;&amp;#039; beruht (&amp;#039;&amp;#039;ich liebte&amp;#039;&amp;#039; etwa = &amp;#039;&amp;#039;ich lieben tat&amp;#039;&amp;#039;), ist die jüngere, überwiegt aber jetzt durchaus und ist gegen- $Seite 89$ über der starken, die sich durch reichen Lautwechsel in viele Unterabteilungen spaltet, so einheitlich, geschlossen und durchsichtig, daß sie durch ihre schon dadurch gewonnene Kraft, als Muster zu wirken, gar manchmal Redende und Schreibende verführt, ihre Art im BedürfnisfaIl auf starke Verben auszudehnen, besonders auf nicht zu häufig vorkommende. Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden Verlust und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem starken geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;bequemeren — Bezeichnung vom Präteritum auch etwas weiß, wird unten meine Darstellung der Tempuslehre zeigen; es sei aber auch gleich hier für — solche Germanisten bemerkt, welche das alleinige Heil in der Anwendung des zweiten Ausdruckes erblicken.// (die erste Vergangenheit) durch Ablaut und das zweite Partizipium (das Mittelwort der Vergangenheit) mit der Endung &amp;#039;&amp;#039;-en&amp;#039;&amp;#039; gebildet wird: &amp;#039;&amp;#039;ich liege, ich lag, gelegen; ich binde, ich band, gebunden&amp;#039;&amp;#039;; schwach aber die, von denen das Imperfekt auf &amp;#039;&amp;#039;-te&amp;#039;&amp;#039; oder bei Stämmen auf &amp;#039;&amp;#039;d, t&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;muta + m&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;-ete&amp;#039;&amp;#039; und das zweite Partizip auf &amp;#039;&amp;#039;-t&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-et&amp;#039;&amp;#039; gebildet wird: &amp;#039;&amp;#039;ich lebe, ich lebte, gelebt; ich rede, ich redete, geredet&amp;#039;&amp;#039; //3). 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Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &#039;&#039;ich redte&#039;&#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &#039;&#039;des ehrengeachten Herrn N. N.&#039;&#039; — Aber auch in der Schriftsprache ist es unnatürlich, wenn bei andern als den oben genannten Stämmen (&#039;&#039;reden,retten, leugnen&#039;&#039;) diese zerdehnte Form erscheint: &#039;&#039;ich lobte, gelobt, du lobst, er-, ihr lobt&#039;&#039; heißt es, nicht &#039;&#039;lobete, gelobet, du lobest, er lobet&#039;&#039;, wenn auch seit Adelung noch von manchem Grammatiker die zweite Form der ersten gleichgestellt wird.// Die schwache Biegung, die nach der noch vorherrschenden Erklärung auf Zusammensetzung mit dem Stamm von &#039;&#039;tun&#039;&#039; beruht (&#039;&#039;ich liebte &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;etwa&lt;/del&gt;&#039;&#039; = &#039;&#039;ich lieben tat&#039;&#039;), ist die jüngere, überwiegt aber jetzt durchaus und ist gegen- $Seite 89$ über der starken, die sich durch reichen Lautwechsel in viele Unterabteilungen spaltet, so einheitlich, geschlossen und durchsichtig, daß sie durch ihre schon dadurch gewonnene Kraft, als Muster zu wirken, gar manchmal Redende und Schreibende verführt, ihre Art im BedürfnisfaIl auf starke Verben auszudehnen, besonders auf nicht zu häufig vorkommende. Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden Verlust und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem starken geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;bequemeren — Bezeichnung vom Präteritum auch etwas weiß, wird unten meine Darstellung der Tempuslehre zeigen; es sei aber auch gleich hier für — solche Germanisten bemerkt, welche das alleinige Heil in der Anwendung des zweiten Ausdruckes erblicken.// (die erste Vergangenheit) durch Ablaut und das zweite Partizipium (das Mittelwort der Vergangenheit) mit der Endung &#039;&#039;-en&#039;&#039; gebildet wird: &#039;&#039;ich liege, ich lag, gelegen; ich binde, ich band, gebunden&#039;&#039;; schwach aber die, von denen das Imperfekt auf &#039;&#039;-te&#039;&#039; oder bei Stämmen auf &#039;&#039;d, t&#039;&#039; oder &#039;&#039;muta + m&#039;&#039; oder &#039;&#039;n&#039;&#039; auf &#039;&#039;-ete&#039;&#039; und das zweite Partizip auf &#039;&#039;-t&#039;&#039; oder &#039;&#039;-et&#039;&#039; gebildet wird: &#039;&#039;ich lebe, ich lebte, gelebt; ich rede, ich redete, geredet&#039;&#039; //3). Diese Bildung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, daß dem Papiermenschen z. B. ein richtigeres ursprünglicheres &#039;&#039;ich redte&#039;&#039; bei Gellert befremdlich vorkommt. Im Volke hört man freilich derartiges noch, in Süddeutschland auch in besserer Umgangssprache; über Berchtesgaden bei Gern steht auf gut stilisierter und ausgeführter Tafel: &#039;&#039;des ehrengeachten Herrn N. 