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	<title>Wustmann(1903) Die Bildervermengung - Versionsgeschichte</title>
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		<title>DeletedUser am 30. April 2018 um 15:53 Uhr</title>
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Zeitungen und Bücher leisten aber fast täglich ähnliches; gilt es doch für geistreich, möglichst viel in Bildern zu schreiben! Oder wäre es nicht ebenso lächerlich, wenn von einer Nachricht gesagt wird, daß sie &amp;#039;&amp;#039;wie ein Donnerschlag ins Pulverfaß gewirkt habe&amp;#039;&amp;#039;, wenn in einem Aufsatz über das Theater von &amp;#039;&amp;#039;gaumenkitzelnden Trikotanzügen&amp;#039;&amp;#039; gesprochen wird, oder $Seite 287$ wenn es in einem Börsenberichte heißt: &amp;#039;&amp;#039;der Verkehr wickelte sich in ruhigem Tone ab&amp;#039;&amp;#039;, in dem Bericht über eine Kunstausstellung: &amp;#039;&amp;#039;was bei den Russen zum Zerrbilde des Fanatismus geworden ist, leuchtet bei den Spaniern als Flamme der Begeisterung&amp;#039;&amp;#039;, oder wenn gar geschrieben wird: &amp;#039;&amp;#039;wo finden wir einen roten Faden, der uns aus diesem Labyrinth hinausführt?&amp;#039;&amp;#039; Auch folgende Beispiele sind, wie ausdrücklich bemerkt sein mag, nicht erfunden, sondern aus Zeitungen und Büchern gesammelt: &amp;#039;&amp;#039;das politische Knochengerüst, über dessen Nacktheit durch eine schöne Verbrämung hinweggetäuscht werden soll — unsre Universitäten sind wie rohe Eier: sobald man sie antastet, stellen sie sich auf die Hinterbeine — Prinz Ferdinand hat schon im ersten Jahre seiner Regierung manches Haar in seiner Krone gefunden — alle diese Mitteilungen schweben in der Luft, aus der sie geschnappt sind&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;in der Luft schweben, aus der Luft greifen, nach Luft schnappen&amp;#039;&amp;#039;) — &amp;#039;&amp;#039;das ist eins jener Kolumbuseier, deren der Genius Shakespeares verschiedne ausgebrütet hat — das sind vom nationalökonomischen Gesichtswinkel aus in kargem Gerippe die geistreich variierten Grundzüge seiner Lehre — die Millionen fliegen zum Fenster hinaus und leeren das Reichsfaß bis zum Boden — natürlich muß das Pflaster auf die verschiednen kalten Wasserstrahlen gegen ihre Eitelkeit ein wenig gekitzelt werden — dieses Schreckgespenst ist schon so abgedroschen, daß nur noch ein politisches Wickelkind darauf herumreiten kann — um ihrem geschwächten Parteimagen neue Nahrung zuzuführen, angeln sie in dem Wasser des Bauernbundes nach faulen Fischen — es wäre sehr zu wünschen, daß die Regierung diesem alten Zopf einmal gründlich den Star stäche.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Bei dem Worte &amp;#039;&amp;#039;Bildervermengung&amp;#039;&amp;#039; denkt wohl jeder an Wendungen wie: &amp;#039;&amp;#039;das ist wie ein Tropfen auf einen hohlen Stein&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;er wurde an den Rand des Bettelstabes gebracht&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, wird auch über dieser Wunde Gras wachsen lassen&amp;#039;&amp;#039; — und meint, dergleichen werde wohl beim Unterricht als abschreckendes Beispiel vorgeführt, komme aber in Wirklichkeit nicht vor. 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		<title>DeletedUser am 30. April 2018 um 12:34 Uhr</title>
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		<title>DeletedUser am 22. Mai 2017 um 19:50 Uhr</title>
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Zeitungen und Bücher leisten aber fast täglich ähnliches; gilt es doch für geistreich, möglichst viel in Bildern zu schreiben! Oder wäre es nicht ebenso lächerlich, wenn von einer Nachricht gesagt wird, daß sie &amp;#039;&amp;#039;wie ein Donnerschlag ins Pulverfaß gewirkt habe&amp;#039;&amp;#039;, wenn in einem Aufsatz über das Theater von &amp;#039;&amp;#039;gaumenkitzelnden Trikotanzügen&amp;#039;&amp;#039; gesprochen wird, oder $Seite 287$ wenn es in einem Börsenberichte heißt: &amp;#039;&amp;#039;der Verkehr wickelte sich in ruhigem Tone ab&amp;#039;&amp;#039;, in dem Bericht über eine Kunstausstellung: &amp;#039;&amp;#039;was bei den Russen zum Zerrbilde des Fanatismus geworden ist, leuchtet bei den Spaniern als Flamme der Begeisterung&amp;#039;&amp;#039;, oder wenn gar geschrieben wird: &amp;#039;&amp;#039;wo finden wir einen roten Faden, der uns aus diesem Labyrinth hinausführt?