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	<title>Wustmann(1903) Tintefaß oder Tintenfaß - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-09T08:32:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Zweidat</subtitle>
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		<id>https://zweidat.kallimachos.de/index.php?title=Wustmann(1903)_Tintefa%C3%9F_oder_Tintenfa%C3%9F&amp;diff=6505&amp;oldid=prev</id>
		<title>DeletedUser am 7. Mai 2017 um 14:41 Uhr</title>
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		<updated>2017-05-07T14:41:13Z</updated>

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In manchen Fällen sind jetzt beide Arten der Zusammensetzungen nebeneinander gebräuchlich in verschiedner Bedeutung, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Landmann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Landsmann&amp;#039;&amp;#039;, $Seite 68$ &amp;#039;&amp;#039;Wassernot&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wassersnot&amp;#039;&amp;#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina übergegriffen, sodaß &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. Man denke nur an &amp;#039;&amp;#039;Sonnenschein, Frauenkirche&amp;#039;&amp;#039; (d. i. &amp;#039;&amp;#039;die Kirche unsrer lieben Frauen, der Jungfrau Maria&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Erdenrund, Lindenblatt, Aschenbecher, Taschentuch, Seifensieder, Gassenjunge, Stubentür, Laubendach, Küchenschrank, Schneckenberg, Wochenamt, Gallenstein, Höhlenzeichnung, Leichenpredigt, Reihenfolge, Wiegenlied, Längenmaß, Breitengrad, Größenwahn, Muldental, Pleißenburg, Parthendörfer, Markthallenstraße&amp;#039;&amp;#039; u. a. Sogar Lehn- und Fremdwörter haben sich dieser Zusammensetzung angeschlossen, wie in &amp;#039;&amp;#039;Straßenpflaster, Tintenfaß, Kirchendiener, Lampenschirm, Flötenspiel, Kasernenhof, Bastillenplatz, Visitenkarte, Toilettentisch, Promenadenfächer, Kolonnadenstraße. Ein reizendes Bild in der Dresdner Galerie ist das Schokoladenmädchen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Zusammensetzungen aus zwei Substantiven wurden im Deutschen ursprünglich nur so gebildet, daß der Stamm des ersten Wortes, des Bestimmungswortes, an das zweite, das bestimmte Wort vorn angefügt wurde, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Tagelohn&amp;#039;&amp;#039;; das &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Tagelohn&amp;#039;&amp;#039; ist der abgeschwächte Stammauslaut. Später sind zusammengesetzte Wörter auch dadurch entstanden, daß ein vorangehendes Substantiv im Genitiv mit einem folgenden durch einfaches Aneinanderrücken verschmolz, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Gottesdienst&amp;#039;&amp;#039;. In manchen Fällen sind jetzt beide Arten der Zusammensetzungen nebeneinander gebräuchlich in verschiedner Bedeutung, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Landmann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Landsmann&amp;#039;&amp;#039;, $Seite 68$ &amp;#039;&amp;#039;Wassernot&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wassersnot&amp;#039;&amp;#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina übergegriffen, sodaß &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. 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Man bildet sich ein, das Binde-&#039;&#039;en&#039;&#039; sei überhaupt nichts andres als das Plural-&#039;&#039;en&#039;&#039;, man fühlt nicht mehr, daß dieses &#039;&#039;en&#039;&#039; ebenso gut die Berechtigung hat, einen weiblichen Singular mit einem folgenden Substantiv zu verbinden, und so schreibt und druckt man jetzt wahrhaftig aus Angst vor eingebildeten widersinnigen Pluralen: &#039;&#039;Aschebecher, Aschegrube, Tintefaß, Jauchefaß, Sahnekäse, Hefezelle, Hefepilz, Rassepferd und Rassehund, Stellegesuch, Muldetal, Pleißeufer, Gartenlaubekalender, Gartenlaubebilderbuch, Sparkassebuch, Visitekarte, Toiletteseife, Serviettering, Manschetteknopf, Promenadeplatz, Schoko-&#039;&#039; $Seite 69$ &#039;&#039;ladefabrik&#039;&#039; usw. In allen Bauzeitungen muß man von &#039;&#039;Mansardedach&#039;&#039; und von &#039;&#039;Lageplan&#039;&#039; lesen (so haben die Architekten, die erfreulicherweise eifrige Sprachreiniger sind, &#039;&#039;Situationsplan&#039;&#039; übersetzt), in allen Kunstzeitschriften von &#039;&#039;Kohlezeichnungen&#039;&#039;, offenbar damit ja nicht einer denke, die Zeichnungen wären mit einem Stück Stein- oder Braunkohle aus dem Kohlenkasten gemacht — nicht wahr? Wer nicht fühlt, daß das alles das bare Gestammel ist, der ist aufrichtig zu bedauern. Es klingt genau, wie wenn kleine Kinder dahlten, die erst reden lernen und noch nicht alle Konsonanten bewältigen können. Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: &#039;&#039;Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, Straßepflaster, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, Aschebrödel&#039;&#039; usw.//*&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;) &lt;/del&gt;&#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039; und &#039;&#039;Blütezeit&#039;&#039; haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: &#039;&#039;Höhenpunkt, Blüten-&#039;&#039;// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb geschehen, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also &#039;&#039;ein Taschentuch&#039;&#039; sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bei dem einfachen Zusammenrücken von Wörtern stellten sich aber nun Genitive im Plural als erster Teil der Zusammensetzung ein, und das hat neuerdings zu einer traurigen Verirrung geführt. 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In allen Bauzeitungen muß man von &#039;&#039;Mansardedach&#039;&#039; und von &#039;&#039;Lageplan&#039;&#039; lesen (so haben die Architekten, die erfreulicherweise eifrige Sprachreiniger sind, &#039;&#039;Situationsplan&#039;&#039; übersetzt), in allen Kunstzeitschriften von &#039;&#039;Kohlezeichnungen&#039;&#039;, offenbar damit ja nicht einer denke, die Zeichnungen wären mit einem Stück Stein- oder Braunkohle aus dem Kohlenkasten gemacht — nicht wahr? Wer nicht fühlt, daß das alles das bare Gestammel ist, der ist aufrichtig zu bedauern. Es klingt genau, wie wenn kleine Kinder dahlten, die erst reden lernen und noch nicht alle Konsonanten bewältigen können. Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: &#039;&#039;Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, Straßepflaster, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, Aschebrödel&#039;&#039; usw.//* &#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039; und &#039;&#039;Blütezeit&#039;&#039; haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: &#039;&#039;Höhenpunkt, Blüten-&#039;&#039;// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb geschehen, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also &#039;&#039;ein Taschentuch&#039;&#039; sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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So findet sich in früherer Zeit &#039;&#039;Leichpredigt&#039;&#039; neben &#039;&#039;Leichenpredigt&#039;&#039;, und so haben wir längst &#039;&#039;Mühlgasse&#039;&#039; neben &#039;&#039;Mühlenstraße, Erdball&#039;&#039; und &#039;&#039;Erdbeere&#039;&#039; neben &#039;&#039;Erdenrund&#039;&#039; und &#039;&#039;Erdenkloß, Kirchspiel&#039;&#039; und &#039;&#039;Kirchvater&#039;&#039; neben &#039;&#039;Kirchenbuch&#039;&#039; und &#039;&#039;Kirchendiener, Elbtal&#039;&#039;, &#039;&#039;Elbufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Elbbrücke&#039;&#039; neben &#039;&#039;Muldental&#039;&#039; und &#039;&#039;Muldenbett&#039;&#039;. Vor dreißig $Seite 70$ Jahren sagte man &#039;&#039;Lokomotivenführer&#039;&#039;, und das war gut und richtig. Neuerdings hat die Amtssprache &#039;&#039;Lokomotivführer&#039;&#039; durchgedrückt. Das ist zwar ganz häßlich, denn nun stoßen zwei Lippenlaute (&#039;&#039;v&#039;&#039; und &#039;&#039;f&#039;&#039;) aufeinander, aber es ist ja zur Not auch richtig. Aber ein Wort wie &#039;&#039;Saalezeitung&#039;&#039; oder &#039;&#039;Solebad&#039;&#039;, wie man auch neuerdings zu lallen anfängt (&#039;&#039;das Solebad Kissingen&#039;&#039;), ist doch die reine Leimerei. Bei &#039;&#039;Saalzeitung&#039;&#039; könnte wohl einer an &#039;&#039;den Saal&#039;&#039; denken statt an &#039;&#039;die Saale&#039;&#039;? Denkt denn &#039;&#039;beim Saalkreis, beim Saalwein&#039;&#039; und &#039;&#039;bei der Saalbahn&#039;&#039; jemand dran?//*&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;) &lt;/del&gt;Ein Jammer ist es, auf &#039;&#039;Weinkarten&#039;&#039; und &#039;&#039;Weinflaschen&#039;&#039; jetzt &#039;&#039;Liebfraumilch&#039;&#039; lesen zu müssen! Wahrscheinlich zur Entschädigung dafür schmuggelt man das &#039;&#039;en&#039;&#039; in den &#039;&#039;Niersteiner&#039;&#039; ein, der nun &#039;&#039;Nierensteiner&#039;&#039; heißt. Leider ist nur &#039;&#039;Nierstein&#039;&#039; nicht von der Niere, sondern vom Kaiser Nero genannt. &#039;&#039;Visitekarte, Manschetteknopf, Toiletteseife&#039;&#039; soll vielleicht &#039;&#039;Visittkarte, Manschettknopf, Toilettseife&#039;&#039; gesprochen werden — gehört habe ichs noch nicht, man siehts ja immer nur gedruckt; aber wozu die französische Aussprache?