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	<title>Matthias(1929) e als Zeichen der Zusammensetzung - Versionsgeschichte</title>
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		<title>DeletedUser am 20. März 2017 um 16:44 Uhr</title>
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Das Gesetz, daß das Bestimmungswort eigentlicher Zusammensetzungen — und solche liegt bei Wörtern mit verbalem erstem Teile immer vor — im Stamme erscheine, ist nämlich nicht buchstäblich vom Standpunkte der heutigen Sprache zu verstehen, auf dem freilich die Stämme von &#039;&#039;baden&#039;&#039; und &#039;&#039;pflegen&#039;&#039; so gut &#039;&#039;bad-, pfleg-&#039;&#039; heißen, wie von &#039;&#039;fallen&#039;&#039; und &#039;&#039;fahren fall-&#039;&#039; und &#039;&#039;fahr-&#039;&#039;. Erstens hat aber bei schwachen Verben bisweilen der ursprüngliche Bildungsvokal als Erinnerung eine hinterlassen//1&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;) &lt;/del&gt;Vgl. das § 18 über Gänsebrust Gesagte.//, so gleich in &#039;&#039;Zeigefinger, Pflegeanstalt&#039;&#039;. Sodann wird das Sprachgefühl öfter durch ein neben dem Verbum stehendes Substantivum auf &#039;&#039;e&#039;&#039; veranlaßt, dieses zugleich oder gar mehr zu berücksichtigen, wie bei &#039;&#039;Ruheplatz, Plag(e)geist, Scheidewand&#039;&#039;. Weiter gibt es viele sogenannte Heischeformen, für deren ersten Bestand, die Befehlsform, das &#039;&#039;e&#039;&#039; gerade das Erkennungszeichen ist, so &#039;&#039;Habedank, Wage-, Wendehals&#039;&#039;. Endlich birgt manch solches &#039;&#039;e&#039;&#039; den Rest des im allgemeinen freilich längst verloren gegangenen Zeichens der echten Zusammensetzung, eines alten &#039;&#039;a&#039;&#039;, und dies nicht nur in verbalen Zusammensetzungen wie &#039;&#039;Lesebuch, Sterbezimmer&#039;&#039;, sondern auch bei derartigen Substantivischen: &#039;&#039;Herzeleid, Hagestolz, Tagebuch, Badegast, Hundehütte&#039;&#039;. Eine dieser vier Entstehungsarten, dazu noch das Streben nach Wohllaut, das zwei hart aneinanderstoßende Stammsilben auseinanderhalten, vor allem aber die tönenden (weichen) Mitlaute (&#039;&#039;Weideplatz, Hebefest, Hegemeister, naseweis&#039;&#039;) erhalten sehen will, werden es dann rechtfertigen, wenn Schriftsprache und mittel- und norddeutsche Redeweise oft ein &#039;&#039;e&#039;&#039; haben, wo es die härtere süddeutsche ausstößt, so z. B. in &#039;&#039;Wartesaal, -halle, Haltestelle, Speisesaal&#039;&#039;. Deshalb ist nicht jede süddeutsche kürzere Form für die Schriftsprache verpönt, und ein Tiroler Landschaftsschilderer hat z. B. bei &#039;&#039;Schlittweg&#039;&#039; zur Seite &#039;&#039;Fahrweg&#039;&#039;, bei &#039;&#039;Reb-&#039;&#039; statt &#039;&#039;Rebengänge&#039;&#039; Goethes Vorgang und bei &#039;&#039;Rückkorb&#039;&#039; die auch in &#039;&#039;Rückgrat&#039;&#039; erhaltene kürzere Form zur Rechtfertigung. Durchaus herrschend ist die kurze Form in den Zusammensetzungen mit &#039;&#039;Elbe&#039;&#039;: &#039;&#039;Elbhöhen, Elbsandstein(gebirge)&#039;&#039; u. v. a. Aber W. Bölsches &#039;&#039;weicher Farbton &#039;&#039;ist, da hier nicht das Eigenschaftswort &#039;&#039;-farb&#039;&#039; vorliegt, so hart, wie seine &#039;&#039;Plakatensäule&#039;&#039; nach § 18 geradezu falsch gebildet ist//2&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;) &lt;/del&gt;Sprachgeschichtlich behandelt die Frage „Bad-Arzt oder Bade-Arzt&quot;?  