&amp;#039;&amp;#039; Auch folgende Beispiele sind, wie ausdrücklich bemerkt sein mag, nicht erfunden, sondern aus Zeitungen und Büchern gesammelt: &amp;#039;&amp;#039;das politische Knochengerüst, über dessen Nacktheit durch eine schöne Verbrämung hinweggetäuscht werden soll — unsre Universitäten sind wie rohe Eier: sobald man sie antastet, stellen sie sich auf die Hinterbeine — Prinz Ferdinand hat schon im ersten Jahre seiner Regierung manches Haar in seiner Krone gefunden — alle diese Mitteilungen schweben in der Luft, aus der sie geschnappt sind&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;in der Luft schweben, aus der Luft greifen, nach Luft schnappen&amp;#039;&amp;#039;) — &amp;#039;&amp;#039;das ist eins jener Kolumbuseier, deren der Genius Shakespeares verschiedne ausgebrütet hat — das sind vom nationalökonomischen Gesichtswinkel aus in kargem Gerippe die geistreich variierten Grundzüge seiner Lehre — die Millionen fliegen zum Fenster hinaus und leeren das Reichsfaß bis zum Boden — natürlich muß das Pflaster auf die verschiednen kalten Wasserstrahlen gegen ihre Eitelkeit ein wenig gekitzelt werden — dieses Schreckgespenst ist schon so abgedroschen, daß nur noch ein politisches Wickelkind darauf herumreiten kann — um ihrem geschwächten Parteimagen neue Nahrung zuzuführen, angeln sie in dem Wasser des Bauernbundes nach faulen Fischen — es wäre sehr zu wünschen, daß die Regierung diesem alten Zopf einmal gründlich den Star stäche.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Bei dem Worte &amp;#039;&amp;#039;Bildervermengung&amp;#039;&amp;#039; denkt wohl jeder an Wendungen wie: &amp;#039;&amp;#039;das ist wie ein Tropfen auf einen hohlen Stein&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;er wurde an den Rand des Bettelstabes gebracht&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, wird auch über dieser Wunde Gras wachsen lassen&amp;#039;&amp;#039; — und meint, dergleichen werde wohl beim Unterricht als abschreckendes Beispiel vorgeführt, komme aber in Wirklichkeit nicht vor. 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Schon wenn jemand schreibt: &#039;&#039;die Sache machte keinen durchschlagenden Eindruck&#039;&#039; — so lesen sicher unzählige darüber weg, denn &#039;&#039;Eindruck machen&#039;&#039; und &#039;&#039;ein durchschlagender Erfolg&#039;&#039; sind so abgebrauchte Bilder, daß man sich ihres ursprünglichen Sinnes kaum noch bewußt ist. Und doch liegt hier eine lächerliche Bildervermengung vor, denn &#039;&#039;einen Eindruck machen&#039;&#039; und &#039;&#039;durchschlagen&#039;&#039; schließen doch einander aus; wenn man &#039;&#039;das Kalbfell einer Pauke durchschlägt&#039;&#039;, so ist es mit dem &#039;&#039;Eindruckmachen&#039;&#039; vorbei. Ebenso ist es, wenn ein Kritiker von Leistungen eines Schriftstellers redet, die nicht den vollen Umfang seiner Fähigkeiten erschöpfen, denn beim &#039;&#039;Umfang&#039;&#039; denkt man an ein Längenmaß, &#039;&#039;schöpfen&#039;&#039; kann man aber nur mit einem Hohlmaß. In solchen mehr oder weniger verschleierten Bildervermengungen wird sehr viel geleistet. Man schreibt: &#039;&#039;die kleinen Staaten werden von der Wucht ganz Deutschlands getragen — er hatte sich in eine solche Schuldenlast gestürzt — diese Maßregel ist von sehr ungünstigem Einfluß begleitet gewesen — als die auf die Hebung der Hundezucht abzielende Bewegung feste Wurzeln geschlagen hatte — bis sie ihm die Unterlage für Börsenspekulationen eröffnet hatten&#039;&#039; usw.//*&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;) &lt;/del&gt;Übrigens kann ein Bild auch ohne Vermengung mit andern geschmacklos wirken, nämlich dann, wenn es gar zu sehr ausgetitscht wird; so, wenn es von den Arbeiten, die ein Schriftsteller seinem Verleger einsandte, heißt: &#039;&#039;jede jährliche Ernte seines Fleißes und Talentes hat er in den Hof des befreundeten Hauses eingefahren.&#039;&#039;//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Dergleichen erregt ja nun die Heiterkeit auch des gedankenlosesten Lesers. Ein Berliner Schriftsteller hat sich sogar (unter dem Namen Wippchen) jahrelang planmäßig dem Anbau dieses Sprachunkrauts gewidmet und große Erfolge damit gehabt. Es gibt aber auch zahlreiche Bildervermengungen, die genau so schlimm sind, $Seite 288$ und die doch von Tausenden von Lesern, auch von denkenden, gar nicht bemerkt werden, weil sie nicht so zutage liegen, sondern etwas verschleiert sind. Unsre Sprache ist überreich an bildlichen Ausdrücken, über deren ursprüngliche Bedeutung man sich oft gar keine Rechenschaft mehr gibt. Schon wenn jemand schreibt: &#039;&#039;die Sache machte keinen durchschlagenden Eindruck&#039;&#039; — so lesen sicher unzählige darüber weg, denn &#039;&#039;Eindruck machen&#039;&#039; und &#039;&#039;ein durchschlagender Erfolg&#039;&#039; sind so abgebrauchte Bilder, daß man sich ihres ursprünglichen Sinnes kaum noch bewußt ist. Und doch liegt hier eine lächerliche Bildervermengung vor, denn &#039;&#039;einen Eindruck machen&#039;&#039; und &#039;&#039;durchschlagen&#039;&#039; schließen doch einander aus; wenn man &#039;&#039;das Kalbfell einer Pauke durchschlägt&#039;&#039;, so ist es mit dem &#039;&#039;Eindruckmachen&#039;&#039; vorbei. Ebenso ist es, wenn ein Kritiker von Leistungen eines Schriftstellers redet, die nicht den vollen Umfang seiner Fähigkeiten erschöpfen, denn beim &#039;&#039;Umfang&#039;&#039; denkt man an ein Längenmaß, &#039;&#039;schöpfen&#039;&#039; kann man aber nur mit einem Hohlmaß. In solchen mehr oder weniger verschleierten Bildervermengungen wird sehr viel geleistet. Man schreibt: &#039;&#039;die kleinen Staaten werden von der Wucht ganz Deutschlands getragen — er hatte sich in eine solche Schuldenlast gestürzt — diese Maßregel ist von sehr ungünstigem Einfluß begleitet gewesen — als die auf die Hebung der Hundezucht abzielende Bewegung feste Wurzeln geschlagen hatte — bis sie ihm die Unterlage für Börsenspekulationen eröffnet hatten&#039;&#039; usw.