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	<title>Wustmann(1903) Der Konjunktiv der Nichtwirklichkeit - Versionsgeschichte</title>
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		<title>DeletedUser am 12. Juni 2017 um 12:28 Uhr</title>
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		<updated>2017-06-12T12:28:54Z</updated>

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Das bekanntere Beispiel dafür und eins, das niemand falsch bildet, sind die sogenannten irrealen Konditionalsätze oder Bedingungssätze der Nichtwirklichkeit. Jedermann sagt und schreibt richtig: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld hätte, käme ich&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld gehabt hätte, wäre ich gekommen&amp;#039;&amp;#039;. Der Sinn ist in dem ersten Falle: &amp;#039;&amp;#039;ich habe aber keins&amp;#039;&amp;#039;, im zweiten: &amp;#039;&amp;#039;ich hatte aber keins&amp;#039;&amp;#039;, mit andern Worten: sowohl das Geldhaben, als die Folge davon, das &amp;#039;&amp;#039;Kommen&amp;#039;&amp;#039;, wird in beiden Fällen als nichtwirklich, als „irreal&amp;quot; hingestellt. Die Sprache verfährt dabei sehr ausdrucksvoll. Sie rückt den Gedanken nicht bloß aus dem Bereiche der Wirklichkeit (den der Indikativ ausdrücken würde), sondern versetzt ihn außerdem auch noch in eine größere Zeitferne: eine irreale Bedingung in der Gegenwart wird durch das Imperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich hätte&amp;#039;&amp;#039;), eine irreale Bedingung in der Vergangenheit $Seite 153$ durch das Plusquamperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich gehabt hätte&amp;#039;&amp;#039;) ausgedrückt. Ein Schwanken in dem Tempus des Konjunktivs ist hier völlig ausgeschlossen; Imperfekt und Plusquamperfekt sind in solchen Sätzen unerläßlich.//* Der Volksmund liebt es, eine irreale Bedingung in der Vergangenheit durch den Indikativ des Imperfekts auszudrücken: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039;. Das klingt aber der Angabe einer wiederholten Handlung in der Wirklichkeit &amp;#039;&amp;#039;jedesmal, wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039; so ähnlich, daß man es in der guten Schriftsprache besser vermeidet.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine zweite, ebenso unüberschreitbare Grenze für die Neigung, überall den Konjunktiv der Gegenwart vorzuziehen, liegt in einer gewissen Bedeutung des Konjunktivs der Vergangenheit. Der Indikativ stellt etwas als wirklich hin, der Konjunktiv nur als gedacht, gleichviel, ob diesem Gedachten die Wirklichkeit entspricht oder nicht. Es gibt aber noch einen dritten Fall. 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		<title>DeletedUser am 10. Mai 2017 um 14:05 Uhr</title>
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		<updated>2017-05-10T14:05:42Z</updated>

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Sie rückt den Gedanken nicht bloß aus dem Bereiche der Wirklichkeit (den der Indikativ ausdrücken würde), sondern versetzt ihn außerdem auch noch in eine größere Zeitferne: eine irreale Bedingung in der Gegenwart wird durch das Imperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich hätte&amp;#039;&amp;#039;), eine irreale Bedingung in der Vergangenheit $Seite 153$ durch das Plusquamperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich gehabt hätte&amp;#039;&amp;#039;) ausgedrückt. Ein Schwanken in dem Tempus des Konjunktivs ist hier völlig ausgeschlossen; Imperfekt und Plusquamperfekt sind in solchen Sätzen unerläßlich.//* Der Volksmund liebt es, eine irreale Bedingung in der Vergangenheit durch den Indikativ des Imperfekts auszudrücken: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039;. Das klingt aber der Angabe einer wiederholten Handlung in der Wirklichkeit &amp;#039;&amp;#039;jedesmal, wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039; so ähnlich, daß man es in der guten Schriftsprache besser vermeidet.