// Die Amtssprache fängt jetzt freilich auch schon an, vom &#039;&#039;Saalekreis&#039;&#039; zu stammeln. Als 1747 das erste Rhinozeros nach Deutschland kam, nannten es die Leute bald &#039;&#039;Nashorn&#039;&#039;, halb &#039;&#039;Nasenhorn&#039;&#039;. Hätte man das Tier heute zu benennen, man würde es unzweifelhaft &#039;&#039;Nasehorn&#039;&#039; nennen.//*&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;) &lt;/del&gt;Freilich finden sich auch solche Zusammenleimungen schon früh. Schon im fünfzehnten Jahrhundert kommt in Leipziger Urkunden die &#039;&#039;Parthenmühle&#039;&#039; als &#039;&#039;Pardemöl&#039;&#039; vor. Im Harz spricht man allgemein und wohl seit alter Zeit vom &#039;&#039;Bodetal&#039;&#039; und vom &#039;&#039;Ilsetal&#039;&#039;.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wo das Binde-&#039;&#039;en&#039;&#039; aus rhythmischen oder andern Gründen nicht gebraucht wird, bleibt für Feminina nur noch die eine Möglichkeit, den verkürzten Stamm zu benutzen, der wieder mit dem eigentlichen Stamm der alten starken Feminina zusammenfällt und dadurch überhaupt erst in der Zusammensetzung von Femininen aufgekommen ist. So findet sich in früherer Zeit &#039;&#039;Leichpredigt&#039;&#039; neben &#039;&#039;Leichenpredigt&#039;&#039;, und so haben wir längst &#039;&#039;Mühlgasse&#039;&#039; neben &#039;&#039;Mühlenstraße, Erdball&#039;&#039; und &#039;&#039;Erdbeere&#039;&#039; neben &#039;&#039;Erdenrund&#039;&#039; und &#039;&#039;Erdenkloß, Kirchspiel&#039;&#039; und &#039;&#039;Kirchvater&#039;&#039; neben &#039;&#039;Kirchenbuch&#039;&#039; und &#039;&#039;Kirchendiener, Elbtal&#039;&#039;, &#039;&#039;Elbufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Elbbrücke&#039;&#039; neben &#039;&#039;Muldental&#039;&#039; und &#039;&#039;Muldenbett&#039;&#039;. Vor dreißig $Seite 70$ Jahren sagte man &#039;&#039;Lokomotivenführer&#039;&#039;, und das war gut und richtig. Neuerdings hat die Amtssprache &#039;&#039;Lokomotivführer&#039;&#039; durchgedrückt. Das ist zwar ganz häßlich, denn nun stoßen zwei Lippenlaute (&#039;&#039;v&#039;&#039; und &#039;&#039;f&#039;&#039;) aufeinander, aber es ist ja zur Not auch richtig. Aber ein Wort wie &#039;&#039;Saalezeitung&#039;&#039; oder &#039;&#039;Solebad&#039;&#039;, wie man auch neuerdings zu lallen anfängt (&#039;&#039;das Solebad Kissingen&#039;&#039;), ist doch die reine Leimerei. Bei &#039;&#039;Saalzeitung&#039;&#039; könnte wohl einer an &#039;&#039;den Saal&#039;&#039; denken statt an &#039;&#039;die Saale&#039;&#039;? Denkt denn &#039;&#039;beim Saalkreis, beim Saalwein&#039;&#039; und &#039;&#039;bei der Saalbahn&#039;&#039; jemand dran?//* Ein Jammer ist es, auf &#039;&#039;Weinkarten&#039;&#039; und &#039;&#039;Weinflaschen&#039;&#039; jetzt &#039;&#039;Liebfraumilch&#039;&#039; lesen zu müssen! Wahrscheinlich zur Entschädigung dafür schmuggelt man das &#039;&#039;en&#039;&#039; in den &#039;&#039;Niersteiner&#039;&#039; ein, der nun &#039;&#039;Nierensteiner&#039;&#039; heißt. Leider ist nur &#039;&#039;Nierstein&#039;&#039; nicht von der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Niere&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, sondern vom Kaiser &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Nero&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;genannt. &#039;&#039;Visitekarte, Manschetteknopf, Toiletteseife&#039;&#039; soll vielleicht &#039;&#039;Visittkarte, Manschettknopf, Toilettseife&#039;&#039; gesprochen werden — gehört habe ichs noch nicht, man siehts ja immer nur gedruckt; aber wozu die französische Aussprache?// Die Amtssprache fängt jetzt freilich auch schon an, vom &#039;&#039;Saalekreis&#039;&#039; zu stammeln. Als 1747 das erste Rhinozeros nach Deutschland kam, nannten es die Leute bald &#039;&#039;Nashorn&#039;&#039;, halb &#039;&#039;Nasenhorn&#039;&#039;. Hätte man das Tier heute zu benennen, man würde es unzweifelhaft &#039;&#039;Nasehorn&#039;&#039; nennen.//* Freilich finden sich auch solche Zusammenleimungen schon früh. Schon im fünfzehnten Jahrhundert kommt in Leipziger Urkunden die &#039;&#039;Parthenmühle&#039;&#039; als &#039;&#039;Pardemöl&#039;&#039; vor. Im Harz spricht man allgemein und wohl seit alter Zeit vom &#039;&#039;Bodetal&#039;&#039; und vom &#039;&#039;Ilsetal&#039;&#039;.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 15. März 2017 um 14:31 Uhr</title>
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		<updated>2017-03-15T14:31:57Z</updated>

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In manchen Fällen sind jetzt beide Arten der Zusammensetzungen nebeneinander gebräuchlich in verschiedner Bedeutung, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Landmann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Landsmann&amp;#039;&amp;#039;, $Seite 68$ &amp;#039;&amp;#039;Wassernot&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wassersnot&amp;#039;&amp;#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina übergegriffen, sodaß &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. Man denke nur an &amp;#039;&amp;#039;Sonnenschein, Frauenkirche&amp;#039;&amp;#039; (d. i. &amp;#039;&amp;#039;die Kirche unsrer lieben Frauen, der Jungfrau Maria&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Erdenrund, Lindenblatt, Aschenbecher, Taschentuch, Seifensieder, Gassenjunge, Stubentür, Laubendach, Küchenschrank, Schneckenberg, Wochenamt, Gallenstein, Höhlenzeichnung, Leichenpredigt, Reihenfolge, Wiegenlied, Längenmaß, Breitengrad, Größenwahn, Muldental, Pleißenburg, Parthendörfer, Markthallenstraße&amp;#039;&amp;#039; u. a. Sogar Lehn- und Fremdwörter haben sich dieser Zusammensetzung angeschlossen, wie in &amp;#039;&amp;#039;Straßenpflaster, Tintenfaß, Kirchendiener, Lampenschirm, Flötenspiel, Kasernenhof, Bastillenplatz, Visitenkarte, Toilettentisch, Promenadenfächer, Kolonnadenstraße. Ein reizendes Bild in der Dresdner Galerie ist das Schokoladenmädchen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Zusammensetzungen aus zwei Substantiven wurden im Deutschen ursprünglich nur so gebildet, daß der Stamm des ersten Wortes, des Bestimmungswortes, an das zweite, das bestimmte Wort vorn angefügt wurde, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Tagelohn&amp;#039;&amp;#039;; das &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Tagelohn&amp;#039;&amp;#039; ist der abgeschwächte Stammauslaut. Später sind zusammengesetzte Wörter auch dadurch entstanden, daß ein vorangehendes Substantiv im Genitiv mit einem folgenden durch einfaches Aneinanderrücken verschmolz, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Gottesdienst&amp;#039;&amp;#039;. In manchen Fällen sind jetzt beide Arten der Zusammensetzungen nebeneinander gebräuchlich in verschiedner Bedeutung, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Landmann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Landsmann&amp;#039;&amp;#039;, $Seite 68$ &amp;#039;&amp;#039;Wassernot&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wassersnot&amp;#039;&amp;#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina übergegriffen, sodaß &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. Man denke nur an &amp;#039;&amp;#039;Sonnenschein, Frauenkirche&amp;#039;&amp;#039; (d. i. &amp;#039;&amp;#039;die Kirche unsrer lieben Frauen, der Jungfrau Maria&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Erdenrund, Lindenblatt, Aschenbecher, Taschentuch, Seifensieder, Gassenjunge, Stubentür, Laubendach, Küchenschrank, Schneckenberg, Wochenamt, Gallenstein, Höhlenzeichnung, Leichenpredigt, Reihenfolge, Wiegenlied, Längenmaß, Breitengrad, Größenwahn, Muldental, Pleißenburg, Parthendörfer, Markthallenstraße&amp;#039;&amp;#039; u. a. Sogar Lehn- und Fremdwörter haben sich dieser Zusammensetzung angeschlossen, wie in &amp;#039;&amp;#039;Straßenpflaster, Tintenfaß, Kirchendiener, Lampenschirm, Flötenspiel, Kasernenhof, Bastillenplatz, Visitenkarte, Toilettentisch, Promenadenfächer, Kolonnadenstraße. Ein reizendes Bild in der Dresdner Galerie ist das Schokoladenmädchen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser am 15. November 2016 um 16:31 Uhr</title>
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>Soder am 20. Oktober 2016 um 13:24 Uhr</title>
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		<author><name>Soder</name></author>
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		<title>DeletedUser am 19. Oktober 2016 um 13:29 Uhr</title>
