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	<title>Matthias(1929) junger Gebrauch von würde Nennform - Versionsgeschichte</title>
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		<title>DeletedUser am 20. Dezember 2017 um 18:06 Uhr</title>
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Von den tausend Grüßen würde einer doch wohl auch für sie bestimmt sein.&amp;#039;&amp;#039; Oder in Marie Herzfelds Übersetzung von Arne Garborgs „Bei Mama&amp;quot; steht einmal: &amp;#039;&amp;#039;„Die Toiletten, welche sie herstellte, fanden Beifall; wenn sie gesund bliebe, würde alles sich wieder machen&amp;#039;&amp;#039;, und an einer anderen Stelle: &amp;#039;&amp;#039;Fanny hatte in der letzten Zeit sich hübsch zu finden begonnen; allein sie war [nach ihrem Urteil] gar nichts gegen Lea. Ach, wer einmal solche Haare hätte! Dieses dumme, lichte Gekräusel ... sie würde niemals anständig aussehen.“&amp;#039;&amp;#039; Ersichtlich handelt es sich in diesen Stellen um fast bis zum Selbstgespräch lebendig gewordene Gedanken, die der Schriftsteller seine Personen sich machen läßt. Daß er aber, um sie als solche zu kennzeichnen, mit einem bloßen Wechsel zwischen dieser Konditionalform und überwiegenden bloßen Imperfekten auskommt und nicht immer erst ein: &amp;#039;&amp;#039;„urteilte —, dachte —, sagte, — meinte er bei sich&amp;quot;, „nach seinem Urteile&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; einzuschieben braucht, macht die Ausdrucksweise besonders gefällig; und zumal schon Gustav Freytag und Theodor Storm//1) Nämlich: wenn ich nicht bekennte!//, wenn auch vereinzelt, solche Fügungen gebildet haben, brauchen wir uns in unserer Freude an der geschmeidigen Form dadurch nicht stören zu lassen, daß ihre kaum vier Jahrzehnte alte Häufigkeit gewiß auf französischen Einfluß zurückgeht//2) Vgl. E. Herdin in Lyons Zeitschrift für den deutschen Unterricht, 17. Jahrg. (1905), S. 191 ff., und Th. Matthias, ebenda S. 419 ff., sowie E. Herdin, Studien über Bericht und indirekte Rede im modernen Deutsch, Dissertation. Upsala 1905, bes. S. 36. Ein umgekehrter Vorgang, das vom Standpunkte der Vergangenheit als künftig erst Vorgestellte doch wie schon leibhaftig erlebt hinzustellen, führt zu dem merk-$Seite 375$würdigen Indikativ des Imperfekts in folgendem Satze: &amp;#039;&amp;#039;Es war mir in solch seltsamen Stunden, als ob ich hinter die Dinge sehen könne. Morgen kam der Tod! Morgen würden wir wie ein Blatt verweht werden&amp;#039;&amp;#039; (Die Glocke, 1918, 123 f.). In feinem Klanggefühl biegt v. Kohlenegg aus dem schwerfälligen &amp;#039;&amp;#039;würde&amp;#039;&amp;#039; in ein bloßes Imperfekt ab: &amp;#039;&amp;#039;Nun würde sie sich noch ein Weilchen vor ihr dickleibiges Buch setzen ... , an dem Tee nippen und dazu mit spöttischer Nase nachdenklich über das Buch hinausblicken, bis sie müde sein würde und sich aufs Ohr legte.&amp;#039;&amp;#039;//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=7. 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Daß er aber, um sie als solche zu kennzeichnen, mit einem bloßen Wechsel zwischen dieser Konditionalform und überwiegenden bloßen Imperfekten auskommt und nicht immer erst ein: &amp;#039;&amp;#039;„urteilte —, dachte —, sagte, — meinte er bei sich&amp;quot;, „nach seinem Urteile&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; einzuschieben braucht, macht die Ausdrucksweise besonders gefällig; und zumal schon Gustav Freytag und Theodor Storm//1) Nämlich: wenn ich nicht bekennte!