//* Übrigens kann ein Bild auch ohne Vermengung mit andern geschmacklos wirken, nämlich dann, wenn es gar zu sehr ausgetitscht wird; so, wenn es von den Arbeiten, die ein Schriftsteller seinem Verleger einsandte, heißt: &#039;&#039;jede jährliche Ernte seines Fleißes und Talentes hat er in den Hof des befreundeten Hauses eingefahren.&#039;&#039;//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>DeletedUser am 7. April 2017 um 09:36 Uhr</title>
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		<title>DeletedUser am 7. April 2017 um 09:35 Uhr</title>
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Zeitungen und Bücher leisten aber fast täglich ähnliches; gilt es doch für geistreich, möglichst viel in Bildern zu schreiben! Oder wäre es nicht ebenso lächerlich, wenn von einer Nachricht gesagt wird, daß sie &amp;#039;&amp;#039;wie ein Donnerschlag ins Pulverfaß gewirkt habe&amp;#039;&amp;#039;, wenn in einem Aufsatz über das Theater von &amp;#039;&amp;#039;gaumenkitzelnden Trikotanzügen&amp;#039;&amp;#039; gesprochen wird, oder $Seite 287$ wenn es in einem Börsenberichte heißt: &amp;#039;&amp;#039;der Verkehr wickelte sich in ruhigem Tone ab&amp;#039;&amp;#039;, in dem Bericht über eine Kunstausstellung: &amp;#039;&amp;#039;was bei den Russen zum Zerrbilde des Fanatismus geworden ist, leuchtet bei den Spaniern als Flamme der Begeisterung&amp;#039;&amp;#039;, oder wenn gar geschrieben wird: &amp;#039;&amp;#039;wo finden wir einen roten Faden, der uns aus diesem Labyrinth hinausführt?&amp;#039;&amp;#039; Auch folgende Beispiele sind, wie ausdrücklich bemerkt sein mag, nicht erfunden, sondern aus Zeitungen und Büchern gesammelt: &amp;#039;&amp;#039;das politische Knochengerüst, über dessen Nacktheit durch eine schöne Verbrämung hinweggetäuscht werden soll — unsre Universitäten sind wie rohe Eier: sobald man sie antastet, stellen sie sich auf die Hinterbeine — Prinz Ferdinand hat schon im ersten Jahre seiner Regierung manches Haar in seiner Krone gefunden — alle diese Mitteilungen schweben in der Luft, aus der sie geschnappt sind&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;in der Luft schweben, aus der Luft greifen, nach Luft schnappen&amp;#039;&amp;#039;) — &amp;#039;&amp;#039;das ist eins jener Kolumbuseier, deren der Genius Shakespeares verschiedne ausgebrütet hat — das sind vom nationalökonomischen Gesichtswinkel aus in kargem Gerippe die geistreich variierten Grundzüge seiner Lehre — die Millionen fliegen zum Fenster hinaus und leeren das Reichsfaß bis zum Boden — natürlich muß das Pflaster auf die verschiednen kalten Wasserstrahlen gegen ihre Eitelkeit ein wenig gekitzelt werden — dieses Schreckgespenst ist schon so abgedroschen, daß nur noch ein politisches Wickelkind darauf herumreiten kann — um ihrem geschwächten Parteimagen neue Nahrung zuzuführen, angeln sie in dem Wasser des Bauernbundes nach faulen Fischen — es wäre sehr zu wünschen, daß die Regierung diesem alten Zopf einmal gründlich den Star stäche.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Bei dem Worte &amp;#039;&amp;#039;Bildervermengung&amp;#039;&amp;#039; denkt wohl jeder an Wendungen wie: &amp;#039;&amp;#039;das ist wie ein Tropfen auf einen hohlen Stein&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;er wurde an den Rand des Bettelstabes gebracht&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, wird auch über dieser Wunde Gras wachsen lassen&amp;#039;&amp;#039; — und meint, dergleichen werde wohl beim Unterricht als abschreckendes Beispiel vorgeführt, komme aber in Wirklichkeit nicht vor. 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Schon wenn jemand schreibt: &amp;#039;&amp;#039;die Sache machte keinen durchschlagenden Eindruck&amp;#039;&amp;#039; — so lesen sicher unzählige darüber weg, denn &amp;#039;&amp;#039;Eindruck machen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ein durchschlagender Erfolg&amp;#039;&amp;#039; sind so abgebrauchte Bilder, daß man sich ihres ursprünglichen Sinnes kaum noch bewußt ist. Und doch liegt hier eine lächerliche Bildervermengung vor, denn &amp;#039;&amp;#039;einen Eindruck machen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;durchschlagen&amp;#039;&amp;#039; schließen doch einander aus; wenn man &amp;#039;&amp;#039;das Kalbfell einer Pauke durchschlägt&amp;#039;&amp;#039;, so ist es mit dem &amp;#039;&amp;#039;Eindruckmachen&amp;#039;&amp;#039; vorbei. Ebenso ist es, wenn ein Kritiker von Leistungen eines Schriftstellers redet, die nicht den vollen Umfang seiner Fähigkeiten erschöpfen, denn beim &amp;#039;&amp;#039;Umfang&amp;#039;&amp;#039; denkt man an ein Längenmaß, &amp;#039;&amp;#039;schöpfen&amp;#039;&amp;#039; kann man aber nur mit einem Hohlmaß. In solchen mehr oder weniger verschleierten Bildervermengungen wird sehr viel geleistet. Man schreibt: &amp;#039;&amp;#039;die kleinen Staaten werden von der Wucht ganz Deutschlands getragen — er hatte sich in eine solche Schuldenlast gestürzt — diese Maßregel ist von sehr ungünstigem Einfluß begleitet gewesen — als die auf die Hebung der Hundezucht abzielende Bewegung feste Wurzeln geschlagen hatte — bis sie ihm die Unterlage für Börsenspekulationen eröffnet hatten&amp;#039;&amp;#039; usw.