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine zweite, ebenso unüberschreitbare Grenze für die Neigung, überall den Konjunktiv der Gegenwart vorzuziehen, liegt in einer gewissen Bedeutung des Konjunktivs der Vergangenheit. Der Indikativ stellt etwas als wirklich hin, der Konjunktiv nur als gedacht, gleichviel, ob diesem Gedachten die Wirklichkeit entspricht oder nicht. Es gibt aber noch einen dritten Fall. Es kann etwas als gedacht hingestellt, aber zugleich aufs bestimmteste ausgedrückt werden, daß diesem Gedachten die Wirklichkeit nicht entspreche. Diese Aufgabe kann aber nur der Konjunktiv der Vergangenheit erfüllen. Das bekanntere Beispiel dafür und eins, das niemand falsch bildet, sind die sogenannten irrealen Konditionalsätze oder Bedingungssätze der Nichtwirklichkeit. Jedermann sagt und schreibt richtig: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld hätte, käme ich&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld gehabt hätte, wäre ich gekommen&amp;#039;&amp;#039;. Der Sinn ist in dem ersten Falle: &amp;#039;&amp;#039;ich habe aber keins&amp;#039;&amp;#039;, im zweiten: &amp;#039;&amp;#039;ich hatte aber keins&amp;#039;&amp;#039;, mit andern Worten: sowohl das Geldhaben, als die Folge davon, das &amp;#039;&amp;#039;Kommen&amp;#039;&amp;#039;, wird in beiden Fällen als nichtwirklich, als „irreal&amp;quot; hingestellt. Die Sprache verfährt dabei sehr ausdrucksvoll. Sie rückt den Gedanken nicht bloß aus dem Bereiche der Wirklichkeit (den der Indikativ ausdrücken würde), sondern versetzt ihn außerdem auch noch in eine größere Zeitferne: eine irreale Bedingung in der Gegenwart wird durch das Imperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich hätte&amp;#039;&amp;#039;), eine irreale Bedingung in der Vergangenheit $Seite 153$ durch das Plusquamperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich gehabt hätte&amp;#039;&amp;#039;) ausgedrückt. Ein Schwanken in dem Tempus des Konjunktivs ist hier völlig ausgeschlossen; Imperfekt und Plusquamperfekt sind in solchen Sätzen unerläßlich.//* Der Volksmund liebt es, eine irreale Bedingung in der Vergangenheit durch den Indikativ des Imperfekts auszudrücken: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039;. Das klingt aber der Angabe einer wiederholten Handlung in der Wirklichkeit &amp;#039;&amp;#039;jedesmal, wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039; so ähnlich, daß man es in der guten Schriftsprache besser vermeidet.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 20. Oktober 2016 um 17:31 Uhr</title>
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		<updated>2016-10-20T17:31:23Z</updated>

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Das bekanntere Beispiel dafür und eins, das niemand falsch bildet, sind die sogenannten irrealen Konditionalsätze oder Bedingungssätze der Nichtwirklichkeit. Jedermann sagt und schreibt richtig: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld hätte, käme ich&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld gehabt hätte, wäre ich gekommen&amp;#039;&amp;#039;. Der Sinn ist in dem ersten Falle: &amp;#039;&amp;#039;ich habe aber keins&amp;#039;&amp;#039;, im zweiten: &amp;#039;&amp;#039;ich hatte aber keins&amp;#039;&amp;#039;, mit andern Worten: sowohl das Geldhaben, als die Folge davon, das &amp;#039;&amp;#039;Kommen&amp;#039;&amp;#039;, wird in beiden Fällen als nichtwirklich, als „irreal&amp;quot; hingestellt. Die Sprache verfährt dabei sehr ausdrucksvoll. Sie rückt den Gedanken nicht bloß aus dem Bereiche der Wirklichkeit (den der Indikativ ausdrücken würde), sondern versetzt ihn außerdem auch noch in eine größere Zeitferne: eine irreale Bedingung in der Gegenwart wird durch das Imperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich hätte&amp;#039;&amp;#039;), eine irreale Bedingung in der Vergangenheit $Seite 153$ durch das Plusquamperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich gehabt hätte&amp;#039;&amp;#039;) ausgedrückt. Ein Schwanken in dem Tempus des Konjunktivs ist hier völlig ausgeschlossen; Imperfekt und Plusquamperfekt sind in solchen Sätzen unerläßlich.