auch K. Scheffler, Ztschr. des Deutschen Sprachvereins 1908, S. 458 f.//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Ähnlich weich, freilich ohne den falschen Glanz, Dichtern abgeborgt zu sein, erscheinen uns auch besonders mitteldeutsche, sächsische und schlesische Formen mit einem &#039;&#039;e&#039;&#039; zwischen Grund- und Bestimmungswort, wo es im allgemeinen fehlt, gleichviel ob der biedere Sachse von &#039;&#039;Mittewoche&#039;&#039; oder einer in Grimms Märchen von &#039;&#039;Pfannekuchen&#039;&#039; oder ein Drömlingspfarrer vom &#039;&#039;Schlachtefest&#039;&#039; redet. Aber einfach vorzuschreiben, &#039;&#039;Badarzt, Pfleganstalt, Sterbfall, Wegordnung&#039;&#039;, weil man nicht &#039;&#039;Heileanstalt&#039;&#039; sage, geht auch nicht an. Das Gesetz, daß das Bestimmungswort eigentlicher Zusammensetzungen — und solche liegt bei Wörtern mit verbalem erstem Teile immer vor — im Stamme erscheine, ist nämlich nicht buchstäblich vom Standpunkte der heutigen Sprache zu verstehen, auf dem freilich die Stämme von &#039;&#039;baden&#039;&#039; und &#039;&#039;pflegen&#039;&#039; so gut &#039;&#039;bad-, pfleg-&#039;&#039; heißen, wie von &#039;&#039;fallen&#039;&#039; und &#039;&#039;fahren fall-&#039;&#039; und &#039;&#039;fahr-&#039;&#039;. Erstens hat aber bei schwachen Verben bisweilen der ursprüngliche Bildungsvokal als Erinnerung eine hinterlassen//1 Vgl. das § 18 über Gänsebrust Gesagte.//, so gleich in &#039;&#039;Zeigefinger, Pflegeanstalt&#039;&#039;. Sodann wird das Sprachgefühl öfter durch ein neben dem Verbum stehendes Substantivum auf &#039;&#039;e&#039;&#039; veranlaßt, dieses zugleich oder gar mehr zu berücksichtigen, wie bei &#039;&#039;Ruheplatz, Plag(e)geist, Scheidewand&#039;&#039;. Weiter gibt es viele sogenannte Heischeformen, für deren ersten Bestand, die Befehlsform, das &#039;&#039;e&#039;&#039; gerade das Erkennungszeichen ist, so &#039;&#039;Habedank, Wage-, Wendehals&#039;&#039;. Endlich birgt manch solches &#039;&#039;e&#039;&#039; den Rest des im allgemeinen freilich längst verloren gegangenen Zeichens der echten Zusammensetzung, eines alten &#039;&#039;a&#039;&#039;, und dies nicht nur in verbalen Zusammensetzungen wie &#039;&#039;Lesebuch, Sterbezimmer&#039;&#039;, sondern auch bei derartigen Substantivischen: &#039;&#039;Herzeleid, Hagestolz, Tagebuch, Badegast, Hundehütte&#039;&#039;. Eine dieser vier Entstehungsarten, dazu noch das Streben nach Wohllaut, das zwei hart aneinanderstoßende Stammsilben auseinanderhalten, vor allem aber die tönenden (weichen) Mitlaute (&#039;&#039;Weideplatz, Hebefest, Hegemeister, naseweis&#039;&#039;) erhalten sehen will, werden es dann rechtfertigen, wenn Schriftsprache und mittel- und norddeutsche Redeweise oft ein &#039;&#039;e&#039;&#039; haben, wo es die härtere süddeutsche ausstößt, so z. B. in &#039;&#039;Wartesaal, -halle, Haltestelle, Speisesaal&#039;&#039;. Deshalb ist nicht jede süddeutsche kürzere Form für die Schriftsprache verpönt, und ein Tiroler Landschaftsschilderer hat z. B. bei &#039;&#039;Schlittweg&#039;&#039; zur Seite &#039;&#039;Fahrweg&#039;&#039;, bei &#039;&#039;Reb-&#039;&#039; statt &#039;&#039;Rebengänge&#039;&#039; Goethes Vorgang und bei &#039;&#039;Rückkorb&#039;&#039; die auch in &#039;&#039;Rückgrat&#039;&#039; erhaltene kürzere Form zur Rechtfertigung. Durchaus herrschend ist die kurze Form in den Zusammensetzungen mit &#039;&#039;Elbe&#039;&#039;: &#039;&#039;Elbhöhen, Elbsandstein(gebirge)&#039;&#039; u. v. a. Aber W. Bölsches &#039;&#039;weicher Farbton &#039;&#039;ist, da hier nicht das Eigenschaftswort &#039;&#039;-farb&#039;&#039; vorliegt, so hart, wie seine &#039;&#039;Plakatensäule&#039;&#039; nach § 18 geradezu falsch gebildet ist//2 Sprachgeschichtlich behandelt die Frage „Bad-Arzt oder Bade-Arzt&quot;?  auch K. Scheffler, Ztschr. des Deutschen Sprachvereins 1908, S. 458 f.//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 6. Februar 2017 um 15:30 Uhr</title>