//, wenn auch vereinzelt, solche Fügungen gebildet haben, brauchen wir uns in unserer Freude an der geschmeidigen Form dadurch nicht stören zu lassen, daß ihre kaum vier Jahrzehnte alte Häufigkeit gewiß auf französischen Einfluß zurückgeht//2) Vgl. E. Herdin in Lyons Zeitschrift für den deutschen Unterricht, 17. Jahrg. (1905), S. 191 ff., und Th. Matthias, ebenda S. 419 ff., sowie E. Herdin, Studien über Bericht und indirekte Rede im modernen Deutsch, Dissertation. Upsala 1905, bes. S. 36. Ein umgekehrter Vorgang, das vom Standpunkte der Vergangenheit als künftig erst Vorgestellte doch wie schon leibhaftig erlebt hinzustellen, führt zu dem merk-$Seite 375$würdigen Indikativ des Imperfekts in folgendem Satze: &amp;#039;&amp;#039;Es war mir in solch seltsamen Stunden, als ob ich hinter die Dinge sehen könne. Morgen kam der Tod! Morgen würden wir wie ein Blatt verweht werden&amp;#039;&amp;#039; (Die Glocke, 1918, 123 f.). In feinem Klanggefühl biegt v. Kohlenegg aus dem schwerfälligen &amp;#039;&amp;#039;würde&amp;#039;&amp;#039; in ein bloßes Imperfekt ab: &amp;#039;&amp;#039;Nun würde sie sich noch ein Weilchen vor ihr dickleibiges Buch setzen ... , an dem Tee nippen und dazu mit spöttischer Nase nachdenklich über das Buch hinausblicken, bis sie müde sein würde und sich aufs Ohr legte.&amp;#039;&amp;#039;//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>DeletedUser am 11. Juli 2017 um 17:53 Uhr</title>
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		<title>DeletedUser am 6. April 2017 um 10:50 Uhr</title>
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Von den tausend Grüßen würde einer doch wohl auch für sie bestimmt sein.&amp;#039;&amp;#039; Oder in Marie Herzfelds Übersetzung von Arne Garborgs „Bei Mama&amp;quot; steht einmal: &amp;#039;&amp;#039;„Die Toiletten, welche sie herstellte, fanden Beifall; wenn sie gesund bliebe, würde alles sich wieder machen&amp;#039;&amp;#039;, und an einer anderen Stelle: &amp;#039;&amp;#039;Fanny hatte in der letzten Zeit sich hübsch zu finden begonnen; allein sie war [nach ihrem Urteil] gar nichts gegen Lea. Ach, wer einmal solche Haare hätte! Dieses dumme, lichte Gekräusel ... sie würde niemals anständig aussehen.“&amp;#039;&amp;#039; Ersichtlich handelt es sich in diesen Stellen um fast bis zum Selbstgespräch lebendig gewordene Gedanken, die der Schriftsteller seine Personen sich machen läßt. Daß er aber, um sie als solche zu kennzeichnen, mit einem bloßen Wechsel zwischen dieser Konditionalform und überwiegenden bloßen Imperfekten auskommt und nicht immer erst ein: &amp;#039;&amp;#039;„urteilte —, dachte —, sagte, — meinte er bei sich&amp;quot;, „nach seinem Urteile&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; einzuschieben braucht, macht die Ausdrucksweise besonders gefällig; und zumal schon Gustav Freytag und Theodor Storm//1) Nämlich: wenn ich nicht bekennte!//, wenn auch vereinzelt, solche Fügungen gebildet haben, brauchen wir uns in unserer Freude an der geschmeidigen Form dadurch nicht stören zu lassen, daß ihre kaum vier Jahrzehnte alte Häufigkeit gewiß auf französischen Einfluß zurückgeht//2) Vgl. E. Herdin in Lyons Zeitschrift für den deutschen Unterricht, 17. Jahrg. (1905), S. 191 ff., und Th. Matthias, ebenda S. 419 ff., sowie E. Herdin, Studien über Bericht und indirekte Rede im modernen Deutsch, Dissertation. Upsala 1905, bes. S. 36. Ein umgekehrter Vorgang, das vom Standpunkte der Vergangenheit als künftig erst Vorgestellte doch wie schon leibhaftig erlebt hinzustellen, führt zu dem merk-$Seite 375$würdigen Indikativ des Imperfekts in folgendem Satze: &amp;#039;&amp;#039;Es war mir in solch seltsamen Stunden, als ob ich hinter die Dinge sehen könne. Morgen kam der Tod! Morgen würden wir wie ein Blatt verweht werden&amp;#039;&amp;#039; (Die Glocke, 1918, 123 f.). In feinem Klanggefühl biegt v. Kohlenegg aus dem schwerfälligen &amp;#039;&amp;#039;würde&amp;#039;&amp;#039; in ein bloßes Imperfekt ab: &amp;#039;&amp;#039;Nun würde sie sich noch ein Weilchen vor ihr dickleibiges Buch setzen ... , an dem Tee nippen und dazu mit spöttischer Nase nachdenklich über das Buch hinausblicken, bis sie müde sein würde und sich aufs Ohr legte.