//* Der Volksmund liebt es, eine irreale Bedingung in der Vergangenheit durch den Indikativ des Imperfekts auszudrücken: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039;. Das klingt aber der Angabe einer wiederholten Handlung in der Wirklichkeit &amp;#039;&amp;#039;jedesmal, wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039; so ähnlich, daß man es in der guten Schriftsprache besser vermeidet.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine zweite, ebenso unüberschreitbare Grenze für die Neigung, überall den Konjunktiv der Gegenwart vorzuziehen, liegt in einer gewissen Bedeutung des Konjunktivs der Vergangenheit. Der Indikativ stellt etwas als wirklich hin, der Konjunktiv nur als gedacht, gleichviel, ob diesem Gedachten die Wirklichkeit entspricht oder nicht. Es gibt aber noch einen dritten Fall. Es kann etwas als gedacht hingestellt, aber zugleich aufs bestimmteste ausgedrückt werden, daß diesem Gedachten die Wirklichkeit nicht entspreche. Diese Aufgabe kann aber nur der Konjunktiv der Vergangenheit erfüllen. Das bekanntere Beispiel dafür und eins, das niemand falsch bildet, sind die sogenannten irrealen Konditionalsätze oder Bedingungssätze der Nichtwirklichkeit. Jedermann sagt und schreibt richtig: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld hätte, käme ich&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld gehabt hätte, wäre ich gekommen&amp;#039;&amp;#039;. Der Sinn ist in dem ersten Falle: &amp;#039;&amp;#039;ich habe aber keins&amp;#039;&amp;#039;, im zweiten: &amp;#039;&amp;#039;ich hatte aber keins&amp;#039;&amp;#039;, mit andern Worten: sowohl das Geldhaben, als die Folge davon, das &amp;#039;&amp;#039;Kommen&amp;#039;&amp;#039;, wird in beiden Fällen als nichtwirklich, als „irreal&amp;quot; hingestellt. Die Sprache verfährt dabei sehr ausdrucksvoll. Sie rückt den Gedanken nicht bloß aus dem Bereiche der Wirklichkeit (den der Indikativ ausdrücken würde), sondern versetzt ihn außerdem auch noch in eine größere Zeitferne: eine irreale Bedingung in der Gegenwart wird durch das Imperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich hätte&amp;#039;&amp;#039;), eine irreale Bedingung in der Vergangenheit $Seite 153$ durch das Plusquamperfekt (&amp;#039;&amp;#039;wenn ich gehabt hätte&amp;#039;&amp;#039;) ausgedrückt. Ein Schwanken in dem Tempus des Konjunktivs ist hier völlig ausgeschlossen; Imperfekt und Plusquamperfekt sind in solchen Sätzen unerläßlich.//* Der Volksmund liebt es, eine irreale Bedingung in der Vergangenheit durch den Indikativ des Imperfekts auszudrücken: &amp;#039;&amp;#039;wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039;. Das klingt aber der Angabe einer wiederholten Handlung in der Wirklichkeit &amp;#039;&amp;#039;jedesmal, wenn ich Geld hatte, kam ich&amp;#039;&amp;#039; so ähnlich, daß man es in der guten Schriftsprache besser vermeidet.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 20. Oktober 2016 um 17:30 Uhr</title>
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		<updated>2016-10-20T17:30:43Z</updated>

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Es kann etwas als gedacht hingestellt, aber zugleich aufs &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;be-stimmteste &lt;/del&gt;ausgedrückt werden, daß diesem Gedachten die Wirklichkeit nicht entspreche. Diese Aufgabe kann aber nur der Konjunktiv der Vergangenheit erfüllen. Das bekanntere Beispiel dafür und eins, das niemand falsch bildet, sind die sogenannten irrealen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Konditional-sätze &lt;/del&gt;oder Bedingungssätze der Nichtwirklichkeit. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Jeder-mann &lt;/del&gt;sagt und schreibt richtig: wenn ich Geld hätte, käme ich, oder: wenn ich Geld gehabt hätte, wäre ich gekommen. Der Sinn ist in dem ersten Falle: ich habe aber keins, im zweiten: ich hatte aber keins, mit andern Worten: sowohl das Geldhaben, als die Folge davon, das Kommen, wird in beiden Fällen als &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;nicht-wirklich&lt;/del&gt;, als „irreal&quot; hingestellt. Die Sprache verfährt dabei sehr ausdrucksvoll. Sie rückt den Gedanken nicht bloß aus dem Bereiche der Wirklichkeit (den der Indikativ ausdrücken würde), sondern versetzt ihn außerdem auch noch in eine größere Zeitferne: eine irreale Bedingung in der Gegenwart wird durch das Imperfekt (wenn ich hätte), eine irreale Bedingung in der Vergangenheit $Seite 153$ durch das Plusquamperfekt (wenn ich gehabt hätte) ausgedrückt. Ein Schwanken in dem Tempus des &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kon-junktivs &lt;/del&gt;ist hier völlig ausgeschlossen; Imperfekt und Plusquamperfekt sind in solchen Sätzen unerläßlich.//* Der Volksmund liebt es, eine irreale Bedingung in der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ver-gangenheit &lt;/del&gt;durch den &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;— &lt;/del&gt;Indikativ des Imperfekts auszudrücken: wenn ich Geld hatte, kam ich. Das klingt aber der Angabe einer &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wieder-holten &lt;/del&gt;Handlung in der Wirklichkeit &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(&lt;/del&gt;jedesmal, wenn ich Geld hatte, kam ich so ähnlich, daß man es in der guten Schriftsprache besser vermeidet.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Eine zweite, ebenso unüberschreitbare Grenze für die Neigung, überall den Konjunktiv der Gegenwart &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vorzuziehen&lt;/ins&gt;, liegt in einer gewissen Bedeutung des &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Konjunktivs &lt;/ins&gt;der Vergangenheit. Der Indikativ stellt etwas als wirklich hin, der Konjunktiv nur als gedacht, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gleichviel&lt;/ins&gt;, ob diesem Gedachten die Wirklichkeit entspricht oder nicht. Es gibt aber noch einen dritten Fall. Es kann etwas als gedacht hingestellt, aber zugleich aufs &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bestimmteste &lt;/ins&gt;ausgedrückt werden, daß diesem Gedachten die Wirklichkeit nicht entspreche. Diese Aufgabe kann aber nur der Konjunktiv der Vergangenheit erfüllen. Das bekanntere Beispiel dafür und eins, das niemand falsch bildet, sind die sogenannten irrealen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Konditionalsätze &lt;/ins&gt;oder Bedingungssätze der Nichtwirklichkeit. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Jedermann &lt;/ins&gt;sagt und schreibt richtig: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wenn ich Geld hätte, käme ich&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, oder: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wenn ich Geld gehabt hätte, wäre ich gekommen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. 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Es würde ganz unbegreiflich sein, wie jemand solche Nebensätze in den Indikativ setzen kann, wenn nicht, wie so oft, die leidige &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Halb-wisserei &lt;/del&gt;dabei im Spiele wäre. Man ist nicht unwissend genug, den richtigen Konjunktiv aus der lebendigen Sprache unangezweifelt zu lassen, aber man ist auch nicht wissend, nicht unterrichtet genug, den Zweifel &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;niederzu-schlagen &lt;/del&gt;und das Richtige aufs Papier zu bringen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Solche Sätze bildet ja nun jeder richtig, wenn er auch vielleicht nie darüber nachgedacht hat, warum er sie so bildet. Die Bedingungssätze sind aber keineswegs die einzigen Nebensätze, die irrealen Sinn haben können. Etwas sehr gewöhnliches sind auch Relativsätze, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Objektsätze&lt;/ins&gt;, Kausalsätze, Folgesätze mit irrealem Sinn. 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Aber der Papiermensch getraut sich solche Sätze nicht zu schreiben, er stutzt, zweifelt, wird irre, schreibt schließlich — den Indikativ, und so laufen einem denn täglich auch solche Sätze über den Weg, wie: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ich kenne keine zweite Fachzeitschrift auf diesem Gebiete, die so allen Ansprüchen entgegenkommt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;käme!