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	<title>Matthias(1929) Wortzusammensetzung (Einleitung) - Versionsgeschichte</title>
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		<title>DeletedUser am 26. Juni 2017 um 16:19 Uhr</title>
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Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren Ausdruck aufgelöst werden, wie z. B. &#039;&#039;Lindenbaum&#039;&#039; eine Baumart ist, die &#039;&#039;Linde&#039;&#039; heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das Grundwort. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: &#039;&#039;Königsthron, Ärztetag&#039;&#039;. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet gewonnen hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung überhaupt fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher Deklination des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende &#039;&#039;n&#039;&#039;-Form oder die wegen eines ursprünglichen &#039;&#039;i&#039;&#039; im Stammauslaut eingetretene umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils genetivisch, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (&#039;&#039;Fahnenträger, Tannenbaum, Gänsebrust&#039;&#039;). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese Bewegung sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie &#039;&#039;deutsche Bankengruppe, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter&#039;&#039;, so übel das doppelte &#039;&#039;-enen&#039;&#039; klingt, &#039;&#039;Vögeleier, Bäumegruppen, Städte&#039;&#039;(!)&#039;&#039;anlagen des Altertums, die Burg&#039;&#039;(!)anlagen&#039;&#039; gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine Mehrzahl sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. Nur bei Zusammensetzungen mit Eigenschafts- und Mittelwörtern herrscht die Mehrzahlform heut: &#039;&#039;Krankenhaus, Abgeordnetenhaus&#039;&#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Die zweite Art, auf die jetzt hauptsächlich Wörter entstehen, ist die Zusammensetzung, d. h. die Art der Wortbildung, in der sich mehrere einzeln völlig verständliche selbständige Sprachgebilde, Wörter oder Stämme, zu einem neuen Worte vereinigen: &#039;&#039;Seebad&#039;&#039;: &#039;&#039;daß das Mädchen nicht zu lange seebadet&#039;&#039;! Recht schwierig ist hier besonders für zusammengesetzte Haupt- und Eigenschaftswörter die Frage zu beantworten, wann und wie die Stelle kenntlich zu machen sei, an der die beiden Teile der Zusammensetzungen, das vorangehende Bestimmungs- und das nachfolgende Grundwort, zusammengeschweißt werden. Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren Ausdruck aufgelöst werden, wie z. B. &#039;&#039;Lindenbaum&#039;&#039; eine Baumart ist, die &#039;&#039;Linde&#039;&#039; heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das Grundwort. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: &#039;&#039;Königsthron, Ärztetag&#039;&#039;. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet gewonnen hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung überhaupt fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher Deklination des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende &#039;&#039;n&#039;&#039;-Form oder die wegen eines ursprünglichen &#039;&#039;i&#039;&#039; im Stammauslaut eingetretene umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils genetivisch, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (&#039;&#039;Fahnenträger, Tannenbaum, Gänsebrust&#039;&#039;). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese Bewegung sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie &#039;&#039;deutsche Bankengruppe, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter&#039;&#039;, so übel das doppelte &#039;&#039;-enen&#039;&#039; klingt, &#039;&#039;Vögeleier, Bäumegruppen, Städte&#039;&#039;(!)&#039;&#039;anlagen des Altertums, die Burg&#039;&#039;(!)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;anlagen&#039;&#039; gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine Mehrzahl sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. Nur bei Zusammensetzungen mit Eigenschafts- und Mittelwörtern herrscht die Mehrzahlform heut: &#039;&#039;Krankenhaus, Abgeordnetenhaus&#039;&#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>DeletedUser am 26. Juni 2017 um 16:18 Uhr</title>