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In manchen Fällen sind jetzt beide Arten der Zusammensetzungen nebeneinander gebräuchlich in verschiedner Bedeutung, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Landmann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Landsmann&amp;#039;&amp;#039;, $Seite 68$ &amp;#039;&amp;#039;Wassernot&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wassersnot&amp;#039;&amp;#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina übergegriffen, sodaß &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. Man denke nur an &amp;#039;&amp;#039;Sonnenschein, Frauenkirche&amp;#039;&amp;#039; (d. i. &amp;#039;&amp;#039;die Kirche unsrer lieben Frauen, der Jungfrau Maria&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Erdenrund, Lindenblatt, Aschenbecher, Taschentuch, Seifensieder, Gassenjunge, Stubentür, Laubendach, Küchenschrank, Schneckenberg, Wochenamt, Gallenstein, Höhlenzeichnung, Leichenpredigt, Reihenfolge, Wiegenlied, Längenmaß, Breitengrad, Größenwahn, Muldental, Pleißenburg, Parthendörfer, Markthallenstraße&amp;#039;&amp;#039; u. a. Sogar Lehn- und Fremdwörter haben sich dieser Zusammensetzung angeschlossen, wie in &amp;#039;&amp;#039;Straßenpflaster, Tintenfaß, Kirchendiener, Lampenschirm, Flötenspiel, Kasernenhof, Bastillenplatz, Visitenkarte, Toilettentisch, Promenadenfächer, Kolonnadenstraße. Ein reizendes Bild in der Dresdner Galerie ist das Schokoladenmädchen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Zusammensetzungen aus zwei Substantiven wurden im Deutschen ursprünglich nur so gebildet, daß der Stamm des ersten Wortes, des Bestimmungswortes, an das zweite, das bestimmte Wort vorn angefügt wurde, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Tagelohn&amp;#039;&amp;#039;; das &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Tagelohn&amp;#039;&amp;#039; ist der abgeschwächte Stammauslaut. Später sind zusammengesetzte Wörter auch dadurch entstanden, daß ein vorangehendes Substantiv im Genitiv mit einem folgenden durch einfaches Aneinanderrücken verschmolz, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Gottesdienst&amp;#039;&amp;#039;. In manchen Fällen sind jetzt beide Arten der Zusammensetzungen nebeneinander gebräuchlich in verschiedner Bedeutung, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Landmann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Landsmann&amp;#039;&amp;#039;, $Seite 68$ &amp;#039;&amp;#039;Wassernot&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wassersnot&amp;#039;&amp;#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina übergegriffen, sodaß &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. Man denke nur an &amp;#039;&amp;#039;Sonnenschein, Frauenkirche&amp;#039;&amp;#039; (d. i. &amp;#039;&amp;#039;die Kirche unsrer lieben Frauen, der Jungfrau Maria&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Erdenrund, Lindenblatt, Aschenbecher, Taschentuch, Seifensieder, Gassenjunge, Stubentür, Laubendach, Küchenschrank, Schneckenberg, Wochenamt, Gallenstein, Höhlenzeichnung, Leichenpredigt, Reihenfolge, Wiegenlied, Längenmaß, Breitengrad, Größenwahn, Muldental, Pleißenburg, Parthendörfer, Markthallenstraße&amp;#039;&amp;#039; u. a. Sogar Lehn- und Fremdwörter haben sich dieser Zusammensetzung angeschlossen, wie in &amp;#039;&amp;#039;Straßenpflaster, Tintenfaß, Kirchendiener, Lampenschirm, Flötenspiel, Kasernenhof, Bastillenplatz, Visitenkarte, Toilettentisch, Promenadenfächer, Kolonnadenstraße. Ein reizendes Bild in der Dresdner Galerie ist das Schokoladenmädchen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>Soder am 6. Oktober 2016 um 11:53 Uhr</title>
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In manchen Fällen sind jetzt beide Arten der Zusammensetzungen nebeneinander gebräuchlich in verschiedner Bedeutung, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Landmann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Landsmann&amp;#039;&amp;#039;, $Seite 68$ &amp;#039;&amp;#039;Wassernot&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wassersnot&amp;#039;&amp;#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina übergegriffen, sodaß &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. 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Man bildet sich ein, das Binde-&#039;&#039;en&#039;&#039; sei überhaupt nichts andres als das Plural-&#039;&#039;en&#039;&#039;, man fühlt nicht mehr, daß dieses en ebenso gut die Berechtigung hat, einen weiblichen Singular mit einem folgenden Substantiv zu verbinden, und so schreibt und druckt man jetzt wahrhaftig aus Angst vor eingebildeten widersinnigen Pluralen: &#039;&#039;Aschebecher, Aschegrube, Tintefaß, Jauchefaß, Sahnekäse, Hefezelle, Hefepilz, Rassepferd und Rassehund, Stellegesuch, Muldetal, Pleißeufer, Gartenlaubekalender, Gartenlaubebilderbuch, Sparkassebuch, Visitekarte, Toiletteseife, Serviettering, Manschetteknopf, Promenadeplatz, Schoko-&#039;&#039; $Seite 69$ &#039;&#039;ladefabrik&#039;&#039; usw. In allen Bauzeitungen muß man von &#039;&#039;Mansardedach&#039;&#039; und von &#039;&#039;Lageplan&#039;&#039; lesen (so haben die Architekten, die erfreulicherweise eifrige Sprachreiniger sind, &#039;&#039;Situationsplan&#039;&#039; übersetzt), in allen Kunstzeitschriften von &#039;&#039;Kohlezeichnungen&#039;&#039;, offenbar damit ja nicht einer denke, die Zeichnungen wären mit einem Stück Stein- oder Braunkohle aus dem Kohlenkasten gemacht — nicht wahr? Wer nicht fühlt, daß das alles das bare Gestammel ist, der ist aufrichtig zu bedauern. Es klingt genau, wie wenn kleine Kinder dahlten, die erst reden lernen und noch nicht alle Konsonanten bewältigen können. Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: &#039;&#039;Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, Straßepflaster, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, Aschebrödel&#039;&#039; usw.//*) &#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039; und &#039;&#039;Blütezeit&#039;&#039; haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: &#039;&#039;Höhenpunkt, Blüten-&#039;&#039;// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb geschehen, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also &#039;&#039;ein Taschentuch&#039;&#039; sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bei dem einfachen Zusammenrücken von Wörtern stellten sich aber nun Genitive im Plural als erster Teil der Zusammensetzung ein, und das hat neuerdings zu einer traurigen Verirrung geführt. 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Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: &#039;&#039;Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, Straßepflaster, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, Aschebrödel&#039;&#039; usw.//*) &#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039; und &#039;&#039;Blütezeit&#039;&#039; haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: &#039;&#039;Höhenpunkt, Blüten-&#039;&#039;// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb geschehen, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also &#039;&#039;ein Taschentuch&#039;&#039; sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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So findet sich in früherer Zeit &amp;#039;&amp;#039;Leichpredigt&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Leichenpredigt&amp;#039;&amp;#039;, und so haben wir längst &amp;#039;&amp;#039;Mühlgasse&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Mühlenstraße, Erdball&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Erdbeere&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Erdenrund&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Erdenkloß, Kirchspiel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kirchvater&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Kirchenbuch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kirchendiener, Elbtal&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Elbufer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Elbbrücke&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Muldental&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Muldenbett&amp;#039;&amp;#039;. Vor dreißig $Seite 70$ Jahren sagte man &amp;#039;&amp;#039;Lokomotivenführer&amp;#039;&amp;#039;, und das war gut und richtig. Neuerdings hat die Amtssprache &amp;#039;&amp;#039;Lokomotivführer&amp;#039;&amp;#039; durchgedrückt. Das ist zwar ganz häßlich, denn nun stoßen zwei Lippenlaute (&amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;) aufeinander, aber es ist ja zur Not auch richtig. Aber ein Wort wie &amp;#039;&amp;#039;Saalezeitung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Solebad&amp;#039;&amp;#039;, wie man auch neuerdings zu lallen anfängt (&amp;#039;&amp;#039;das Solebad Kissingen&amp;#039;&amp;#039;), ist doch die reine Leimerei. Bei &amp;#039;&amp;#039;Saalzeitung&amp;#039;&amp;#039; könnte wohl einer an &amp;#039;&amp;#039;den Saal&amp;#039;&amp;#039; denken statt an &amp;#039;&amp;#039;die Saale&amp;#039;&amp;#039;? Denkt denn &amp;#039;&amp;#039;beim Saalkreis, beim Saalwein&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;bei der Saalbahn&amp;#039;&amp;#039; jemand dran?//*) Ein Jammer ist es, auf &amp;#039;&amp;#039;Weinkarten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Weinflaschen&amp;#039;&amp;#039; jetzt &amp;#039;&amp;#039;Liebfraumilch&amp;#039;&amp;#039; lesen zu müssen! Wahrscheinlich zur Entschädigung dafür schmuggelt man das &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; in den &amp;#039;&amp;#039;Niersteiner&amp;#039;&amp;#039; ein, der nun &amp;#039;&amp;#039;Nierensteiner&amp;#039;&amp;#039; heißt. Leider ist nur &amp;#039;&amp;#039;Nierstein&amp;#039;&amp;#039; nicht von der Niere, sondern vom Kaiser Nero genannt. &amp;#039;&amp;#039;Visitekarte, Manschetteknopf, Toiletteseife&amp;#039;&amp;#039; soll vielleicht &amp;#039;&amp;#039;Visittkarte, Manschettknopf, Toilettseife&amp;#039;&amp;#039; gesprochen werden — gehört habe ichs noch nicht, man siehts ja immer nur gedruckt; aber wozu die französische Aussprache?