&amp;#039;&amp;#039;//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=7. 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Daß er aber, um sie als solche zu kennzeichnen, mit einem bloßen Wechsel zwischen dieser Konditionalform und überwiegenden bloßen Imperfekten auskommt und nicht immer erst ein: &amp;#039;&amp;#039;„urteilte —, dachte —, sagte, — meinte er bei sich&amp;quot;, „nach seinem Urteile&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; einzuschieben braucht, macht die Ausdrucksweise besonders gefällig; und zumal schon Gustav Freytag und Theodor Storm//1) Nämlich: wenn ich nicht bekennte!//, wenn auch vereinzelt, solche Fügungen gebildet haben, brauchen wir uns in unserer Freude an der geschmeidigen Form dadurch nicht stören zu lassen, daß ihre kaum vier Jahrzehnte alte Häufigkeit gewiß auf französischen Einfluß zurückgeht//2) Vgl. E. Herdin in Lyons Zeitschrift für den deutschen Unterricht, 17. Jahrg. (1905), S. 191 ff., und Th. Matthias, ebenda S. 419 ff., sowie E. Herdin, Studien über Bericht und indirekte Rede im modernen Deutsch, Dissertation. Upsala 1905, bes. S. 36. Ein umgekehrter Vorgang, das vom Standpunkte der Vergangenheit als künftig erst Vorgestellte doch wie schon leibhaftig erlebt hinzustellen, führt zu dem merk-$Seite 375$würdigen Indikativ des Imperfekts in folgendem Satze: &amp;#039;&amp;#039;Es war mir in solch seltsamen Stunden, als ob ich hinter die Dinge sehen könne. Morgen kam der Tod! Morgen würden wir wie ein Blatt verweht werden&amp;#039;&amp;#039; (Die Glocke, 1918, 123 f.). In feinem Klanggefühl biegt v. Kohlenegg aus dem schwerfälligen &amp;#039;&amp;#039;würde&amp;#039;&amp;#039; in ein bloßes Imperfekt ab: &amp;#039;&amp;#039;Nun würde sie sich noch ein Weilchen vor ihr dickleibiges Buch setzen ... , an dem Tee nippen und dazu mit spöttischer Nase nachdenklich über das Buch hinausblicken, bis sie müde sein würde und sich aufs Ohr legte.&amp;#039;&amp;#039;//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>DeletedUser am 15. März 2017 um 16:10 Uhr</title>
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Daß er aber, um sie als solche zu kennzeichnen, mit einem bloßen Wechsel zwischen dieser Konditionalform und überwiegenden bloßen Imperfekten auskommt und nicht immer erst ein: &amp;#039;&amp;#039;„urteilte —, dachte —, sagte, — meinte er bei sich&amp;quot;, „nach seinem Urteile&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; einzuschieben braucht, macht die Ausdrucksweise besonders gefällig; und zumal schon Gustav Freytag und Theodor Storm//1) Nämlich: wenn ich nicht bekennte!//, wenn auch vereinzelt, solche Fügungen gebildet haben, brauchen wir uns in unserer Freude an der geschmeidigen Form dadurch nicht stören zu lassen, daß ihre kaum vier Jahrzehnte alte Häufigkeit gewiß auf französischen Einfluß zurückgeht//2) Vgl. E. Herdin in Lyons Zeitschrift für den deutschen Unterricht, 17. Jahrg. (1905), S. 191 ff., und Th. Matthias, ebenda S. 419 ff., sowie E. Herdin, Studien über Bericht und indirekte Rede im modernen Deutsch, Dissertation. Upsala 1905, bes. S. 36. Ein umgekehrter Vorgang, das vom Standpunkte der Vergangenheit als künftig erst Vorgestellte doch wie schon leibhaftig erlebt hinzustellen, führt zu dem merk-$Seite 375$würdigen Indikativ des Imperfekts in folgendem Satze: &amp;#039;&amp;#039;Es war mir in solch seltsamen Stunden, als ob ich hinter die Dinge sehen könne. Morgen kam der Tod! Morgen würden wir wie ein Blatt verweht werden&amp;#039;&amp;#039; (Die Glocke, 1918, 123 f.). In feinem Klanggefühl biegt v. 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		<title>DeletedUser am 15. März 2017 um 16:10 Uhr</title>