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Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren Ausdruck aufgelöst werden, wie z. B. &#039;&#039;Lindenbaum&#039;&#039; eine Baumart ist, die Linde heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das Grundwort. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: &#039;&#039;Königsthron, Ärztetag&#039;&#039;. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet gewonnen hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung überhaupt fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher Deklination des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende &#039;&#039;n&#039;&#039;-Form oder die wegen eines ursprünglichen &#039;&#039;i&#039;&#039; im Stammauslaut eingetretene umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils genetivisch, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (&#039;&#039;Fahnenträger, Tannenbaum, Gänsebrust&#039;&#039;). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese Bewegung sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie &#039;&#039;deutsche Bankengruppe, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter&#039;&#039;, so übel das doppelte &#039;&#039;-enen&#039;&#039; klingt, &#039;&#039;Vögeleier, Bäumegruppen, Städte(!)anlagen des Altertums, die Burg(!)anlagen&#039;&#039; gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine Mehrzahl sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. Nur bei Zusammensetzungen mit Eigenschafts- und Mittelwörtern herrscht die Mehrzahlform heut: &#039;&#039;Krankenhaus, Abgeordnetenhaus&#039;&#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Die zweite Art, auf die jetzt hauptsächlich Wörter entstehen, ist die Zusammensetzung, d. h. die Art der Wortbildung, in der sich mehrere einzeln völlig verständliche selbständige Sprachgebilde, Wörter oder Stämme, zu einem neuen Worte vereinigen: &#039;&#039;Seebad&#039;&#039;: &#039;&#039;daß das Mädchen nicht zu lange seebadet&#039;&#039;! Recht schwierig ist hier besonders für zusammengesetzte Haupt- und Eigenschaftswörter die Frage zu beantworten, wann und wie die Stelle kenntlich zu machen sei, an der die beiden Teile der Zusammensetzungen, das vorangehende Bestimmungs- und das nachfolgende Grundwort, zusammengeschweißt werden. Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren Ausdruck aufgelöst werden, wie z. B. &#039;&#039;Lindenbaum&#039;&#039; eine Baumart ist, die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Linde&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;heißt. 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 24. Januar 2017 um 13:15 Uhr</title>
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Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren Ausdruck aufgelöst werden, wie z. B. &amp;#039;&amp;#039;Lindenbaum&amp;#039;&amp;#039; eine Baumart ist, die Linde heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das Grundwort. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: &amp;#039;&amp;#039;Königsthron, Ärztetag&amp;#039;&amp;#039;. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet gewonnen hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung überhaupt fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher Deklination des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Form oder die wegen eines ursprünglichen &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; im Stammauslaut eingetretene umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils genetivisch, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (&amp;#039;&amp;#039;Fahnenträger, Tannenbaum, Gänsebrust&amp;#039;&amp;#039;). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese Bewegung sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie &amp;#039;&amp;#039;deutsche Bankengruppe, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter&amp;#039;&amp;#039;, so übel das doppelte &amp;#039;&amp;#039;-enen&amp;#039;&amp;#039; klingt, &amp;#039;&amp;#039;Vögeleier, Bäumegruppen, Städte(!)anlagen des Altertums, die Burg(!)anlagen&amp;#039;&amp;#039; gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine Mehrzahl sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. 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Recht schwierig ist hier besonders für zusammengesetzte Haupt- und Eigenschaftswörter die Frage zu beantworten, wann und wie die Stelle kenntlich zu machen sei, an der die beiden Teile der Zusammensetzungen, das vorangehende Bestimmungs- und das nachfolgende Grundwort, zusammengeschweißt werden. Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren Ausdruck aufgelöst werden, wie z. B. &amp;#039;&amp;#039;Lindenbaum&amp;#039;&amp;#039; eine Baumart ist, die Linde heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das Grundwort. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: &amp;#039;&amp;#039;Königsthron, Ärztetag&amp;#039;&amp;#039;. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet gewonnen hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung überhaupt fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher Deklination des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Form oder die wegen eines ursprünglichen &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; im Stammauslaut eingetretene umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils genetivisch, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (&amp;#039;&amp;#039;Fahnenträger, Tannenbaum, Gänsebrust&amp;#039;&amp;#039;). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese Bewegung sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie &amp;#039;&amp;#039;deutsche Bankengruppe, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter&amp;#039;&amp;#039;, so übel das doppelte &amp;#039;&amp;#039;-enen&amp;#039;&amp;#039; klingt, &amp;#039;&amp;#039;Vögeleier, Bäumegruppen, Städte(!)anlagen des Altertums, die Burg(!)anlagen&amp;#039;&amp;#039; gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine Mehrzahl sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. Nur bei Zusammensetzungen mit Eigenschafts- und Mittelwörtern herrscht die Mehrzahlform heut: &amp;#039;&amp;#039;Krankenhaus, Abgeordnetenhaus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 20. Oktober 2016 um 09:43 Uhr</title>
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Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren Ausdruck aufgelöst werden, wie z. B. &amp;#039;&amp;#039;Lindenbaum&amp;#039;&amp;#039; eine Baumart ist, die Linde heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das Grundwort. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: &amp;#039;&amp;#039;Königsthron, Ärztetag&amp;#039;&amp;#039;. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet gewonnen hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung überhaupt fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher Deklination des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Form oder die wegen eines ursprünglichen &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; im Stammauslaut eingetretene umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils genetivisch, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (&amp;#039;&amp;#039;Fahnenträger, Tannenbaum, Gänsebrust&amp;#039;&amp;#039;). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese Bewegung sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie &amp;#039;&amp;#039;deutsche Bankengruppe, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter&amp;#039;&amp;#039;, so übel das doppelte &amp;#039;&amp;#039;-enen&amp;#039;&amp;#039; klingt, &amp;#039;&amp;#039;Vögeleier, Bäumegruppen, Städte(!)anlagen des Altertums, die Burg(!)anlagen&amp;#039;&amp;#039; gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine Mehrzahl sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. Nur bei Zusammensetzungen mit Eigenschafts- und Mittelwörtern herrscht die Mehrzahlform heut: &amp;#039;&amp;#039;Krankenhaus, Abgeordnetenhaus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Die zweite Art, auf die jetzt hauptsächlich Wörter entstehen, ist die Zusammensetzung, d. h. die Art der Wortbildung, in der sich mehrere einzeln völlig verständliche selbständige Sprachgebilde, Wörter oder Stämme, zu einem neuen Worte vereinigen: &amp;#039;&amp;#039;Seebad&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;daß das Mädchen nicht zu lange seebadet&amp;#039;&amp;#039;! Recht schwierig ist hier besonders für zusammengesetzte Haupt- und Eigenschaftswörter die Frage zu beantworten, wann und wie die Stelle kenntlich zu machen sei, an der die beiden Teile der Zusammensetzungen, das vorangehende Bestimmungs- und das nachfolgende Grundwort, zusammengeschweißt werden. Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren Ausdruck aufgelöst werden, wie z. B. &amp;#039;&amp;#039;Lindenbaum&amp;#039;&amp;#039; eine Baumart ist, die Linde heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das Grundwort. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: &amp;#039;&amp;#039;Königsthron, Ärztetag&amp;#039;&amp;#039;. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet gewonnen hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung überhaupt fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher Deklination des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Form oder die wegen eines ursprünglichen &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; im Stammauslaut eingetretene umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils genetivisch, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (&amp;#039;&amp;#039;Fahnenträger, Tannenbaum, Gänsebrust&amp;#039;&amp;#039;). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese Bewegung sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie &amp;#039;&amp;#039;deutsche Bankengruppe, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter&amp;#039;&amp;#039;, so übel das doppelte &amp;#039;&amp;#039;-enen&amp;#039;&amp;#039; klingt, &amp;#039;&amp;#039;Vögeleier, Bäumegruppen, Städte(!)anlagen des Altertums, die Burg(!)anlagen&amp;#039;&amp;#039; gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine Mehrzahl sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. Nur bei Zusammensetzungen mit Eigenschafts- und Mittelwörtern herrscht die Mehrzahlform heut: &amp;#039;&amp;#039;Krankenhaus, Abgeordnetenhaus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>DeletedUser am 20. Oktober 2016 um 09:40 Uhr</title>