// Die Amtssprache fängt jetzt freilich auch schon an, vom &amp;#039;&amp;#039;Saalekreis&amp;#039;&amp;#039; zu stammeln. Als 1747 das erste Rhinozeros nach Deutschland kam, nannten es die Leute bald &amp;#039;&amp;#039;Nashorn&amp;#039;&amp;#039;, halb &amp;#039;&amp;#039;Nasenhorn&amp;#039;&amp;#039;. Hätte man das Tier heute zu benennen, man würde es unzweifelhaft &amp;#039;&amp;#039;Nasehorn&amp;#039;&amp;#039; nennen.//*) Freilich finden sich auch solche Zusammenleimungen schon früh. Schon im fünfzehnten Jahrhundert kommt in Leipziger Urkunden die &amp;#039;&amp;#039;Parthenmühle&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Pardemöl&amp;#039;&amp;#039; vor. Im Harz spricht man allgemein und wohl seit alter Zeit vom &amp;#039;&amp;#039;Bodetal&amp;#039;&amp;#039; und vom &amp;#039;&amp;#039;Ilsetal&amp;#039;&amp;#039;.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wo das Binde-&amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; aus rhythmischen oder andern Gründen nicht gebraucht wird, bleibt für Feminina nur noch die eine Möglichkeit, den verkürzten Stamm zu benutzen, der wieder mit dem eigentlichen Stamm der alten starken Feminina zusammenfällt und dadurch überhaupt erst in der Zusammensetzung von Femininen aufgekommen ist. So findet sich in früherer Zeit &amp;#039;&amp;#039;Leichpredigt&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Leichenpredigt&amp;#039;&amp;#039;, und so haben wir längst &amp;#039;&amp;#039;Mühlgasse&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Mühlenstraße, Erdball&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Erdbeere&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Erdenrund&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Erdenkloß, Kirchspiel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kirchvater&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Kirchenbuch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kirchendiener, Elbtal&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Elbufer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Elbbrücke&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Muldental&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Muldenbett&amp;#039;&amp;#039;. Vor dreißig $Seite 70$ Jahren sagte man &amp;#039;&amp;#039;Lokomotivenführer&amp;#039;&amp;#039;, und das war gut und richtig. Neuerdings hat die Amtssprache &amp;#039;&amp;#039;Lokomotivführer&amp;#039;&amp;#039; durchgedrückt. Das ist zwar ganz häßlich, denn nun stoßen zwei Lippenlaute (&amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;) aufeinander, aber es ist ja zur Not auch richtig. Aber ein Wort wie &amp;#039;&amp;#039;Saalezeitung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Solebad&amp;#039;&amp;#039;, wie man auch neuerdings zu lallen anfängt (&amp;#039;&amp;#039;das Solebad Kissingen&amp;#039;&amp;#039;), ist doch die reine Leimerei. Bei &amp;#039;&amp;#039;Saalzeitung&amp;#039;&amp;#039; könnte wohl einer an &amp;#039;&amp;#039;den Saal&amp;#039;&amp;#039; denken statt an &amp;#039;&amp;#039;die Saale&amp;#039;&amp;#039;? Denkt denn &amp;#039;&amp;#039;beim Saalkreis, beim Saalwein&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;bei der Saalbahn&amp;#039;&amp;#039; jemand dran?//*) Ein Jammer ist es, auf &amp;#039;&amp;#039;Weinkarten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Weinflaschen&amp;#039;&amp;#039; jetzt &amp;#039;&amp;#039;Liebfraumilch&amp;#039;&amp;#039; lesen zu müssen! Wahrscheinlich zur Entschädigung dafür schmuggelt man das &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; in den &amp;#039;&amp;#039;Niersteiner&amp;#039;&amp;#039; ein, der nun &amp;#039;&amp;#039;Nierensteiner&amp;#039;&amp;#039; heißt. Leider ist nur &amp;#039;&amp;#039;Nierstein&amp;#039;&amp;#039; nicht von der Niere, sondern vom Kaiser Nero genannt. &amp;#039;&amp;#039;Visitekarte, Manschetteknopf, Toiletteseife&amp;#039;&amp;#039; soll vielleicht &amp;#039;&amp;#039;Visittkarte, Manschettknopf, Toilettseife&amp;#039;&amp;#039; gesprochen werden — gehört habe ichs noch nicht, man siehts ja immer nur gedruckt; aber wozu die französische Aussprache?// Die Amtssprache fängt jetzt freilich auch schon an, vom &amp;#039;&amp;#039;Saalekreis&amp;#039;&amp;#039; zu stammeln. Als 1747 das erste Rhinozeros nach Deutschland kam, nannten es die Leute bald &amp;#039;&amp;#039;Nashorn&amp;#039;&amp;#039;, halb &amp;#039;&amp;#039;Nasenhorn&amp;#039;&amp;#039;. Hätte man das Tier heute zu benennen, man würde es unzweifelhaft &amp;#039;&amp;#039;Nasehorn&amp;#039;&amp;#039; nennen.//*) Freilich finden sich auch solche Zusammenleimungen schon früh. 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		<author><name>Soder</name></author>
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		<title>DeletedUser am 16. September 2016 um 12:12 Uhr</title>
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Man bildet sich ein, das Binde-&amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; sei überhaupt nichts andres als das Plural-&amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039;, man fühlt nicht mehr, daß dieses en ebenso gut die Berechtigung hat, einen weiblichen Singular mit einem folgenden Substantiv zu verbinden, und so schreibt und druckt man jetzt wahrhaftig aus Angst vor eingebildeten widersinnigen Pluralen: &amp;#039;&amp;#039;Aschebecher, Aschegrube, Tintefaß, Jauchefaß, Sahnekäse, Hefezelle, Hefepilz, Rassepferd und Rassehund, Stellegesuch, Muldetal, Pleißeufer, Gartenlaubekalender, Gartenlaubebilderbuch, Sparkassebuch, Visitekarte, Toiletteseife, Serviettering, Manschetteknopf, Promenadeplatz, Schoko-&amp;#039;&amp;#039; $Seite 69$ &amp;#039;&amp;#039;ladefabrik&amp;#039;&amp;#039; usw. In allen Bauzeitungen muß man von &amp;#039;&amp;#039;Mansardedach&amp;#039;&amp;#039; und von &amp;#039;&amp;#039;Lageplan&amp;#039;&amp;#039; lesen (so haben die Architekten, die erfreulicherweise eifrige Sprachreiniger sind, &amp;#039;&amp;#039;Situationsplan&amp;#039;&amp;#039; übersetzt), in allen Kunstzeitschriften von &amp;#039;&amp;#039;Kohlezeichnungen&amp;#039;&amp;#039;, offenbar damit ja nicht einer denke, die Zeichnungen wären mit einem Stück Stein- oder Braunkohle aus dem Kohlenkasten gemacht — nicht wahr? Wer nicht fühlt, daß das alles das bare Gestammel ist, der ist aufrichtig zu bedauern. Es klingt genau, wie wenn kleine Kinder dahlten, die erst reden lernen und noch nicht alle Konsonanten bewältigen können. Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: &amp;#039;&amp;#039;Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, Straßepflaster, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, Aschebrödel&amp;#039;&amp;#039; usw.//*) &amp;#039;&amp;#039;Höhepunkt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Blütezeit&amp;#039;&amp;#039; haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: &amp;#039;&amp;#039;Höhenpunkt, Blüten-&amp;#039;&amp;#039;// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb geschehen, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also &amp;#039;&amp;#039;ein Taschentuch&amp;#039;&amp;#039; sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bei dem einfachen Zusammenrücken von Wörtern stellten sich aber nun Genitive im Plural als erster Teil der Zusammensetzung ein, und das hat neuerdings zu einer traurigen Verirrung geführt. 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Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: &amp;#039;&amp;#039;Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, Straßepflaster, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, Aschebrödel&amp;#039;&amp;#039; usw.//*) &amp;#039;&amp;#039;Höhepunkt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Blütezeit&amp;#039;&amp;#039; haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: &amp;#039;&amp;#039;Höhenpunkt, Blüten-&amp;#039;&amp;#039;// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb geschehen, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also &amp;#039;&amp;#039;ein Taschentuch&amp;#039;&amp;#039; sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;

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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 16. September 2016, 12:11 Uhr&lt;/td&gt;