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Aber einfach vorzuschreiben, &amp;#039;&amp;#039;Badarzt, Pfleganstalt, Sterbfall, Wegordnung&amp;#039;&amp;#039;, weil man nicht &amp;#039;&amp;#039;Heileanstalt&amp;#039;&amp;#039; sage, geht auch nicht an. Das Gesetz, daß das Bestimmungswort eigentlicher Zusammensetzungen — und solche liegt bei Wörtern mit verbalem erstem Teile immer vor — im Stamme erscheine, ist nämlich nicht buchstäblich vom Standpunkte der heutigen Sprache zu verstehen, auf dem freilich die Stämme von &amp;#039;&amp;#039;baden&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;pflegen&amp;#039;&amp;#039; so gut &amp;#039;&amp;#039;bad-, pfleg-&amp;#039;&amp;#039; heißen, wie von &amp;#039;&amp;#039;fallen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;fahren fall-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;fahr-&amp;#039;&amp;#039;. Erstens hat aber bei schwachen Verben bisweilen der ursprüngliche Bildungsvokal als Erinnerung eine hinterlassen//1) Vgl. das § 18 über Gänsebrust Gesagte.//, so gleich in &amp;#039;&amp;#039;Zeigefinger, Pflegeanstalt&amp;#039;&amp;#039;. Sodann wird das Sprachgefühl öfter durch ein neben dem Verbum stehendes Substantivum auf &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; veranlaßt, dieses zugleich oder gar mehr zu berücksichtigen, wie bei &amp;#039;&amp;#039;Ruheplatz, Plag(e)geist, Scheidewand&amp;#039;&amp;#039;. Weiter gibt es viele sogenannte Heischeformen, für deren ersten Bestand, die Befehlsform, das &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; gerade das Erkennungszeichen ist, so &amp;#039;&amp;#039;Habedank, Wage-, Wendehals&amp;#039;&amp;#039;. Endlich birgt manch solches &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; den Rest des im allgemeinen freilich längst verloren gegangenen Zeichens der echten Zusammensetzung, eines alten &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;, und dies nicht nur in verbalen Zusammensetzungen wie &amp;#039;&amp;#039;Lesebuch, Sterbezimmer&amp;#039;&amp;#039;, sondern auch bei derartigen Substantivischen: &amp;#039;&amp;#039;Herzeleid, Hagestolz, Tagebuch, Badegast, Hundehütte&amp;#039;&amp;#039;. Eine dieser vier Entstehungsarten, dazu noch das Streben nach Wohllaut, das zwei hart aneinanderstoßende Stammsilben auseinanderhalten, vor allem aber die tönenden (weichen) Mitlaute (&amp;#039;&amp;#039;Weideplatz, Hebefest, Hegemeister, naseweis&amp;#039;&amp;#039;) erhalten sehen will, werden es dann rechtfertigen, wenn Schriftsprache und mittel- und norddeutsche Redeweise oft ein &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; haben, wo es die härtere süddeutsche ausstößt, so z. B. in &amp;#039;&amp;#039;Wartesaal, -halle, Haltestelle, Speisesaal&amp;#039;&amp;#039;. Deshalb ist nicht jede süddeutsche kürzere Form für die Schriftsprache verpönt, und ein Tiroler Landschaftsschilderer hat z. B. bei &amp;#039;&amp;#039;Schlittweg&amp;#039;&amp;#039; zur Seite &amp;#039;&amp;#039;Fahrweg&amp;#039;&amp;#039;, bei &amp;#039;&amp;#039;Reb-&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Rebengänge&amp;#039;&amp;#039; Goethes Vorgang und bei &amp;#039;&amp;#039;Rückkorb&amp;#039;&amp;#039; die auch in &amp;#039;&amp;#039;Rückgrat&amp;#039;&amp;#039; erhaltene kürzere Form zur Rechtfertigung. Durchaus herrschend ist die kurze Form in den Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;Elbe&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Elbhöhen, Elbsandstein(gebirge)&amp;#039;&amp;#039; u. v. a. Aber W. Bölsches &amp;#039;&amp;#039;weicher Farbton &amp;#039;&amp;#039;ist, da hier nicht das Eigenschaftswort &amp;#039;&amp;#039;-farb&amp;#039;&amp;#039; vorliegt, so hart, wie seine &amp;#039;&amp;#039;Plakatensäule&amp;#039;&amp;#039; nach § 18 geradezu falsch gebildet ist//2) Sprachgeschichtlich behandelt die Frage „Bad-Arzt oder Bade-Arzt&amp;quot;?  auch K. Scheffler, Ztschr. des Deutschen Sprachvereins 1908, S. 458 f.//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Ähnlich weich, freilich ohne den falschen Glanz, Dichtern abgeborgt zu sein, erscheinen uns auch besonders mitteldeutsche, sächsische und schlesische Formen mit einem &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; zwischen Grund- und Bestimmungswort, wo es im allgemeinen fehlt, gleichviel ob der biedere Sachse von &amp;#039;&amp;#039;Mittewoche&amp;#039;&amp;#039; oder einer in Grimms Märchen von &amp;#039;&amp;#039;Pfannekuchen&amp;#039;&amp;#039; oder ein Drömlingspfarrer vom &amp;#039;&amp;#039;Schlachtefest&amp;#039;&amp;#039; redet. 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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 23. Dezember 2016 um 17:01 Uhr</title>
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		<updated>2016-12-23T17:01:36Z</updated>

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		<title>DeletedUser am 23. November 2016 um 08:51 Uhr</title>
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Aber einfach vorzuschreiben, &amp;#039;&amp;#039;Badarzt, Pfleganstalt, Sterbfall, Wegordnung&amp;#039;&amp;#039;, weil man nicht &amp;#039;&amp;#039;Heileanstalt&amp;#039;&amp;#039; sage, geht auch nicht an. Das Gesetz, daß das Bestimmungswort eigentlicher Zusammensetzungen — und solche liegt bei Wörtern mit verbalem erstem Teile immer vor — im Stamme erscheine, ist nämlich nicht buchstäblich vom Standpunkte der heutigen Sprache zu verstehen, auf dem freilich die Stämme von &amp;#039;&amp;#039;baden&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;pflegen&amp;#039;&amp;#039; so gut &amp;#039;&amp;#039;bad-, pfleg-&amp;#039;&amp;#039; heißen, wie von &amp;#039;&amp;#039;fallen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;fahren fall-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;fahr-&amp;#039;&amp;#039;. Erstens hat aber bei schwachen Verben bisweilen der ursprüngliche Bildungsvokal als Erinnerung eine hinterlassen//1) Vgl. das § 18 über Gänsebrust Gesagte.//, so gleich in &amp;#039;&amp;#039;Zeigefinger, Pflegeanstalt&amp;#039;&amp;#039;. Sodann wird das Sprachgefühl öfter durch ein neben dem Verbum stehendes Substantivum auf &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; veranlaßt, dieses zugleich oder gar mehr zu berücksichtigen, wie bei &amp;#039;&amp;#039;Ruheplatz, Plag(e)geist, Scheidewand&amp;#039;&amp;#039;. Weiter gibt es viele sogenannte Heischeformen, für deren ersten Bestand, die Befehlsform, das &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; gerade das Erkennungszeichen