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;die Geschichte kennt keine Musiker, die auf rein autodidaktischem Wege zur Bedeutung gelangt sind&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; 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text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;deutete!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;es gibt kein Stück Shakespeares, worin die Charaktere klarer entwickelt sind&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wären!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;es fehlte bisher an einem Buche, das dem Laien &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;verständlich &lt;/ins&gt;war&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;gewesen wäre!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;und zugleich auf der Höhe der Wissenschaft stand&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;gestanden hätte!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;es gibt keinen, der die Entwicklung der politischen Verhältnisse kennt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;kennte!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;), &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;keinen, der sagen kann&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;könnte!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;): &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;morgen wird es so sein — nie hat er etwas getan, was mit seiner Untertanenpflicht in Widerspruch stand&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;gestanden hätte!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wir haben seit langen Jahren kein Abgeordnetenhaus gehabt, worin diese Partei so stark vertreten war&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;gewesen wäre!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ich gebe diese Auslassung wörtlich wieder, nicht weil ich sie für sehr bedeutend halte&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;hielte!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;), &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;sondern weil&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;usw. — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;es ist ganz undenkbar, daß die Armenier diese &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gräueltaten &lt;/ins&gt;hervorriefen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;hervorgerufen hätten!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wir hören nichts davon, daß die weniger betroffnen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gemeinden &lt;/ins&gt;den notleidenden die Hand boten&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;geboten hätten!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wie selten sind diese Kenntnisse ein so sichrer Besitz geworden, daß mit Freiheit darüber verfügt wird&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;würde!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;die Summe gewährt ihm keine &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;genügende &lt;/ins&gt;Unterstützung, daß er während seiner &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Studentenzeit &lt;/ins&gt;sorgenfrei leben kann&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;könnte!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;die Sache ist damals beanstandet worden, ohne daß über den Grund aus den Akten etwas zu ersehen ist&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wäre!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ach, es war eine schöne Zeit, zu schön, als daß sie lange dauern konnte&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;hätte dauern können!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;zum Glück war ich noch zu klein, als daß mir der Inhalt des Buches großen Schaden zufügen konnte&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;hätte zufügen können!