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B. &#039;&#039;Landmann&#039;&#039; und &#039;&#039;Landsmann&#039;&#039;, $Seite 68$ &#039;&#039;Wassernot&#039;&#039; und &#039;&#039;Wassersnot&#039;&#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf en aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit en gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina übergegriffen, sodaß en zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. Man denke nur an &#039;&#039;Sonnenschein&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/del&gt;Frauenkirche&#039;&#039; (d. i. die Kirche unsrer lieben Frauen, der Jungfrau Maria), &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;E&lt;/del&gt;&#039;&#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;rdenrund&lt;/del&gt;, Lindenblatt, Aschenbecher, Taschentuch, Seifensieder, Gassenjunge, Stubentür, Laubendach, Küchenschrank, Schneckenberg, Wochenamt, Gallenstein, Höhlenzeichnung, Leichenpredigt, Reihenfolge, Wiegenlied, Längenmaß, Breitengrad, Größenwahn, Muldental, Pleißenburg, Parthendörfer, Markthallenstraße&#039;&#039; u. a. Sogar Lehn- und Fremdwörter haben sich dieser Zusammensetzung angeschlossen, wie in &#039;&#039;Straßenpflaster, Tintenfaß, Kirchendiener, Lampenschirm, Flötenspiel, Kasernenhof, Bastillenplatz, Visitenkarte, Toilettentisch, Promenadenfächer, Kolonnadenstraße&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/del&gt;. Ein reizendes Bild in der Dresdner Galerie ist das &#039;&#039;Schokoladenmädchen&#039;&#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;.&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Zusammensetzungen aus zwei Substantiven wurden im Deutschen ursprünglich nur so gebildet, daß der Stamm des ersten Wortes, des Bestimmungswortes, an das zweite, das bestimmte Wort vorn angefügt wurde, z. B. &#039;&#039;Tagelohn&#039;&#039;; das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;e&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;in &#039;&#039;Tagelohn&#039;&#039; ist der abgeschwächte Stammauslaut. Später sind zusammengesetzte Wörter auch dadurch entstanden, daß ein vorangehendes Substantiv im Genitiv mit einem folgenden durch einfaches Aneinanderrücken verschmolz, z. B. &#039;&#039;Gottesdienst&#039;&#039;. In manchen Fällen sind jetzt beide Arten der Zusammensetzungen nebeneinander gebräuchlich in verschiedner Bedeutung, z. B. &#039;&#039;Landmann&#039;&#039; und &#039;&#039;Landsmann&#039;&#039;, $Seite 68$ &#039;&#039;Wassernot&#039;&#039; und &#039;&#039;Wassersnot&#039;&#039;. 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Ein reizendes Bild in der Dresdner Galerie ist das &#039;&#039;Schokoladenmädchen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;.&lt;/ins&gt;&#039;&#039;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Man bildet sich ein, das Binde-en sei überhaupt nichts andres als das Plural-en, man fühlt nicht mehr, daß dieses en ebenso gut die Berechtigung hat, einen weiblichen Singular mit einem folgenden Substantiv zu verbinden, und so schreibt und druckt man jetzt wahrhaftig aus Angst vor eingebildeten widersinnigen Pluralen: &#039;&#039;Aschebecher, Aschegrube, Tintefaß, Jauchefaß, Sahnekäse, Hefezelle, Hefepilz, Rassepferd und Rassehund, Stellegesuch, Muldetal, Pleißeufer, Gartenlaubekalender, Gartenlaubebilderbuch, Sparkassebuch, Visitekarte, Toiletteseife, Serviettering, Manschetteknopf, Promenadeplatz, Schoko-&#039;&#039; $Seite 69$ &#039;&#039;ladefabrik&#039;&#039; usw. In allen Bauzeitungen muß man von Mansardedach und von Lageplan lesen (so haben die Architekten, die erfreulicherweise eifrige Sprachreiniger sind, Situationsplan übersetzt), in allen Kunstzeitschriften von Kohlezeichnungen, offenbar damit ja nicht einer denke, die Zeichnungen wären mit einem Stück Stein- oder Braunkohle aus dem Kohlenkasten gemacht — nicht wahr? Wer nicht fühlt, daß das alles das bare Gestammel ist, der ist aufrichtig zu bedauern. Es klingt genau, wie wenn kleine Kinder dahlten, die erst reden lernen und noch nicht alle Konsonanten bewältigen können. Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: &#039;&#039;Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, Straßepflaster, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, Aschebrödel&#039;&#039; usw.//*) &#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039; und &#039;&#039;Blütezeit&#039;&#039; haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: &#039;&#039;Höhenpunkt, Blüten-&#039;&#039;// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb geschehen, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ein &lt;/del&gt;&#039;&#039;Taschentuch&#039;&#039; sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bei dem einfachen Zusammenrücken von Wörtern stellten sich aber nun Genitive im Plural als erster Teil der Zusammensetzung ein, und das hat neuerdings zu einer traurigen Verirrung geführt. 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Wer nicht fühlt, daß das alles das bare Gestammel ist, der ist aufrichtig zu bedauern. Es klingt genau, wie wenn kleine Kinder dahlten, die erst reden lernen und noch nicht alle Konsonanten bewältigen können. Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: &#039;&#039;Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, Straßepflaster, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, Aschebrödel&#039;&#039; usw.//*) &#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039; und &#039;&#039;Blütezeit&#039;&#039; haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: &#039;&#039;Höhenpunkt, Blüten-&#039;&#039;// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb geschehen, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also &#039;&#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ein &lt;/ins&gt;Taschentuch&#039;&#039; sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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So findet sich in früherer Zeit &#039;&#039;Leichpredigt&#039;&#039; neben &#039;&#039;Leichenpredigt&#039;&#039;, und so haben wir längst &#039;&#039;Mühlgasse&#039;&#039; neben &#039;&#039;Mühlenstraße, Erdball&#039;&#039; und &#039;&#039;Erdbeere&#039;&#039; neben &#039;&#039;Erdenrund&#039;&#039; und &#039;&#039;Erdenkloß, Kirchspiel&#039;&#039; und &#039;&#039;Kirchvater&#039;&#039; neben &#039;&#039;Kirchenbuch&#039;&#039; und &#039;&#039;Kirchendiener, Elbtal&#039;&#039;, &#039;&#039;Elbufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Elbbrücke&#039;&#039; neben &#039;&#039;Muldental&#039;&#039; und &#039;&#039;Muldenbett&#039;&#039;. Vor dreißig $Seite 70$ Jahren sagte man &#039;&#039;Lokomotivenführer&#039;&#039;, und das war gut und richtig. Neuerdings hat die Amtssprache &#039;&#039;Lokomotivführer&#039;&#039; durchgedrückt. Das ist zwar ganz häßlich, denn nun stoßen zwei Lippenlaute (v und f) aufeinander, aber es ist ja zur Not auch richtig. Aber ein Wort wie &#039;&#039;Saalezeitung&#039;&#039; oder &#039;&#039;Solebad&#039;&#039;, wie man auch neuerdings zu lallen anfängt (&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;das &lt;/del&gt;&#039;&#039;Solebad Kissingen&#039;&#039;), ist doch die reine Leimerei. Bei &#039;&#039;Saalzeitung&#039;&#039; könnte wohl einer an &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;den &lt;/del&gt;&#039;&#039;Saal&#039;&#039; denken statt an &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die &lt;/del&gt;&#039;&#039;Saale&#039;&#039;? Denkt denn &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;beim &lt;/del&gt;&#039;&#039;Saalkreis&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/del&gt;, beim &#039;&#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Saalwein&lt;/del&gt;&#039;&#039; &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;und &lt;/del&gt;bei der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/del&gt;Saalbahn&#039;&#039; jemand dran?//*) Ein Jammer ist es, auf &#039;&#039;Weinkarten&#039;&#039; und &#039;&#039;Weinflaschen&#039;&#039; jetzt &#039;&#039;Liebfraumilch&#039;&#039; lesen zu müssen! Wahrscheinlich zur Entschädigung dafür schmuggelt man das en in den &#039;&#039;Niersteiner&#039;&#039; ein, der nun &#039;&#039;Nierensteiner&#039;&#039; heißt. Leider ist nur &#039;&#039;Nierstein&#039;&#039; nicht von der Niere, sondern vom Kaiser Nero genannt. &#039;&#039;Visitekarte, Manschetteknopf, Toiletteseife&#039;&#039; soll vielleicht &#039;&#039;Visittkarte, Manschettknopf, Toilettseife&#039;&#039; gesprochen werden — gehört habe ichs noch nicht, man siehts ja immer nur gedruckt; aber wozu die französische Aussprache?// Die Amtssprache fängt jetzt freilich auch schon an, vom &#039;&#039;Saalekreis&#039;&#039; zu stammeln. Als 1747 &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bas &lt;/del&gt;erste Rhinozeros nach Deutschland kam, nannten es die Leute bald &#039;&#039;Nashorn&#039;&#039;, halb &#039;&#039;Nasenhorn&#039;&#039;. Hätte man das Tier heute zu benennen, man würde es unzweifelhaft &#039;&#039;Nasehorn&#039;&#039; nennen.//*) Freilich finden sich auch solche Zusammenleimungen schon früh. Schon im fünfzehnten Jahrhundert kommt in Leipziger Urkunden die &#039;&#039;Parthenmühle&#039;&#039; als &#039;&#039;Pardemöl&#039;&#039; vor. Im Harz spricht man allgemein und wohl seit alter Zeit vom &#039;&#039;Bodetal&#039;&#039; und vom &#039;&#039;Ilsetal&#039;&#039;.