ist, so &amp;#039;&amp;#039;Habedank, Wage-, Wendehals&amp;#039;&amp;#039;. Endlich birgt manch solches &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; den Rest des im allgemeinen freilich längst verloren gegangenen Zeichens der echten Zusammensetzung, eines alten &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;, und dies nicht nur in verbalen Zusammensetzungen wie &amp;#039;&amp;#039;Lesebuch, Sterbezimmer&amp;#039;&amp;#039;, sondern auch bei derartigen Substantivischen: &amp;#039;&amp;#039;Herzeleid, Hagestolz, Tagebuch, Badegast, Hundehütte&amp;#039;&amp;#039;. Eine dieser vier Entstehungsarten, dazu noch das Streben nach Wohllaut, das zwei hart aneinanderstoßende Stammsilben auseinanderhalten, vor allem aber die tönenden (weichen) Mitlaute (&amp;#039;&amp;#039;Weideplatz, Hebefest, Hegemeister, naseweis&amp;#039;&amp;#039;) erhalten sehen will, werden es dann rechtfertigen, wenn Schriftsprache und mittel- und norddeutsche Redeweise oft ein &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; haben, wo es die härtere süddeutsche ausstößt, so z. B. in &amp;#039;&amp;#039;Wartesaal, -halle, Haltestelle, Speisesaal&amp;#039;&amp;#039;. Deshalb ist nicht jede süddeutsche kürzere Form für die Schriftsprache verpönt, und ein Tiroler Landschaftsschilderer hat z. B. bei &amp;#039;&amp;#039;Schlittweg&amp;#039;&amp;#039; zur Seite &amp;#039;&amp;#039;Fahrweg&amp;#039;&amp;#039;, bei &amp;#039;&amp;#039;Reb-&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Rebengänge&amp;#039;&amp;#039; Goethes Vorgang und bei &amp;#039;&amp;#039;Rückkorb&amp;#039;&amp;#039; die auch in &amp;#039;&amp;#039;Rückgrat&amp;#039;&amp;#039; erhaltene kürzere Form zur Rechtfertigung. Durchaus herrschend ist die kurze Form in den Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;Elbe&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Elbhöhen, Elbsandstein(gebirge)&amp;#039;&amp;#039; u. v. a. Aber W. Bölsches &amp;#039;&amp;#039;weicher Farbton &amp;#039;&amp;#039;ist, da hier nicht das Eigenschaftswort &amp;#039;&amp;#039;-farb&amp;#039;&amp;#039; vorliegt, so hart, wie seine &amp;#039;&amp;#039;Plakatensäule&amp;#039;&amp;#039; nach § 18 geradezu falsch gebildet ist//2) Sprachgeschichtlich behandelt die Frage „Bad-Arzt oder Bade-Arzt&amp;quot;?  auch K. Scheffler, Ztschr. des Deutschen Sprachvereins 1908, S. 458 f.//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Ähnlich weich, freilich ohne den falschen Glanz, Dichtern abgeborgt zu sein, erscheinen uns auch besonders mitteldeutsche, sächsische und schlesische Formen mit einem &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; zwischen Grund- und Bestimmungswort, wo es im allgemeinen fehlt, gleichviel ob der biedere Sachse von &amp;#039;&amp;#039;Mittewoche&amp;#039;&amp;#039; oder einer in Grimms Märchen von &amp;#039;&amp;#039;Pfannekuchen&amp;#039;&amp;#039; oder ein Drömlingspfarrer vom &amp;#039;&amp;#039;Schlachtefest&amp;#039;&amp;#039; redet. 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		<title>DeletedUser am 23. November 2016 um 08:48 Uhr</title>
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 23. November 2016 um 08:42 Uhr</title>
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		<updated>2016-11-23T08:42:58Z</updated>