//*) Übrigens kann ein Bild auch ohne Vermengung mit andern geschmacklos wirken, nämlich dann, wenn es gar zu sehr ausgetitscht wird; so, wenn es von den Arbeiten, die ein Schriftsteller seinem Verleger einsandte, heißt: &amp;#039;&amp;#039;jede jährliche Ernte seines Fleißes und Talentes hat er in den Hof des befreundeten Hauses eingefahren.&amp;#039;&amp;#039;//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Dergleichen erregt ja nun die Heiterkeit auch des gedankenlosesten Lesers. Ein Berliner Schriftsteller hat sich sogar (unter dem Namen Wippchen) jahrelang planmäßig dem Anbau dieses Sprachunkrauts gewidmet und große Erfolge damit gehabt. Es gibt aber auch zahlreiche Bildervermengungen, die genau so schlimm sind, $Seite 288$ und die doch von Tausenden von Lesern, auch von denkenden, gar nicht bemerkt werden, weil sie nicht so zutage liegen, sondern etwas verschleiert sind. Unsre Sprache ist überreich an bildlichen Ausdrücken, über deren ursprüngliche Bedeutung man sich oft gar keine Rechenschaft mehr gibt. Schon wenn jemand schreibt: &amp;#039;&amp;#039;die Sache machte keinen durchschlagenden Eindruck&amp;#039;&amp;#039; — so lesen sicher unzählige darüber weg, denn &amp;#039;&amp;#039;Eindruck machen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ein durchschlagender Erfolg&amp;#039;&amp;#039; sind so abgebrauchte Bilder, daß man sich ihres ursprünglichen Sinnes kaum noch bewußt ist. 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Man schreibt: &amp;#039;&amp;#039;die kleinen Staaten werden von der Wucht ganz Deutschlands getragen — er hatte sich in eine solche Schuldenlast gestürzt — diese Maßregel ist von sehr ungünstigem Einfluß begleitet gewesen — als die auf die Hebung der Hundezucht abzielende Bewegung feste Wurzeln geschlagen hatte — bis sie ihm die Unterlage für Börsenspekulationen eröffnet hatten&amp;#039;&amp;#039; usw.//*) Übrigens kann ein Bild auch ohne Vermengung mit andern geschmacklos wirken, nämlich dann, wenn es gar zu sehr ausgetitscht wird; so, wenn es von den Arbeiten, die ein Schriftsteller seinem Verleger einsandte, heißt: &amp;#039;&amp;#039;jede jährliche Ernte seines Fleißes und Talentes hat er in den Hof des befreundeten Hauses eingefahren.&amp;#039;&amp;#039;//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>DeletedUser am 7. November 2016 um 12:43 Uhr</title>
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Zeitungen und Bücher leisten aber fast täglich ähnliches; gilt es doch für geistreich, möglichst viel in Bildern zu schreiben! Oder wäre es nicht ebenso lächerlich, wenn von einer Nachricht gesagt wird, daß sie &amp;#039;&amp;#039;wie ein Donnerschlag ins Pulverfaß gewirkt habe&amp;#039;&amp;#039;, wenn in einem Aufsatz über das Theater von &amp;#039;&amp;#039;gaumenkitzelnden Trikotanzügen&amp;#039;&amp;#039; gesprochen wird, oder $Seite 287$ wenn es in einem Börsenberichte heißt: &amp;#039;&amp;#039;der Verkehr wickelte sich in ruhigem Tone ab&amp;#039;&amp;#039;, in dem Bericht über eine Kunstausstellung: &amp;#039;&amp;#039;was bei den Russen zum Zerrbilde des Fanatismus geworden ist, leuchtet bei den Spaniern als Flamme der Begeisterung&amp;#039;&amp;#039;, oder wenn gar geschrieben wird: &amp;#039;&amp;#039;wo finden wir einen roten Faden, der uns aus diesem Labyrinth hinausführt?&amp;#039;&amp;#039; Auch folgende Beispiele sind, wie ausdrücklich bemerkt sein mag, nicht erfunden, sondern aus Zeitungen und Büchern gesammelt: &amp;#039;&amp;#039;das politische Knochengerüst, über dessen Nacktheit durch eine schöne Verbrämung hinweggetäuscht werden soll — unsre Universitäten sind wie rohe Eier: sobald man sie antastet, stellen sie sich auf die Hinterbeine — Prinz Ferdinand hat schon im ersten Jahre seiner Regierung manches Haar in seiner Krone gefunden — alle diese Mitteilungen schweben in der Luft, aus der sie geschnappt sind&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;in der Luft schweben, aus der Luft greifen, nach Luft schnappen&amp;#039;&amp;#039;) — &amp;#039;&amp;#039;das ist eins jener Kolumbuseier, deren der Genius Shakespeares verschiedne ausgebrütet hat — das sind vom nationalökonomischen Gesichtswinkel aus in kargem Gerippe die geistreich variierten Grundzüge seiner Lehre — die Millionen fliegen zum Fenster hinaus und leeren das Reichsfaß bis zum Boden — natürlich muß das Pflaster auf die verschiednen kalten Wasserstrahlen gegen ihre Eitelkeit ein wenig gekitzelt werden — dieses Schreckgespenst ist schon so abgedroschen, daß nur noch ein politisches Wickelkind darauf herumreiten kann — um ihrem geschwächten Parteimagen neue Nahrung zuzuführen, angeln sie in dem Wasser des Bauernbundes nach faulen Fischen — es wäre sehr zu wünschen, daß die Regierung diesem alten Zopf einmal gründlich den Star stäche.