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wo das Binde-&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;en&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;aus rhythmischen oder andern Gründen nicht gebraucht wird, bleibt für Feminina nur noch die eine Möglichkeit, den verkürzten Stamm zu benutzen, der wieder mit dem eigentlichen Stamm der alten starken Feminina zusammenfällt und dadurch überhaupt erst in der Zusammensetzung von Femininen aufgekommen ist. So findet sich in früherer Zeit &#039;&#039;Leichpredigt&#039;&#039; neben &#039;&#039;Leichenpredigt&#039;&#039;, und so haben wir längst &#039;&#039;Mühlgasse&#039;&#039; neben &#039;&#039;Mühlenstraße, Erdball&#039;&#039; und &#039;&#039;Erdbeere&#039;&#039; neben &#039;&#039;Erdenrund&#039;&#039; und &#039;&#039;Erdenkloß, Kirchspiel&#039;&#039; und &#039;&#039;Kirchvater&#039;&#039; neben &#039;&#039;Kirchenbuch&#039;&#039; und &#039;&#039;Kirchendiener, Elbtal&#039;&#039;, &#039;&#039;Elbufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Elbbrücke&#039;&#039; neben &#039;&#039;Muldental&#039;&#039; und &#039;&#039;Muldenbett&#039;&#039;. Vor dreißig $Seite 70$ Jahren sagte man &#039;&#039;Lokomotivenführer&#039;&#039;, und das war gut und richtig. Neuerdings hat die Amtssprache &#039;&#039;Lokomotivführer&#039;&#039; durchgedrückt. Das ist zwar ganz häßlich, denn nun stoßen zwei Lippenlaute (&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;v&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;f&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;) aufeinander, aber es ist ja zur Not auch richtig. Aber ein Wort wie &#039;&#039;Saalezeitung&#039;&#039; oder &#039;&#039;Solebad&#039;&#039;, wie man auch neuerdings zu lallen anfängt (&#039;&#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;das &lt;/ins&gt;Solebad Kissingen&#039;&#039;), ist doch die reine Leimerei. Bei &#039;&#039;Saalzeitung&#039;&#039; könnte wohl einer an &#039;&#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;den &lt;/ins&gt;Saal&#039;&#039; denken statt an &#039;&#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die &lt;/ins&gt;Saale&#039;&#039;? Denkt denn &#039;&#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;beim &lt;/ins&gt;Saalkreis, beim &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Saalwein&lt;/ins&gt;&#039;&#039; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;und &lt;/ins&gt;&#039;&#039;bei der Saalbahn&#039;&#039; jemand dran?//*) Ein Jammer ist es, auf &#039;&#039;Weinkarten&#039;&#039; und &#039;&#039;Weinflaschen&#039;&#039; jetzt &#039;&#039;Liebfraumilch&#039;&#039; lesen zu müssen! Wahrscheinlich zur Entschädigung dafür schmuggelt man das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;en&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;in den &#039;&#039;Niersteiner&#039;&#039; ein, der nun &#039;&#039;Nierensteiner&#039;&#039; heißt. Leider ist nur &#039;&#039;Nierstein&#039;&#039; nicht von der Niere, sondern vom Kaiser Nero genannt. &#039;&#039;Visitekarte, Manschetteknopf, Toiletteseife&#039;&#039; soll vielleicht &#039;&#039;Visittkarte, Manschettknopf, Toilettseife&#039;&#039; gesprochen werden — gehört habe ichs noch nicht, man siehts ja immer nur gedruckt; aber wozu die französische Aussprache?// Die Amtssprache fängt jetzt freilich auch schon an, vom &#039;&#039;Saalekreis&#039;&#039; zu stammeln. Als 1747 &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;das &lt;/ins&gt;erste Rhinozeros nach Deutschland kam, nannten es die Leute bald &#039;&#039;Nashorn&#039;&#039;, halb &#039;&#039;Nasenhorn&#039;&#039;. Hätte man das Tier heute zu benennen, man würde es unzweifelhaft &#039;&#039;Nasehorn&#039;&#039; nennen.//*) Freilich finden sich auch solche Zusammenleimungen schon früh. Schon im fünfzehnten Jahrhundert kommt in Leipziger Urkunden die &#039;&#039;Parthenmühle&#039;&#039; als &#039;&#039;Pardemöl&#039;&#039; vor. Im Harz spricht man allgemein und wohl seit alter Zeit vom &#039;&#039;Bodetal&#039;&#039; und vom &#039;&#039;Ilsetal&#039;&#039;.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<title>DeletedUser: Sstark verschob die Seite Wustmann(1903) Tintefaß oder Tintenfaß? nach Wustmann(1903) Tintefaß oder Tintenfaß, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen</title>
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		<updated>2016-09-15T19:30:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sstark verschob die Seite &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wustmann(1903)_Tintefa%C3%9F_oder_Tintenfa%C3%9F%3F&amp;amp;action=formedit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wustmann(1903) Tintefaß oder Tintenfaß? (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Wustmann(1903) Tintefaß oder Tintenfaß?&lt;/a&gt; nach &lt;a href=&quot;/Wustmann(1903)_Tintefa%C3%9F_oder_Tintenfa%C3%9F&quot; title=&quot;Wustmann(1903) Tintefaß oder Tintenfaß&quot;&gt;Wustmann(1903) Tintefaß oder Tintenfaß&lt;/a&gt;, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 15. September 2016, 19:30 Uhr&lt;/td&gt;
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		<author><name>DeletedUser</name></author>
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		<id>https://zweidat.kallimachos.de/index.php?title=Wustmann(1903)_Tintefa%C3%9F_oder_Tintenfa%C3%9F&amp;diff=6499&amp;oldid=prev</id>
		<title>DeletedUser am 13. September 2016 um 11:43 Uhr</title>
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		<updated>2016-09-13T11:43:33Z</updated>

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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 13. September 2016, 11:43 Uhr&lt;/td&gt;
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B. &#039;&#039;Landmann&#039;&#039; und &#039;&#039;Landsmann&#039;&#039;, $Seite 68$ &#039;&#039;Wassernot&#039;&#039; und &#039;&#039;Wassersnot&#039;&#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf en aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit en gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;überge- griffen&lt;/del&gt;, sodaß en zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. Man denke nur an &#039;&#039;Sonnenschein&#039;&#039;, Frauenkirche (d. i. die Kirche unsrer lieben Frauen, der Jungfrau Maria), &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Erdenrund&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Linden- blatt&lt;/del&gt;, Aschenbecher, Taschentuch, Seifensieder, Gassenjunge, Stubentür, Laubendach, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Küchen- schrank&lt;/del&gt;, Schneckenberg, Wochenamt, Gallenstein, Höhlenzeichnung, Leichenpredigt, Reihenfolge, Wiegenlied, Längenmaß, Breitengrad, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Größen- wahn&lt;/del&gt;, Muldental, Pleißenburg, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Parthen- dörfer&lt;/del&gt;, Markthallenstraße u. a. Sogar Lehn- und Fremdwörter haben sich dieser Zusammensetzung &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;an- geschlossen&lt;/del&gt;, wie in Straßenpflaster, Tintenfaß, Kirchendiener, Lampenschirm, Flötenspiel, Kasernenhof, Bastillenplatz, Visitenkarte, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Toi- lettentisch&lt;/del&gt;, Promenadenfächer, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kolonnaden- straße&lt;/del&gt;. Ein reizendes Bild in der Dresdner Galerie ist das Schokoladenmädchen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|KapitelText=Zusammensetzungen aus zwei Substantiven wurden im Deutschen ursprünglich nur so gebildet, daß der Stamm des ersten Wortes, des Bestimmungswortes, an das zweite, das bestimmte Wort vorn angefügt wurde, z. B. &#039;&#039;Tagelohn&#039;&#039;; das e in &#039;&#039;Tagelohn&#039;&#039; ist der abgeschwächte Stammauslaut. Später sind zusammengesetzte Wörter auch dadurch entstanden, daß ein vorangehendes Substantiv im Genitiv mit einem folgenden durch einfaches Aneinanderrücken verschmolz, z. B. &#039;&#039;Gottesdienst&#039;&#039;. In manchen Fällen sind jetzt beide Arten der Zusammensetzungen nebeneinander gebräuchlich in verschiedner Bedeutung, z. B. &#039;&#039;Landmann&#039;&#039; und &#039;&#039;Landsmann&#039;&#039;, $Seite 68$ &#039;&#039;Wassernot&#039;&#039; und &#039;&#039;Wassersnot&#039;&#039;. Nun endet bei allen schwachen Femininen der Stamm ursprünglich ebenso wie der Genitiv, beide gehen eigentlich auf en aus, und so haben diese schwachen Feminina eine sehr große Zahl von Zusammensetzungen mit en gebildet, auch in das Gebiet der starken Feminina &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;übergegriffen&lt;/ins&gt;, sodaß en zum Hauptbindemittel für Feminina überhaupt geworden ist. Man denke nur an &#039;&#039;Sonnenschein&#039;&#039;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Frauenkirche&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(d. i. die Kirche unsrer lieben Frauen, der Jungfrau Maria), &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;E&#039;&#039;rdenrund&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Lindenblatt&lt;/ins&gt;, Aschenbecher, Taschentuch, Seifensieder, Gassenjunge, Stubentür, Laubendach, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Küchenschrank&lt;/ins&gt;, Schneckenberg, Wochenamt, Gallenstein, Höhlenzeichnung, Leichenpredigt, Reihenfolge, Wiegenlied, Längenmaß, Breitengrad, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Größenwahn&lt;/ins&gt;, Muldental, Pleißenburg, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Parthendörfer&lt;/ins&gt;, Markthallenstraße&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;u. a. Sogar Lehn- und Fremdwörter haben sich dieser Zusammensetzung &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;angeschlossen&lt;/ins&gt;, wie in &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Straßenpflaster, Tintenfaß, Kirchendiener, Lampenschirm, Flötenspiel, Kasernenhof, Bastillenplatz, Visitenkarte, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Toilettentisch&lt;/ins&gt;, Promenadenfächer, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kolonnadenstraße&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. Ein reizendes Bild in der Dresdner Galerie ist das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Schokoladenmädchen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bei dem einfachen Zusammenrücken von Wörtern stellten sich aber nun Genitive im Plural als erster Teil der Zusammensetzung ein, und das