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Aber einfach vorzuschreiben, Badarzt, Pfleganstalt, Sterbfall, Wegordnung, weil man nicht Heileanstalt sage, geht auch nicht an. Das Gesetz, daß das Bestimmungswort eigentlicher Zusammensetzungen — und solche liegt bei Wörtern mit verbalem erstem Teile immer vor — im Stamme erscheine, ist nämlich nicht buchstäblich vom Standpunkte der heutigen Sprache zu &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ver-stehen&lt;/del&gt;, auf dem freilich die Stämme von baden und pflegen so gut bad-, pfleg- heißen, wie von fallen und fahren fall- und fahr-. Erstens hat aber bei schwachen Verben bisweilen der ursprüngliche Bildungsvokal als &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Er-innerung &lt;/del&gt;eine hinterlassen//1) Vgl. das § 18 über Gänsebrust Gesagte.//, so gleich in Zeigefinger, Pflegeanstalt. Sodann wird das Sprachgefühl öfter durch ein neben dem Verbum stehendes &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sub-stantivum &lt;/del&gt;auf e veranlaßt, dieses zugleich oder gar mehr zu berücksichtigen, wie bei Ruheplatz, Plag(e)geist, Scheidewand. Weiter gibt es viele &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;soge-nannte &lt;/del&gt;Heischeformen, für deren ersten Bestand, die Befehlsform, das e gerade das Erkennungszeichen ist, so Habedank, Wage-, Wendehals. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;End-lich &lt;/del&gt;birgt manch solches e den Rest des im allgemeinen freilich längst verloren gegangenen Zeichens der echten Zusammensetzung, eines alten a, und dies nicht nur in verbalen Zusammensetzungen wie Lesebuch, Sterbezimmer, sondern auch bei derartigen Substantivischen: Herzeleid, Hagestolz, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Tage-buch&lt;/del&gt;, Badegast, Hundehütte. Eine dieser vier Entstehungsarten, dazu noch das Streben nach Wohllaut, das zwei hart aneinanderstoßende Stammsilben auseinanderhalten, vor allem aber die tönenden (weichen) Mitlaute (Weideplatz, Hebefest, Hegemeister, naseweis) erhalten sehen will, werden es dann rechtfertigen, wenn Schriftsprache und mittel- und norddeutsche Redeweise oft ein e haben, wo es die härtere süddeutsche ausstößt, so z. B. in Wartesaal, -halle, Haltestelle, Speisesaal. Deshalb ist nicht jede süddeutsche kürzere Form für die Schriftsprache verpönt, und ein Tiroler Landschaftsschilderer hat z. B. bei Schlittweg zur Seite &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Fahr-weg&lt;/del&gt;, bei Reb- statt Rebengänge Goethes Vorgang und bei Rückkorb die auch in Rückgrat erhaltene kürzere Form zur Rechtfertigung. Durchaus herrschend ist die kurze Form in den Zusammensetzungen mit Elbe: &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Elb-höhen&lt;/del&gt;, Elbsandstein(gebirge) u. v. a. Aber W. Bölsches weicher Farbton ist, da hier nicht das Eigenschaftswort -farb vorliegt, so hart, wie seine &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Pla-katensäule &lt;/del&gt;nach § 18 geradezu falsch gebildet ist//2) Sprachgeschichtlich behandelt die Frage „Bad-Arzt oder Bade-Arzt&quot;?  auch K. Scheffler, Ztschr. des Deutschen Sprachvereins 1908, S. 458 f.//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Ähnlich weich, freilich ohne den falschen Glanz, Dichtern abgeborgt zu sein, erscheinen uns auch besonders mitteldeutsche, sächsische und schlesische Formen mit einem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;e&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;zwischen Grund- und Bestimmungswort, wo es im allgemeinen fehlt, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gleichviel &lt;/ins&gt;ob der biedere Sachse von &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Mittewoche&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;oder einer in Grimms Märchen von &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Pfannekuchen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;oder ein Drömlingspfarrer vom &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Schlachtefest&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;redet. 