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Bei dem Worte &amp;#039;&amp;#039;Bildervermengung&amp;#039;&amp;#039; denkt wohl jeder an Wendungen wie: &amp;#039;&amp;#039;das ist wie ein Tropfen auf einen hohlen Stein&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;er wurde an den Rand des Bettelstabes gebracht&amp;#039;&amp;#039;, oder: &amp;#039;&amp;#039;der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, wird auch über dieser Wunde Gras wachsen lassen&amp;#039;&amp;#039; — und meint, dergleichen werde wohl beim Unterricht als abschreckendes Beispiel vorgeführt, komme aber in Wirklichkeit nicht vor. 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		<title>DeletedUser am 7. November 2016 um 12:39 Uhr</title>
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Oder wäre es nicht ebenso lächerlich, wenn von einer Nachricht gesagt wird, daß sie wie ein Donnerschlag ins Pulverfaß gewirkt habe, wenn in einem Aufsatz über das Theater von &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gaumen- kitzelnden &lt;/del&gt;Trikotanzügen gesprochen wird, oder $Seite 287$ wenn es in einem Börsenberichte heißt: der Verkehr wickelte sich in ruhigem Tone ab, in dem Bericht über eine Kunstausstellung: was bei den Russen zum Zerrbilde des Fanatismus geworden ist, leuchtet bei den Spaniern als Flamme der Begeisterung, oder wenn gar geschrieben wird: wo finden wir einen roten Faden, der uns &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ans &lt;/del&gt;diesem Labyrinth &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hinansführt&lt;/del&gt;? Auch folgende Beispiele sind, wie ausdrücklich bemerkt sein mag, nicht erfunden, sondern aus Zeitungen und Büchern gesammelt: das politische Knochengerüst, über dessen Nacktheit durch eine schöne Verbrämung hinweggetäuscht werden soll — unsre Universitäten sind wie rohe Eier: sobald man sie antastet, stellen sie sich auf die Hinterbeine — Prinz Ferdinand hat schon im ersten Jahre seiner Regierung manches Haar in seiner Krone gefunden — alle diese Mitteilungen schweben in der Luft, aus der sie geschnappt sind (in der Luft schweben, aus der Luft greifen, nach Luft schnappen) — das ist eins jener Kolumbuseier, deren der Genius Shakespeares verschiedne &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ausge- brütet &lt;/del&gt;hat — das sind vom nationalökonomischen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ge- sichtswinkel &lt;/del&gt;aus in kargem Gerippe die geistreich variierten Grundzüge seiner Lehre — die Millionen fliegen zum Fenster hinaus und leeren das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Reichs- faß &lt;/del&gt;bis zum Boden — natürlich muß das Pflaster auf die verschiednen kalten Wasserstrahlen gegen ihre Eitelkeit ein wenig gekitzelt werden — dieses Schreckgespenst ist schon so abgedroschen, daß nur noch ein politisches Wickelkind darauf herumreiten kann — um ihrem geschwächten Parteimagen neue Nahrung zuzuführen, angeln sie in dem Wasser des Bauernbundes nach faulen Fischen — es wäre sehr zu wünschen, daß die Regierung diesem alten Zopf einmal gründlich den Star stäche.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Bei dem Worte &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Bildervermengung&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;denkt wohl jeder an Wendungen wie: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;das ist wie ein Tropfen auf einen hohlen Stein&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, oder: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;er wurde an den Rand des Bettelstabes gebracht&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, oder: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, wird auch über dieser Wunde Gras wachsen lassen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;— und meint, dergleichen werde wohl beim Unterricht als abschreckendes Beispiel vorgeführt, komme aber in Wirklichkeit nicht vor. Zeitungen und Bücher leisten aber fast täglich ähnliches; gilt es doch für geistreich, möglichst viel in Bildern zu schreiben! Oder wäre es nicht ebenso lächerlich, wenn von einer Nachricht gesagt wird, daß sie &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wie ein Donnerschlag ins Pulverfaß gewirkt habe&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, wenn in einem Aufsatz über das Theater von &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;gaumenkitzelnden &lt;/ins&gt;Trikotanzügen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;gesprochen wird, oder $Seite 287$ wenn es in einem Börsenberichte heißt: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;der Verkehr wickelte sich in ruhigem Tone ab&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, in dem Bericht über eine Kunstausstellung: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;was bei den Russen zum Zerrbilde des Fanatismus geworden ist, leuchtet bei den Spaniern als Flamme der Begeisterung&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, oder wenn gar geschrieben wird: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;wo finden wir einen roten Faden, der uns &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;aus &lt;/ins&gt;diesem Labyrinth &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hinausführt&lt;/ins&gt;?&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;Auch folgende Beispiele sind, wie ausdrücklich bemerkt sein mag, nicht erfunden, sondern aus Zeitungen und Büchern gesammelt: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;das politische Knochengerüst, über dessen Nacktheit durch eine schöne Verbrämung hinweggetäuscht werden soll — unsre Universitäten sind wie rohe Eier: sobald man sie antastet, stellen sie sich auf die Hinterbeine — Prinz Ferdinand hat schon im ersten Jahre seiner Regierung manches Haar in seiner Krone gefunden — alle diese Mitteilungen schweben in der Luft, aus der sie geschnappt sind&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;in der Luft schweben, aus der Luft greifen, nach Luft schnappen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) — &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;das ist eins jener Kolumbuseier, deren der Genius Shakespeares verschiedne &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ausgebrütet &lt;/ins&gt;hat — das sind vom nationalökonomischen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gesichtswinkel &lt;/ins&gt;aus in kargem Gerippe die geistreich variierten Grundzüge seiner Lehre — die Millionen fliegen zum Fenster hinaus und leeren das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Reichsfaß &lt;/ins&gt;bis zum Boden — natürlich muß das Pflaster auf die verschiednen kalten Wasserstrahlen gegen ihre Eitelkeit ein wenig gekitzelt werden — dieses Schreckgespenst ist schon so abgedroschen, daß nur noch ein politisches Wickelkind darauf herumreiten kann — um ihrem geschwächten Parteimagen neue Nahrung zuzuführen, angeln sie in dem Wasser des Bauernbundes nach faulen Fischen — es wäre sehr zu wünschen, daß die Regierung diesem alten Zopf einmal gründlich den Star stäche.&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Dergleichen erregt ja nun die Heiterkeit auch des gedankenlosesten Lesers. Ein Berliner Schriftsteller hat sich sogar (unter dem Namen Wippchen) jahrelang &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;plan- mäßig &lt;/del&gt;dem Anbau dieses Sprachunkrauts gewidmet und große Erfolge damit gehabt. Es gibt aber auch &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zahl- reiche &lt;/del&gt;Bildervermengungen, die genau so schlimm sind, $Seite 288$ und die doch von Tausenden von Lesern, auch von &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;den- kenden&lt;/del&gt;, gar nicht bemerkt werden, weil sie nicht so &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zu- tage &lt;/del&gt;liegen, sondern etwas verschleiert sind. Unsre Sprache ist überreich an bildlichen Ausdrücken, über deren ursprüngliche Bedeutung man sich oft gar keine &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Rechen- schaft &lt;/del&gt;mehr gibt. Schon wenn jemand schreibt: die Sache machte keinen durchschlagenden Eindruck — so lesen sicher unzählige darüber weg, denn Eindruck machen und ein durchschlagender Erfolg sind so abgebrauchte Bilder, daß man sich ihres ursprünglichen Sinnes kaum noch bewußt ist. Und doch liegt hier eine lächerliche Bildervermengung vor, denn einen Eindruck machen und durchschlagen schließen doch einander aus; wenn man das Kalbfell einer Pauke durchschlägt, so ist es mit dem Eindruckmachen vorbei. Ebenso ist es, wenn ein Kritiker von Leistungen eines Schriftstellers redet, die nicht den vollen Umfang seiner Fähigkeiten &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;er- schöpfen&lt;/del&gt;, denn beim Umfang denkt man an ein &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Längen- maß&lt;/del&gt;, schöpfen kann man aber nur mit einem Hohlmaß. In solchen mehr oder weniger verschleierten &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bilderver- mengungen &lt;/del&gt;wird sehr viel geleistet. Man schreibt: die kleinen Staaten werden von der Wucht ganz &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Deutsch- lands &lt;/del&gt;getragen — er hatte sich in eine solche &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Schulden- last gestürzt— &lt;/del&gt;diese Maßregel ist von sehr &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ungün-stigem &lt;/del&gt;Einfluß begleitet gewesen — als die auf die Hebung der Hundezucht abzielende Bewegung feste Wurzeln geschlagen hatte — bis sie ihm die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Unter- lage &lt;/del&gt;für Börsenspekulationen eröffnet hatten usw.