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;die Hauswirte lassen lieber die Wohnungen leer stehen, als daß sie sie billig vermieten&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;vermieteten&lt;/ins&gt;!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;anstatt daß eine Beruhigung eintrat&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;eingetreten wäre!&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;), &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;bemächtigte sich vielmehr des ganzen Landes eine tiefe Aufregung&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Buch=Wustmann(1903)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Buch=Wustmann(1903)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 4. August 2016 um 18:03 Uhr</title>
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		<updated>2016-08-04T18:03:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Kapitel&lt;br /&gt;
|Überschrift=Der Konjunktiv der Nichtwirklichkeit&lt;br /&gt;
|ErsteSeite=152&lt;br /&gt;
|LetzteSeite=155&lt;br /&gt;
|KapitelNummer=790&lt;br /&gt;
|WorkflowStatus=importiert&lt;br /&gt;
|KapitelText=Eine zweite, ebenso unüberschreitbare Grenze für die Neigung, überall den Konjunktiv der Gegenwart vor-zuziehen, liegt in einer gewissen Bedeutung des Kon-junktivs der Vergangenheit. Der Indikativ stellt etwas als wirklich hin, der Konjunktiv nur als gedacht, gleich-viel, ob diesem Gedachten die Wirklichkeit entspricht oder nicht. Es gibt aber noch einen dritten Fall. Es kann etwas als gedacht hingestellt, aber zugleich aufs be-stimmteste ausgedrückt werden, daß diesem Gedachten die Wirklichkeit nicht entspreche. Diese Aufgabe kann aber nur der Konjunktiv der Vergangenheit erfüllen. Das bekanntere Beispiel dafür und eins, das niemand falsch bildet, sind die sogenannten irrealen Konditional-sätze oder Bedingungssätze der Nichtwirklichkeit. Jeder-mann sagt und schreibt richtig: wenn ich Geld hätte, käme ich, oder: wenn ich Geld gehabt hätte, wäre ich gekommen. Der Sinn ist in dem ersten Falle: ich habe aber keins, im zweiten: ich hatte aber keins, mit andern Worten: sowohl das Geldhaben, als die Folge davon, das Kommen, wird in beiden Fällen als nicht-wirklich, als „irreal&amp;quot; hingestellt. Die Sprache verfährt dabei sehr ausdrucksvoll. Sie rückt den Gedanken nicht bloß aus dem Bereiche der Wirklichkeit (den der Indikativ ausdrücken würde), sondern versetzt ihn außerdem auch noch in eine größere Zeitferne: eine irreale Bedingung in der Gegenwart wird durch das Imperfekt (wenn ich hätte), eine irreale Bedingung in der Vergangenheit $Seite 153$ durch das Plusquamperfekt (wenn ich gehabt hätte) ausgedrückt. Ein Schwanken in dem Tempus des Kon-junktivs ist hier völlig ausgeschlossen; Imperfekt und Plusquamperfekt sind in solchen Sätzen unerläßlich.//* Der Volksmund liebt es, eine irreale Bedingung in der Ver-gangenheit durch den — Indikativ des Imperfekts auszudrücken: wenn ich Geld hatte, kam ich. Das klingt aber der Angabe einer wieder-holten Handlung in der Wirklichkeit (jedesmal, wenn ich Geld hatte, kam ich so ähnlich, daß man es in der guten Schriftsprache besser vermeidet.//&lt;br /&gt;
Solche Sätze bildet ja nun jeder richtig, wenn er auch vielleicht nie darüber nachgedacht hat, warum er sie so bildet. Die Bedingungssätze sind aber keineswegs die einzigen Nebensätze, die irrealen Sinn haben können. Etwas sehr gewöhnliches sind auch Relativsätze, Objekt-sätze, Kausalsätze, Folgesätze mit irrealem Sinn. In allen diesen Sätzen verfährt die lebendige Sprache genau so, wie in den irrealen Bedingungssätzen, jedermann bildet auch sie in der Umgangssprache ganz richtig, ohne sich einen Augenblick zu besinnen, und sagt: ich kenne keinen Menschen, den ich lieber hätte als dich — ich weiß nichts davon, daß er verreist gewesen wäre — ich will nicht sagen, daß ich keine Lust gehabt hätte//** Auch oft verkürzt, ohne Hauptsatz: daß ich nicht wüßte — nicht daß es dem Vater an trefflichen Eigenschaften gefehlt hätte.