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Eine dieser vier Entstehungsarten, dazu noch das Streben nach Wohllaut, das zwei hart aneinanderstoßende Stammsilben auseinanderhalten, vor allem aber die tönenden (weichen) Mitlaute (&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Weideplatz, Hebefest, Hegemeister, naseweis&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) erhalten sehen will, werden es dann rechtfertigen, wenn Schriftsprache und mittel- und norddeutsche Redeweise oft ein &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;e&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;haben, wo es die härtere süddeutsche ausstößt, so z. 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Durchaus herrschend ist die kurze Form in den Zusammensetzungen mit &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Elbe&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;Elbhöhen&lt;/ins&gt;, Elbsandstein(gebirge)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;u. v. a. Aber W. Bölsches &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;weicher Farbton &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ist, da hier nicht das Eigenschaftswort &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;-farb&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;vorliegt, so hart, wie seine &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;Plakatensäule&#039;&#039; &lt;/ins&gt;nach § 18 geradezu falsch gebildet ist//2) Sprachgeschichtlich behandelt die Frage „Bad-Arzt oder Bade-Arzt&quot;?  auch K. Scheffler, Ztschr. des Deutschen Sprachvereins 1908, S. 458 f.//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 19. September 2016 um 09:28 Uhr</title>
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		<updated>2016-09-19T09:28:19Z</updated>

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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Kapitel&lt;br /&gt;
|KapitelNummer=240&lt;br /&gt;
|WorkflowStatus=importiert&lt;br /&gt;
|Buch=Matthias(1929)&lt;br /&gt;
|LetzteSeite=19&lt;br /&gt;
|ErsteSeite=19&lt;br /&gt;
|KapitelText=§ 22. e als Zeichen der Zusammensetzung. Ähnlich weich, freilich ohne den falschen Glanz, Dichtern abgeborgt zu sein, erscheinen uns auch besonders mitteldeutsche, sächsische und schlesische Formen mit einem e zwischen Grund- und Bestimmungswort, wo es im allgemeinen fehlt, gleich-viel ob der biedere Sachse von Mittewoche oder einer in Grimms Märchen von Pfannekuchen oder ein Drömlingspfarrer vom Schlachtefest redet. Aber einfach vorzuschreiben, Badarzt, Pfleganstalt, Sterbfall, Wegordnung, weil man nicht Heileanstalt sage, geht auch nicht an. Das Gesetz, daß das Bestimmungswort eigentlicher Zusammensetzungen — und solche liegt bei Wörtern mit verbalem erstem Teile immer vor — im Stamme erscheine, ist nämlich nicht buchstäblich vom Standpunkte der heutigen Sprache zu ver-stehen, auf dem freilich die Stämme von baden und pflegen so gut bad-, pfleg- heißen, wie von fallen und fahren fall- und fahr-. Erstens hat aber bei schwachen Verben bisweilen der ursprüngliche Bildungsvokal als Er-innerung eine hinterlassen//1) Vgl. das § 18 über Gänsebrust Gesagte.