hat neuerdings zu einer traurigen Verirrung geführt. Man bildet sich ein, das Binde-en sei überhaupt nichts andres als das Plural-en, man fühlt nicht mehr, daß dieses en ebenso gut die Berechtigung hat, einen weiblichen Singular mit einem folgenden Substantiv zu verbinden, und so schreibt und druckt man jetzt wahrhaftig aus Angst vor &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;einge- bildeten &lt;/del&gt;widersinnigen Pluralen: Aschebecher, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Asche- grube&lt;/del&gt;, Tintefaß, Jauchefaß, Sahnekäse, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Hefe- zelle&lt;/del&gt;, Hefepilz, Rassepferd und Rassehund, Stellegesuch, Muldetal, Pleißeufer, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Garten- laubekalender&lt;/del&gt;, Gartenlaubebilderbuch, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Spar- kassebuch&lt;/del&gt;, Visitekarte, Toiletteseife, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Serviette- ring&lt;/del&gt;, Manschetteknopf, Promenadeplatz, Schoko- $Seite 69$ ladefabrik usw. In allen Bauzeitungen muß man von Mansardedach und von Lageplan lesen (so haben die Architekten, die erfreulicherweise eifrige &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sprach- reiniger &lt;/del&gt;sind, Situationsplan übersetzt), in allen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kunst- zeitschriften &lt;/del&gt;von Kohlezeichnungen, offenbar damit ja nicht einer denke, die Zeichnungen wären mit einem Stück Stein- oder Braunkohle aus dem Kohlenkasten &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ge- macht &lt;/del&gt;— nicht wahr? Wer nicht fühlt, daß das alles das bare Gestammel ist, der ist aufrichtig zu bedauern. Es klingt genau, wie wenn kleine Kinder dahlten, die erst reden lernen und noch nicht alle Konsonanten &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;be- wältigen &lt;/del&gt;können. Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Straße- pflaster&lt;/del&gt;, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Asche- brödel &lt;/del&gt;usw.//*) Höhepunkt und Blütezeit haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: Höhenpunkt, Blüten-// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ge- schehen&lt;/del&gt;, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also ein Taschentuch sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bei dem einfachen Zusammenrücken von Wörtern stellten sich aber nun Genitive im Plural als erster Teil der Zusammensetzung ein, und das hat neuerdings zu einer traurigen Verirrung geführt. Man bildet sich ein, das Binde-en sei überhaupt nichts andres als das Plural-en, man fühlt nicht mehr, daß dieses en ebenso gut die Berechtigung hat, einen weiblichen Singular mit einem folgenden Substantiv zu verbinden, und so schreibt und druckt man jetzt wahrhaftig aus Angst vor &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;eingebildeten &lt;/ins&gt;widersinnigen Pluralen: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Aschebecher, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Aschegrube&lt;/ins&gt;, Tintefaß, Jauchefaß, Sahnekäse, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Hefezelle&lt;/ins&gt;, Hefepilz, Rassepferd und Rassehund, Stellegesuch, Muldetal, Pleißeufer, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gartenlaubekalender&lt;/ins&gt;, Gartenlaubebilderbuch, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sparkassebuch&lt;/ins&gt;, Visitekarte, Toiletteseife, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Serviettering&lt;/ins&gt;, Manschetteknopf, Promenadeplatz, Schoko-&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;$Seite 69$ &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;ladefabrik&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;usw. In allen Bauzeitungen muß man von Mansardedach und von Lageplan lesen (so haben die Architekten, die erfreulicherweise eifrige &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sprachreiniger &lt;/ins&gt;sind, Situationsplan übersetzt), in allen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kunstzeitschriften &lt;/ins&gt;von Kohlezeichnungen, offenbar damit ja nicht einer denke, die Zeichnungen wären mit einem Stück Stein- oder Braunkohle aus dem Kohlenkasten &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gemacht &lt;/ins&gt;— nicht wahr? Wer nicht fühlt, daß das alles das bare Gestammel ist, der ist aufrichtig zu bedauern. Es klingt genau, wie wenn kleine Kinder dahlten, die erst reden lernen und noch nicht alle Konsonanten &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bewältigen &lt;/ins&gt;können. Man setze sich das nur im Geiste weiter fort — was wird die Folge sein? daß wir in Zukunft auch stammeln: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Sonneschein, Taschetuch, Brilleglas, Gosestube, Zigarrespitze, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Straßepflaster&lt;/ins&gt;, Roseduft, Hülsefrucht, Laubedach, Geigespiel, Ehrerettung, Wiegelied, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Aschebrödel&#039;&#039; &lt;/ins&gt;usw.//*) &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Höhepunkt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Blütezeit&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;haben wir ja schon längst, und doch wurden auch sie anfangs richtig gebildet: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Höhenpunkt, Blüten-&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;// Sollten einzelne dieser Wörter vor der Barbarei bewahrt bleiben, so könnte es nur deshalb &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;geschehen&lt;/ins&gt;, weil man annähme, ihr Bestimmungswort stehe im Plural, und der sei richtig, also ein &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Taschentuch&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;sei nicht ein Tuch für die Tasche, sondern — für die Taschen!&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wo das Binde-en aus rhythmischen oder andern Gründen nicht gebraucht wird, bleibt für Feminina nur noch die eine Möglichkeit, den verkürzten Stamm zu &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;be- nutzen&lt;/del&gt;, der wieder mit dem eigentlichen Stamm der alten starken Feminina zusammenfällt und dadurch überhaupt erst in der Zusammensetzung von Femininen aufgekommen ist. So findet sich in früherer Zeit &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Leich- predigt &lt;/del&gt;neben Leichenpredigt, und so haben wir längst Mühlgasse neben Mühlenstraße, Erdball und Erdbeere neben Erdenrund und Erdenkloß, Kirchspiel und Kirchvater neben Kirchenbuch und Kirchendiener, Elbtal, Elbufer und Elbbrücke neben Muldental und Muldenbett. Vor dreißig $Seite 70$ Jahren sagte man Lokomotivenführer, und das war gut und richtig. Neuerdings hat die Amtssprache &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Loko- motivführer &lt;/del&gt;durchgedrückt. Das ist zwar ganz häßlich, denn nun stoßen zwei Lippenlaute (v und f) aufeinander, aber es ist ja zur Not auch richtig. Aber ein Wort wie Saalezeitung oder Solebad, wie man auch &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;neuer- dings &lt;/del&gt;zu lallen anfängt (das Solebad Kissingen), ist doch die reine Leimerei. Bei Saalzeitung könnte wohl einer an den Saal denken statt an die Saale? Denkt denn beim Saalkreis, beim Saalwein und bei der Saalbahn jemand dran?//*) Ein Jammer ist &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;eäs&lt;/del&gt;, auf Weinkarten und Weinflaschen jetzt &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Lieb- fraumilch &lt;/del&gt;lesen zu müssen! Wahrscheinlich zur Entschädigung dafür schmuggelt man das en in den Niersteiner ein, der nun &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Nieren- steiner &lt;/del&gt;heißt. Leider ist nur Nierstein nicht von der Niere, sondern vom Kaiser Nero genannt. Visitekarte, Manschetteknopf, Toiletteseife soll vielleicht Visittkarte, Manschettknopf, Toilettseife gesprochen werden — gehört habe ichs noch nicht, man siehts ja immer nur gedruckt; aber &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;w0zu &lt;/del&gt;die französische Aussprache?// Die Amtssprache fängt jetzt freilich auch schon an, vom Saalekreis zu stammeln. Als 1747 bas erste Rhinozeros nach Deutschland kam, nannten es die Leute bald Nashorn, halb Nasenhorn. Hätte man das Tier heute zu benennen, man würde es &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;un- zweifelhaft &lt;/del&gt;Nasehorn nennen.//*) Freilich finden sich auch solche Zusammenleimungen schon früh. Schon im fünfzehnten Jahrhundert kommt in Leipziger Urkunden die Parthenmühle als Pardemöl vor. Im Harz spricht man allgemein und wohl seit alter Zeit vom Bodetal und vom Ilsetal.