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Von den tausend Grüßen würde einer doch wohl auch für sie bestimmt sein.&#039;&#039; Oder in Marie Herzfelds Übersetzung von Arne Garborgs „Bei Mama&quot; steht einmal: &#039;&#039;„Die Toiletten, welche sie herstellte, fanden Beifall; wenn sie gesund bliebe, würde alles sich wieder machen&#039;&#039;, und an einer anderen Stelle: &#039;&#039;Fanny hatte in der letzten Zeit sich hübsch zu finden begonnen; allein sie war [nach ihrem Urteil] gar nichts gegen Lea. Ach, wer einmal solche Haare hätte! Dieses dumme, lichte Gekräusel ... sie würde niemals anständig aussehen.“&#039;&#039; Ersichtlich handelt es sich in diesen Stellen um fast bis zum Selbstgespräch lebendig gewordene Gedanken, die der Schriftsteller seine Personen sich machen läßt. Daß er aber, um sie als solche zu kennzeichnen, mit einem bloßen Wechsel zwischen dieser Konditionalform und überwiegenden bloßen Imperfekten auskommt und nicht immer erst ein: &#039;&#039;„urteilte —, dachte —, sagte, — meinte er bei sich&quot;, „nach seinem Urteile&quot;&#039;&#039; einzuschieben braucht, macht die Ausdrucksweise besonders gefällig; und zumal schon Gustav Freytag und Theodor Storm//1) Nämlich: wenn ich nicht bekennte!//, wenn auch vereinzelt, solche Fügungen gebildet haben, brauchen wir uns in unserer Freude an der geschmeidigen Form dadurch nicht stören zu lassen, daß ihre kaum vier Jahrzehnte alte Häufigkeit gewiß auf französischen Einfluß zurückgeht//2) Vgl. E. Herdin in Lyons Zeitschrift für den deutschen Unterricht, 17. Jahrg. (1905), S. 191 ff., und Th. Matthias, ebenda S. 419 ff., sowie E. Herdin, Studien über Bericht und indirekte Rede im modernen Deutsch, Dissertation. Upsala 1905, bes. S. 36. Ein umgekehrter Vorgang, das vom Standpunkte der Vergangenheit als künftig erst Vorgestellte doch wie schon leibhaftig erlebt hinzustellen, führt zu dem merk-$Seite &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;376&lt;/del&gt;$würdigen Indikativ des Imperfekts in folgendem Satze: &#039;&#039;Es war mir in solch seltsamen Stunden, als ob ich hinter die Dinge sehen könne. Morgen kam der Tod! Morgen würden wir wie ein Blatt verweht werden&#039;&#039; (Die Glocke, 1918, 123 f.). In feinem Klanggefühl biegt v. Kohlenegg aus dem schwerfälligen &#039;&#039;würde&#039;&#039; in ein bloßes Imperfekt ab: &#039;&#039;Nun würde sie sich noch ein Weilchen vor ihr dickleibiges Buch setzen ... , an dem Tee nippen und dazu mit spöttischer Nase nachdenklich über das Buch hinausblicken, bis sie müde sein würde und sich aufs Ohr legte.&#039;&#039;//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=7. Ein wenigstens in seiner Häufigkeit junger Gebrauch von &#039;&#039;würde&#039;&#039; + Nennform (Konditional) ist in Erzählungen die Anwendung in Gedankengängen der folgenden Art: &#039;&#039;„Mitten in der Probe“ — so las sie, Freda Nöhring bei Wildenbruch in einer Depesche — „der Herzog von Anfang an dabei. Das Stück schlägt seine Augen auf. Tausend Grüße! Brief folgt. Schottenhauer.“ Mit hastigen Blicken hatte sie gelesen; jetzt wandte sie sich zur Tür, ... an der Tür blieb sie stehen und las noch einmal. Das Telegramm war so allgemein gehalten — es war offenbar an das ganze Haus Nöhring gerichtet. Von den tausend Grüßen würde einer doch wohl auch für sie bestimmt sein.