// — er ist zu dieser Arbeit nicht zu brauchen, nicht etwa weil er zu dumm dazu wäre — ich bin nicht so un-geduldig, daß ich es nicht erwarten könnte — statt daß du zu Hause bliebest und dich pflegtest, läufst du in Wind und Wetter herum usw. Aber der Papiermensch getraut sich solche Sätze nicht zu schreiben, er stutzt, zweifelt, wird irre, schreibt schließlich — den Indikativ, und so laufen einem denn täglich auch solche Sätze über den Weg, wie: ich kenne keine zweite Fachzeitschrift auf diesem Gebiete, die so allen Ansprüchen entgegenkommt (käme!) — die Geschichte kennt keine Musiker, die auf rein autodidaktischem Wege zur Bedeutung gelangt sind (wären!) — es dürfte heute kein Physiker zu ermitteln sein, der an die Möglichkeit eines absolut leeren Raumes glaubt (glaubte!) — bei Shakespeare selbst findet sich kein Wort, das auf eine solche Anschauung seines Helden $Seite 154$ deutet (deutete!) — es gibt kein Stück Shakespeares, worin die Charaktere klarer entwickelt sind (wären!) — es fehlte bisher an einem Buche, das dem Laien ver-ständlich war (gewesen wäre!) und zugleich auf der Höhe der Wissenschaft stand (gestanden hätte!) — es gibt keinen, der die Entwicklung der politischen Verhältnisse kennt (kennte!), keinen, der sagen kann (könnte!): morgen wird es so sein — nie hat er etwas getan, was mit seiner Untertanenpflicht in Widerspruch stand (gestanden hätte!) — wir haben seit langen Jahren kein Abgeordnetenhaus gehabt, worin diese Partei so stark vertreten war (gewesen wäre!) — ich gebe diese Auslassung wörtlich wieder, nicht weil ich sie für sehr bedeutend halte (hielte!), sondern weil usw. — es ist ganz undenkbar, daß die Armenier diese Gräuel-taten hervorriefen (hervorgerufen hätten!) — wir hören nichts davon, daß die weniger betroffnen Ge-meinden den notleidenden die Hand boten (geboten hätten!) — wie selten sind diese Kenntnisse ein so sichrer Besitz geworden, daß mit Freiheit darüber verfügt wird (würde!) — die Summe gewährt ihm keine ge-nügende Unterstützung, daß er während seiner Studenten-zeit sorgenfrei leben kann (könnte!) — die Sache ist damals beanstandet worden, ohne daß über den Grund aus den Akten etwas zu ersehen ist (wäre!) — ach, es war eine schöne Zeit, zu schön, als daß sie lange dauern konnte (hätte dauern können!) — zum Glück war ich noch zu klein, als daß mir der Inhalt des Buches großen Schaden zufügen konnte (hätte zufügen können!) — die Hauswirte lassen lieber die Wohnungen leer stehen, als daß sie sie billig vermieten (ver-mieteten!) — anstatt daß eine Beruhigung eintrat (eingetreten wäre!), bemächtigte sich vielmehr des ganzen Landes eine tiefe Aufregung.&lt;br /&gt;
In allen diesen Sätzen drückt der Nebensatz etwas Nichtwirkliches aus. Zu allen diesen Nebensätzen ist gleichsam im Geist ein irrealer Bedingungssatz zu er-gänzen: nie hat er etwas getan, was mit seiner Unter-tanenpflicht in Widerspruch gestanden hätte (nämlich wenn er es getan hätte, was eben nicht der Fall $Seite 155$ war). Also müssen sie auch alle in den Modus der Nichtwirklichkeit treten. Es würde ganz unbegreiflich sein, wie jemand solche Nebensätze in den Indikativ setzen kann, wenn nicht, wie so oft, die leidige Halb-wisserei dabei im Spiele wäre. Man ist nicht unwissend genug, den richtigen Konjunktiv aus der lebendigen Sprache unangezweifelt zu lassen, aber man ist auch nicht wissend, nicht unterrichtet genug, den Zweifel niederzu-schlagen und das Richtige aufs Papier zu bringen.&lt;br /&gt;
|Buch=Wustmann(1903)&lt;br /&gt;
|Scan=Datei:Wustmann 1903-Gesamt.pdf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{ThemaSubobjekt‎&lt;br /&gt;
|Zweifelsfall=Zweifelsfall_Importplatzhalter&lt;br /&gt;
|Bezugsinstanz=gehobene Sprache, gesprochene Sprache, Schriftsprache, Umgangssprache, Mundart&lt;br /&gt;
|Bewertung=Das Richtige, falsch, Frequenz/jeder, Frequenz/jedermann sagt und schreibt, ganz unbegreiflich, leidige Halbwisserei dabei im Spiele, müssen, richtig, sehr gewöhnliches, unerläßlich&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DeletedUser</name></author>
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