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Recht schwierig ist hier besonders für &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zu-sammengesetzte &lt;/del&gt;Haupt- und Eigenschaftswörter die Frage zu beantworten, wann und wie die Stelle kenntlich zu machen sei, an der die beiden Teile der Zusammensetzungen, das vorangehende Bestimmungs- und das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;nach-folgende &lt;/del&gt;Grundwort, zusammengeschweißt werden. Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Aus-druck &lt;/del&gt;aufgelöst werden, wie z. B. Lindenbaum eine Baumart ist, die Linde heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Grund-wort&lt;/del&gt;. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: Königsthron, Ärztetag. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ge-wonnen &lt;/del&gt;hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;über-haupt &lt;/del&gt;fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Deklina-tion &lt;/del&gt;des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende n-Form oder die wegen eines ursprünglichen i im Stammauslaut &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;einge-tretene &lt;/del&gt;umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gene-tivisch&lt;/del&gt;, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (Fahnenträger, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Tan-nenbaum&lt;/del&gt;, Gänsebrust). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Be-wegung &lt;/del&gt;sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie deutsche &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Banken-gruppe&lt;/del&gt;, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter, so übel das doppelte -enen klingt, Vögeleier, Bäumegruppen, Städte(!)&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;an-lagen &lt;/del&gt;des Altertums, die Burg(!)anlagen gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Mehr-zahl &lt;/del&gt;sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. Nur bei Zusammensetzungen mit Eigenschafts- und Mittelwörtern herrscht die Mehrzahlform heut: Krankenhaus, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Abgeord-netenhaus&lt;/del&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Die zweite Art, auf die jetzt hauptsächlich Wörter entstehen, ist die Zusammensetzung, d. h. die Art der Wortbildung, in der sich mehrere einzeln völlig verständliche selbständige Sprachgebilde, Wörter oder Stämme, zu einem neuen Worte vereinigen: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Seebad&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;daß das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Mädchen &lt;/ins&gt;nicht zu lange seebadet&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;! Recht schwierig ist hier besonders für &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zusammengesetzte &lt;/ins&gt;Haupt- und Eigenschaftswörter die Frage zu beantworten, wann und wie die Stelle kenntlich zu machen sei, an der die beiden Teile der Zusammensetzungen, das vorangehende Bestimmungs- und das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;nachfolgende &lt;/ins&gt;Grundwort, zusammengeschweißt werden. Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ausdruck &lt;/ins&gt;aufgelöst werden, wie z. B. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Lindenbaum&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;eine Baumart ist, die Linde heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Grundwort&lt;/ins&gt;. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Königsthron, Ärztetag&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gewonnen &lt;/ins&gt;hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;überhaupt &lt;/ins&gt;fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Deklination &lt;/ins&gt;des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;n&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;-Form oder die wegen eines ursprünglichen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;i&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;im Stammauslaut &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;eingetretene &lt;/ins&gt;umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;genetivisch&lt;/ins&gt;, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Fahnenträger, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Tannenbaum&lt;/ins&gt;, Gänsebrust&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bewegung &lt;/ins&gt;sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;deutsche &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bankengruppe&lt;/ins&gt;, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, so übel das doppelte &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;-enen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;klingt, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Vögeleier, Bäumegruppen, Städte(!)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;anlagen &lt;/ins&gt;des Altertums, die Burg(!)anlagen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Mehrzahl &lt;/ins&gt;sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. Nur bei Zusammensetzungen mit Eigenschafts- und Mittelwörtern herrscht die Mehrzahlform heut: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Krankenhaus, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Abgeordnetenhaus&#039;&#039;&lt;/ins&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 17. Oktober 2016 um 16:24 Uhr</title>