&#039;&#039; Oder in Marie Herzfelds Übersetzung von Arne Garborgs „Bei Mama&quot; steht einmal: &#039;&#039;„Die Toiletten, welche sie herstellte, fanden Beifall; wenn sie gesund bliebe, würde alles sich wieder machen&#039;&#039;, und an einer anderen Stelle: &#039;&#039;Fanny hatte in der letzten Zeit sich hübsch zu finden begonnen; allein sie war [nach ihrem Urteil] gar nichts gegen Lea. Ach, wer einmal solche Haare hätte! Dieses dumme, lichte Gekräusel ... sie würde niemals anständig aussehen.“&#039;&#039; Ersichtlich handelt es sich in diesen Stellen um fast bis zum Selbstgespräch lebendig gewordene Gedanken, die der Schriftsteller seine Personen sich machen läßt. Daß er aber, um sie als solche zu kennzeichnen, mit einem bloßen Wechsel zwischen dieser Konditionalform und überwiegenden bloßen Imperfekten auskommt und nicht immer erst ein: &#039;&#039;„urteilte —, dachte —, sagte, — meinte er bei sich&quot;, „nach seinem Urteile&quot;&#039;&#039; einzuschieben braucht, macht die Ausdrucksweise besonders gefällig; und zumal schon Gustav Freytag und Theodor Storm//1) Nämlich: wenn ich nicht bekennte!//, wenn auch vereinzelt, solche Fügungen gebildet haben, brauchen wir uns in unserer Freude an der geschmeidigen Form dadurch nicht stören zu lassen, daß ihre kaum vier Jahrzehnte alte Häufigkeit gewiß auf französischen Einfluß zurückgeht//2) Vgl. E. Herdin in Lyons Zeitschrift für den deutschen Unterricht, 17. Jahrg. (1905), S. 191 ff., und Th. Matthias, ebenda S. 419 ff., sowie E. Herdin, Studien über Bericht und indirekte Rede im modernen Deutsch, Dissertation. Upsala 1905, bes. S. 36. Ein umgekehrter Vorgang, das vom Standpunkte der Vergangenheit als künftig erst Vorgestellte doch wie schon leibhaftig erlebt hinzustellen, führt zu dem merk-$Seite &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;375&lt;/ins&gt;$würdigen Indikativ des Imperfekts in folgendem Satze: &#039;&#039;Es war mir in solch seltsamen Stunden, als ob ich hinter die Dinge sehen könne. Morgen kam der Tod! Morgen würden wir wie ein Blatt verweht werden&#039;&#039; (Die Glocke, 1918, 123 f.). In feinem Klanggefühl biegt v. Kohlenegg aus dem schwerfälligen &#039;&#039;würde&#039;&#039; in ein bloßes Imperfekt ab: &#039;&#039;Nun würde sie sich noch ein Weilchen vor ihr dickleibiges Buch setzen ... , an dem Tee nippen und dazu mit spöttischer Nase nachdenklich über das Buch hinausblicken, bis sie müde sein würde und sich aufs Ohr legte.&#039;&#039;//.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>DeletedUser am 15. März 2017 um 16:09 Uhr</title>
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>Soder: Soder verschob die Seite Matthias(1929) junger Gebrauch von würde + Nennform nach Matthias(1929) junger Gebrauch von würde Nennform, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen</title>
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		<author><name>Soder</name></author>
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		<title>Soder am 19. September 2016 um 10:33 Uhr</title>
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		<updated>2016-09-19T10:33:18Z</updated>

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		<author><name>Soder</name></author>
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		<updated>2016-07-12T12:28:52Z</updated>

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{{ThemaSubobjekt‎&lt;br /&gt;
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}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DeletedUser</name></author>
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