//*) Übrigens kann ein Bild auch ohne Vermengung mit andern geschmacklos wirken, nämlich dann, wenn es gar zu sehr ausgetitscht wird; so, wenn es von den Arbeiten, die ein Schriftsteller seinem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ver- leger &lt;/del&gt;einsandte, heißt: jede jährliche Ernte seines Fleißes	und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ta-lentes &lt;/del&gt;hat er in den Hof des befreundeten Hauses eingefahren.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Es gibt aber auch &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zahlreiche &lt;/ins&gt;Bildervermengungen, die genau so schlimm sind, $Seite 288$ und die doch von Tausenden von Lesern, auch von &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;denkenden&lt;/ins&gt;, gar nicht bemerkt werden, weil sie nicht so &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zutage &lt;/ins&gt;liegen, sondern etwas verschleiert sind. Unsre Sprache ist überreich an bildlichen Ausdrücken, über deren ursprüngliche Bedeutung man sich oft gar keine &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Rechenschaft &lt;/ins&gt;mehr gibt. Schon wenn jemand schreibt: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;die Sache machte keinen durchschlagenden Eindruck&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;— so lesen sicher unzählige darüber weg, denn &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Eindruck machen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ein durchschlagender Erfolg&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;sind so abgebrauchte Bilder, daß man sich ihres ursprünglichen Sinnes kaum noch bewußt ist. Und doch liegt hier eine lächerliche Bildervermengung vor, denn &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;einen Eindruck machen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;durchschlagen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;schließen doch einander aus; wenn man &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;das Kalbfell einer Pauke durchschlägt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, so ist es mit dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Eindruckmachen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;vorbei. Ebenso ist es, wenn ein Kritiker von Leistungen eines Schriftstellers redet, die nicht den vollen Umfang seiner Fähigkeiten &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;erschöpfen&lt;/ins&gt;, denn beim &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Umfang&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;denkt man an ein &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Längenmaß&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;schöpfen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;kann man aber nur mit einem Hohlmaß. In solchen mehr oder weniger verschleierten &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bildervermengungen &lt;/ins&gt;wird sehr viel geleistet. Man schreibt: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;die kleinen Staaten werden von der Wucht ganz &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Deutschlands &lt;/ins&gt;getragen — er hatte sich in eine solche &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Schuldenlast gestürzt — &lt;/ins&gt;diese Maßregel ist von sehr &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ungünstigem &lt;/ins&gt;Einfluß begleitet gewesen — als die auf die Hebung der Hundezucht abzielende Bewegung feste Wurzeln geschlagen hatte — bis sie ihm die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Unterlage &lt;/ins&gt;für Börsenspekulationen eröffnet hatten&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;usw.//*) Übrigens kann ein Bild auch ohne Vermengung mit andern geschmacklos wirken, nämlich dann, wenn es gar zu sehr ausgetitscht wird; so, wenn es von den Arbeiten, die ein Schriftsteller seinem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verleger &lt;/ins&gt;einsandte, heißt: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;jede jährliche Ernte seines Fleißes und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Talentes &lt;/ins&gt;hat er in den Hof des befreundeten Hauses eingefahren.&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Kapitel |Überschrift=Die Bildervermengung |ErsteSeite=286 |LetzteSeite=288 |KapitelNummer=1390 |WorkflowStatus=nur Text |KapitelText=Bei dem Worte Bilderver…“</title>
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		<updated>2016-09-05T10:29:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „{{Kapitel |Überschrift=Die Bildervermengung |ErsteSeite=286 |LetzteSeite=288 |KapitelNummer=1390 |WorkflowStatus=nur Text |KapitelText=Bei dem Worte Bilderver…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Kapitel&lt;br /&gt;