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<id>https://zweidat.kallimachos.de/index.php?title=Matthias(1929)_Wortzusammensetzung_(Einleitung)&amp;diff=2493&amp;oldid=prev</id>
		<title>Soder am 24. August 2016 um 15:16 Uhr</title>
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		<updated>2016-08-24T15:16:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Kapitel&lt;br /&gt;
|Überschrift=Wortzusammensetzung&lt;br /&gt;
|ErsteSeite=15&lt;br /&gt;
|LetzteSeite=16&lt;br /&gt;
|KapitelNummer=200&lt;br /&gt;
|WorkflowStatus=importiert&lt;br /&gt;
|KapitelText=§ 18. Die zweite Art, auf die jetzt hauptsächlich Wörter entstehen, ist die Zusammensetzung, d. h. die Art der Wortbildung, in der sich mehrere einzeln völlig verständliche selbständige Sprachgebilde, Wörter oder Stämme, zu einem neuen Worte vereinigen: Seebad: daß das Mäd-chen nicht zu lange seebadet! Recht schwierig ist hier besonders für zu-sammengesetzte Haupt- und Eigenschaftswörter die Frage zu beantworten, wann und wie die Stelle kenntlich zu machen sei, an der die beiden Teile der Zusammensetzungen, das vorangehende Bestimmungs- und das nach-folgende Grundwort, zusammengeschweißt werden. Vor allem gilt es dabei, $Seite 16$ die eigentliche und die uneigentliche Zusammensetzung auseinanderzuhalten. Die ältere ist die eigentliche Zusammensetzung; sie ist inniger und schafft eine unbestimmtere allgemeinere Bedeutung; auch kann sie gewöhnlich nicht durch ein Hauptwort mit Genetiv, sondern nur durch einen längeren Aus-druck aufgelöst werden, wie z. B. Lindenbaum eine Baumart ist, die Linde heißt. In dieser eigentlichen Zusammensetzung tritt das Bestimmungswort ohne jede Fall, Zahl oder Person bezeichnende Endung vor das Grund-wort. Die uneigentliche Zusammensetzung läuft ganz anders immer auf eine syntaktische und zwar meist eine genetivische Verbindung hinaus, und dementsprechend ist das Bestimmungswort hier ebenso gut ein Genetiv in der Einzahl wie in der Mehrzahl: Königsthron, Ärztetag. Verschiedenes hat dazu beigetragen, daß die zweite, jüngere Art immer mehr Gebiet ge-wonnen hat, auch solches, das zu Recht der anderen gehört; es beruht das darauf, daß die einst ganz seltene uneigentliche Zusammensetzung über-haupt fast an Stelle jeder möglichen Genetiv- oder ähnlichen Verbindung getreten ist. Das schon hierdurch gewonnene Übergewicht wird aber noch dadurch verstärkt, daß auch in zahlreichen eigentlichen Zusammensetzungen uneigentliche gesehen werden, weil die auf ursprünglich schwacher Deklina-tion des Bestimmungswortes oder bloßer Angleichung an diese beruhende n-Form oder die wegen eines ursprünglichen i im Stammauslaut einge-tretene umgelautete Form des Bestimmungswortes fälschlich teils gene-tivisch, teils und meist pluralisch aufgefaßt worden ist (Fahnenträger, Tan-nenbaum, Gänsebrust). Es ist also schließlich nur natürlich, wenn diese Be-wegung sich mit jetzt vordringenden Formen fortsetzt, wie deutsche Banken-gruppe, Speisenkarte, Äpfelwein, -baum, Gefangenentransport, -wächter, so übel das doppelte -enen klingt, Vögeleier, Bäumegruppen, Städte(!)an-lagen des Altertums, die Burg(!)anlagen gewesen sein sollen. Trotzdem soll sich der Einsichtige von dem Irrtum freihalten, auf dem alle diese jüngeren unnötigen Formen beruhen, daß nämlich das Bestimmungswort eine Mehr-zahl sein müsse, sobald sachlich an eine Mehrheit des bestimmenden Begriffs gedacht werden kann. Nur bei Zusammensetzungen mit Eigenschafts- und Mittelwörtern herrscht die Mehrzahlform heut: Krankenhaus, Abgeord-netenhaus.&lt;br /&gt;
|Buch=Matthias(1929)&lt;br /&gt;
|Scan=Datei:Matthias 1929-Gesamt.pdf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{ThemaSubobjekt‎&lt;br /&gt;
|Zweifelsfall=Wortbildung - Fugenelemente&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{ThemaSubobjekt‎&lt;br /&gt;
|Zweifelsfall=Zweifelsfall_Importplatzhalter&lt;br /&gt;
|Beispiel=Seebad, seebadet, Lindenbaum, Königsthron, Ärztetag, Fahnenträger, Tannenbaum, Gänsebrust, Bankengruppe, Speisenkarte, Äpfelwein, Äpfelbaum, Gefangenentransport, Gefangenenwächter, Vogeleier, Bäumegruppen, Städteanlagen, Burganlage, Krankenhaus, Abgeordnetenhaus&lt;br /&gt;
|Bezugsinstanz=alt, neu&lt;br /&gt;
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}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Soder</name></author>
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