//, so gleich in Zeigefinger, Pflegeanstalt. Sodann wird das Sprachgefühl öfter durch ein neben dem Verbum stehendes Sub-stantivum auf e veranlaßt, dieses zugleich oder gar mehr zu berücksichtigen, wie bei Ruheplatz, Plag(e)geist, Scheidewand. Weiter gibt es viele soge-nannte Heischeformen, für deren ersten Bestand, die Befehlsform, das e gerade das Erkennungszeichen ist, so Habedank, Wage-, Wendehals. End-lich birgt manch solches e den Rest des im allgemeinen freilich längst verloren gegangenen Zeichens der echten Zusammensetzung, eines alten a, und dies nicht nur in verbalen Zusammensetzungen wie Lesebuch, Sterbezimmer, sondern auch bei derartigen Substantivischen: Herzeleid, Hagestolz, Tage-buch, Badegast, Hundehütte. Eine dieser vier Entstehungsarten, dazu noch das Streben nach Wohllaut, das zwei hart aneinanderstoßende Stammsilben auseinanderhalten, vor allem aber die tönenden (weichen) Mitlaute (Weideplatz, Hebefest, Hegemeister, naseweis) erhalten sehen will, werden es dann rechtfertigen, wenn Schriftsprache und mittel- und norddeutsche Redeweise oft ein e haben, wo es die härtere süddeutsche ausstößt, so z. B. in Wartesaal, -halle, Haltestelle, Speisesaal. Deshalb ist nicht jede süddeutsche kürzere Form für die Schriftsprache verpönt, und ein Tiroler Landschaftsschilderer hat z. B. bei Schlittweg zur Seite Fahr-weg, bei Reb- statt Rebengänge Goethes Vorgang und bei Rückkorb die auch in Rückgrat erhaltene kürzere Form zur Rechtfertigung. Durchaus herrschend ist die kurze Form in den Zusammensetzungen mit Elbe: Elb-höhen, Elbsandstein(gebirge) u. v. a. Aber W. Bölsches weicher Farbton ist, da hier nicht das Eigenschaftswort -farb vorliegt, so hart, wie seine Pla-katensäule nach § 18 geradezu falsch gebildet ist//2) Sprachgeschichtlich behandelt die Frage „Bad-Arzt oder Bade-Arzt&amp;quot;?  auch K. Scheffler, Ztschr. des Deutschen Sprachvereins 1908, S. 458 f.//.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Scan=Datei:Matthias 1929-Gesamt.pdf&lt;br /&gt;
|Überschrift=e als Zeichen der Zusammensetzung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{ThemaSubobjekt‎&lt;br /&gt;
|Zweifelsfall=Zweifelsfall_Importplatzhalter&lt;br /&gt;
|Beispiel=Mittewoch, Pfannekuchen, Wegordnung, Sterbfall, Pfleganstalt, Badarzt, Schlachtefest, Heileanstalt, Zeigefinger, Pflegeanstalt, Ruheplatz, Plaggeist, Plagegeist, Scheidewand, Habedank, Wagehals, Wendehals, Lesebuch, Sterbezimmer, Herzeleid, Hagestolz, Tagebuch, Badegast, Hundehütte, Wartesaal, Wartehalle, Haltestelle, Speisesaal, Schlittweg, Fahrweg, Rebgänge, Rebengänge, Rückkorb, Rückgrat, Elbhöhen, Elbsandstein, Elbsandsteingebirge, Farbton, Plakatensäule, Gänsebrust, Bad-Arzt, Bade-Arzt&lt;br /&gt;
|Bezugsinstanz=alt, Drömling, Kirchensprache, Goethe - Johann Wolfgang, Grimm - Jacob und Wilhelm, mitteldeutsch, mitteldeutsch, norddeutsch, Sachsen, Sachsen, Schlesien, Schriftsprache, süddeutsch, Tirol, Literatursprache, ursprünglich, Bölsche - Wilhelm&lt;br /&gt;
|Bewertung=das Streben nach Wohllaut wird es dann rechtfertigen, Frequenz/durchaus herrschend, hart, härter, nicht für die Schriftsprache verpönt, ohne falschen Glanz, weich&lt;br /&gt;
|IntertextuellerBezug=K. Scheffler: Zeitschrift des Deutschen Sprachvereins 1908, S. 458 f.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DeletedUser</name></author>
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