|Überschrift=Die Bildervermengung&lt;br /&gt;
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|KapitelText=Bei dem Worte Bildervermengung denkt wohl jeder an Wendungen wie: das ist wie ein Tropfen auf einen hohlen Stein, oder: er wurde an den Rand des Bettelstabes gebracht, oder: der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, wird auch über dieser Wunde Gras wachsen lassen — und meint, dergleichen werde wohl beim Unterricht als abschreckendes Beispiel vorgeführt, komme aber in Wirklichkeit nicht vor. Zeitungen und Bücher leisten aber fast täglich ähnliches; gilt es doch für geistreich, möglichst viel in Bildern zu schreiben! Oder wäre es nicht ebenso lächerlich, wenn von einer Nachricht gesagt wird, daß sie wie ein Donnerschlag ins Pulverfaß gewirkt habe, wenn in einem Aufsatz über das Theater von gaumen- kitzelnden Trikotanzügen gesprochen wird, oder $Seite 287$ wenn es in einem Börsenberichte heißt: der Verkehr wickelte sich in ruhigem Tone ab, in dem Bericht über eine Kunstausstellung: was bei den Russen zum Zerrbilde des Fanatismus geworden ist, leuchtet bei den Spaniern als Flamme der Begeisterung, oder wenn gar geschrieben wird: wo finden wir einen roten Faden, der uns ans diesem Labyrinth hinansführt? Auch folgende Beispiele sind, wie ausdrücklich bemerkt sein mag, nicht erfunden, sondern aus Zeitungen und Büchern gesammelt: das politische Knochengerüst, über dessen Nacktheit durch eine schöne Verbrämung hinweggetäuscht werden soll — unsre Universitäten sind wie rohe Eier: sobald man sie antastet, stellen sie sich auf die Hinterbeine — Prinz Ferdinand hat schon im ersten Jahre seiner Regierung manches Haar in seiner Krone gefunden — alle diese Mitteilungen schweben in der Luft, aus der sie geschnappt sind (in der Luft schweben, aus der Luft greifen, nach Luft schnappen) — das ist eins jener Kolumbuseier, deren der Genius Shakespeares verschiedne ausge- brütet hat — das sind vom nationalökonomischen Ge- sichtswinkel aus in kargem Gerippe die geistreich variierten Grundzüge seiner Lehre — die Millionen fliegen zum Fenster hinaus und leeren das Reichs- faß bis zum Boden — natürlich muß das Pflaster auf die verschiednen kalten Wasserstrahlen gegen ihre Eitelkeit ein wenig gekitzelt werden — dieses Schreckgespenst ist schon so abgedroschen, daß nur noch ein politisches Wickelkind darauf herumreiten kann — um ihrem geschwächten Parteimagen neue Nahrung zuzuführen, angeln sie in dem Wasser des Bauernbundes nach faulen Fischen — es wäre sehr zu wünschen, daß die Regierung diesem alten Zopf einmal gründlich den Star stäche.&lt;br /&gt;
Dergleichen erregt ja nun die Heiterkeit auch des gedankenlosesten Lesers. Ein Berliner Schriftsteller hat sich sogar (unter dem Namen Wippchen) jahrelang plan- mäßig dem Anbau dieses Sprachunkrauts gewidmet und große Erfolge damit gehabt. Es gibt aber auch zahl- reiche Bildervermengungen, die genau so schlimm sind, $Seite 288$ und die doch von Tausenden von Lesern, auch von den- kenden, gar nicht bemerkt werden, weil sie nicht so zu- tage liegen, sondern etwas verschleiert sind. Unsre Sprache ist überreich an bildlichen Ausdrücken, über deren ursprüngliche Bedeutung man sich oft gar keine Rechen- schaft mehr gibt. Schon wenn jemand schreibt: die Sache machte keinen durchschlagenden Eindruck — so lesen sicher unzählige darüber weg, denn Eindruck machen und ein durchschlagender Erfolg sind so abgebrauchte Bilder, daß man sich ihres ursprünglichen Sinnes kaum noch bewußt ist. Und doch liegt hier eine lächerliche Bildervermengung vor, denn einen Eindruck machen und durchschlagen schließen doch einander aus; wenn man das Kalbfell einer Pauke durchschlägt, so ist es mit dem Eindruckmachen vorbei. Ebenso ist es, wenn ein Kritiker von Leistungen eines Schriftstellers redet, die nicht den vollen Umfang seiner Fähigkeiten er- schöpfen, denn beim Umfang denkt man an ein Längen- maß, schöpfen kann man aber nur mit einem Hohlmaß. In solchen mehr oder weniger verschleierten Bilderver- mengungen wird sehr viel geleistet. Man schreibt: die kleinen Staaten werden von der Wucht ganz Deutsch- lands getragen — er hatte sich in eine solche Schulden- last gestürzt— diese Maßregel ist von sehr ungün-stigem Einfluß begleitet gewesen — als die auf die Hebung der Hundezucht abzielende Bewegung feste Wurzeln geschlagen hatte — bis sie ihm die Unter- lage für Börsenspekulationen eröffnet hatten usw.//*) Übrigens kann ein Bild auch ohne Vermengung mit andern geschmacklos wirken, nämlich dann, wenn es gar zu sehr ausgetitscht wird; so, wenn es von den Arbeiten, die ein Schriftsteller seinem Ver- leger einsandte, heißt: jede jährliche Ernte seines Fleißes	und Ta-lentes hat er in den Hof des befreundeten Hauses eingefahren.//&lt;br /&gt;
|Buch=Wustmann(1903)&lt;br /&gt;
|Scan=Datei:Wustmann 1903-Gesamt.pdf&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DeletedUser</name></author>
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