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Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden Verlust und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem starken geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 16. November 2016 um 14:44 Uhr</title>
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		<updated>2016-11-16T14:44:24Z</updated>

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N.&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;— Aber auch in der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Schriftsprache &lt;/ins&gt;ist es unnatürlich, wenn bei andern als den oben genannten Stämmen (&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;reden,retten, leugnen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) diese zerdehnte Form erscheint: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ich lobte, gelobt, du lobst, er-, ihr lobt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;heißt es, nicht &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;lobete, gelobet, du lobest, er lobet&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, wenn auch seit Adelung noch von manchem Grammatiker die zweite Form der ersten gleichgestellt wird.// Die schwache Biegung, die nach der noch vorherrschenden Erklärung auf Zusammensetzung mit dem Stamm von &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;tun&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;beruht (&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ich liebte etwa&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;= &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ich lieben tat&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;), ist die jüngere, überwiegt aber jetzt durchaus und ist gegen- $Seite 89$ über der starken, die sich durch reichen Lautwechsel in viele Unterabteilungen spaltet, so einheitlich, geschlossen und durchsichtig, daß sie durch ihre schon dadurch gewonnene Kraft, als Muster zu wirken, gar manchmal Redende und Schreibende verführt, ihre Art im BedürfnisfaIl auf starke Verben &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;auszudehnen&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;besonders &lt;/ins&gt;auf nicht zu häufig vorkommende. Sie handeln dann vereinzelt noch im vorgerücktem Alter, wie überaus oft die — Kinder, die jeder kann hundertfältig schwache Mißbildungen hervorbringen hören, ehe sie nach immer wiederholtem Hören des Richtigen die schwierigen starken Formen zu sicherer Verfügung haben. Darum sind aber auch solche Formen, wenn sie vereinzelt im Schrifttum auftreten, zu rügen; denn während vor reichlich hundert Jahren der alte Adelung in dem Vordringen schwacher Formen, die ihm die allein regelmäßigen waren, in starke Stämme, die er ebenso allgemein als unregelmäßig ansah, eine Verfeinerung durch die aufgeklärteste und ausgebildetste deutsche Mundart erblickte, empfinden wir die freilich nicht zu leugnende Bedrohung der starken Biegung als einen dem Formenreichtum und der Klangschönheit der Sprache drohenden &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verlust &lt;/ins&gt;und wehren ihm möglichst, freuen uns dagegen doppelt über ein oder das andere Zeitwort, das aus einem ursprünglich schwachen zu einem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;starken &lt;/ins&gt;geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>Soder: Soder verschob die Seite Matthias(1929) Das Zeitwort (Verbum). Arten der Konjugation nach Matthias(1929) Das Zeitwort (Verbum) Arten der Konjugation, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen</title>
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