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wo das Binde-en aus rhythmischen oder andern Gründen nicht gebraucht wird, bleibt für Feminina nur noch die eine Möglichkeit, den verkürzten Stamm zu &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;benutzen&lt;/ins&gt;, der wieder mit dem eigentlichen Stamm der alten starken Feminina zusammenfällt und dadurch überhaupt erst in der Zusammensetzung von Femininen aufgekommen ist. So findet sich in früherer Zeit &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;Leichpredigt&#039;&#039; &lt;/ins&gt;neben &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Leichenpredigt&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, und so haben wir längst &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Mühlgasse&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;neben &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Mühlenstraße, Erdball&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Erdbeere&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;neben &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Erdenrund&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Erdenkloß, Kirchspiel&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Kirchvater&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;neben &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Kirchenbuch&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Kirchendiener, Elbtal&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Elbufer&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Elbbrücke&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;neben &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Muldental&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Muldenbett&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. Vor dreißig $Seite 70$ Jahren sagte man &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Lokomotivenführer&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, und das war gut und richtig. Neuerdings hat die Amtssprache &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;Lokomotivführer&#039;&#039; &lt;/ins&gt;durchgedrückt. Das ist zwar ganz häßlich, denn nun stoßen zwei Lippenlaute (v und f) aufeinander, aber es ist ja zur Not auch richtig. Aber ein Wort wie &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Saalezeitung&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;oder &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Solebad&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, wie man auch &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;neuerdings &lt;/ins&gt;zu lallen anfängt (das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Solebad Kissingen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;), ist doch die reine Leimerei. Bei &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Saalzeitung&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;könnte wohl einer an den &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Saal&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;denken statt an die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Saale&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;? Denkt denn beim &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Saalkreis&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, beim &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Saalwein&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und bei der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Saalbahn&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;jemand dran?//*) Ein Jammer ist &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;es&lt;/ins&gt;, auf &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Weinkarten&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Weinflaschen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;jetzt &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;Liebfraumilch&#039;&#039; &lt;/ins&gt;lesen zu müssen! Wahrscheinlich zur Entschädigung dafür schmuggelt man das en in den &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Niersteiner&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;ein, der nun &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;Nierensteiner&#039;&#039; &lt;/ins&gt;heißt. Leider ist nur &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Nierstein&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;nicht von der Niere, sondern vom Kaiser Nero genannt. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Visitekarte, Manschetteknopf, Toiletteseife&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;soll vielleicht &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Visittkarte, Manschettknopf, Toilettseife&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;gesprochen werden — gehört habe ichs noch nicht, man siehts ja immer nur gedruckt; aber &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wozu &lt;/ins&gt;die französische Aussprache?// Die Amtssprache fängt jetzt freilich auch schon an, vom &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Saalekreis&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;zu stammeln. Als 1747 bas erste Rhinozeros nach Deutschland kam, nannten es die Leute bald &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Nashorn&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, halb &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Nasenhorn&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. Hätte man das Tier heute zu benennen, man würde es &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;unzweifelhaft &#039;&#039;&lt;/ins&gt;Nasehorn&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;nennen.//*) Freilich finden sich auch solche Zusammenleimungen schon früh. Schon im fünfzehnten Jahrhundert kommt in Leipziger Urkunden die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Parthenmühle&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;als &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Pardemöl&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;vor. Im Harz spricht man allgemein und wohl seit alter Zeit vom &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Bodetal&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und vom &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Ilsetal&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;.//&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Besonders bei der Zusammensetzung mit Namen wird jetzt (z. B. bei der Taufe neuer Straßen ober Gebäude) fast nur noch in dieser Weise geleimt. Wer wäre vor hundert Jahren imstande gewesen, eine Straße &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Augusta- straße&lt;/del&gt;, ein Haus Marthahaus, einen Garten &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Jo- hannapark &lt;/del&gt;zu nennen! Da sagte man Annenkirche, Katharinenstraße, Marienbild, und es fiel doch auch niemand ein, dabei an eine Mehrzahl von Annen, Katharinen ober Marien zu denken.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Besonders bei der Zusammensetzung mit Namen wird jetzt (z. B. bei der Taufe neuer Straßen ober Gebäude) fast nur noch in dieser Weise geleimt. Wer wäre vor hundert Jahren imstande gewesen, eine Straße &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;Augustastraße&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, ein Haus &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Marthahaus&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, einen Garten &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;Johannapark&#039;&#039; &lt;/ins&gt;zu nennen! Da sagte man &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Annenkirche, Katharinenstraße, Marienbild&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, und es fiel doch auch niemand ein, dabei an eine Mehrzahl von Annen, Katharinen ober Marien zu denken.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Buch=Wustmann(1903)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Buch=Wustmann(1903)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Bezugsinstanz=18. Jahrhundert, Behördensprache, Sprachverlauf, Fachsprache (Handwerk), alt, Fachsprache (Handwerk), Deutschland, Volk, Schriftsprache, gegenwärtig, Sprache der Kunst, Sprachverlauf, Sprachverlauf, gegenwärtig, Kindersprache, Sprache der Kunst, alt, neu, neu, gegenwärtig, Schriftsprache, alt, Sprachgelehrsamkeit, ursprünglich, 19. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, Sprachverlauf&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Bezugsinstanz=18. Jahrhundert, Behördensprache, Sprachverlauf, Fachsprache (Handwerk), alt, Fachsprache (Handwerk), Deutschland, Volk, Schriftsprache, gegenwärtig, Sprache der Kunst, Sprachverlauf, Sprachverlauf, gegenwärtig, Kindersprache, Sprache der Kunst, alt, neu, neu, gegenwärtig, Schriftsprache, alt, Sprachgelehrsamkeit, ursprünglich, 19. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, Sprachverlauf&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Bewertung=aber, allen, also, angeschlossen, aufeinanderstoßen, aufrichtig zu bedauern, aus Angst vor, bares Gestammel, besonders, bewältigen können, damit ja nicht einer denke, denn, doch die reine Leimerei, ebenso gut die Berechtigung hat, ebenso wie, eifrig, einfach, einfaches Aneinanderrücken, eingebildet, erfreulicherweise, fast nur noch in dieser Weise, fiel doch niemanden ein, freilich auch schon, genau, gut und richtig, imstande sein, in manchen Fällen, könnte, könnte wohl, man bildet sich ein, man fühlt nicht mehr, muss man lesen, nebeneinander gebräuchlich, nicht fühlt, nicht gebraucht, noch nicht, nun, nur, nur deshalb, nur noch eine Möglichkeit, offenbar, reden lernen, reizendes Bild, sehr große Zahl, sei richtig, so, sogar, sollte, sondern, stammeln, statt, traurige Verirrung, überhaupt, überhaupt erst, überhaupt nichts anderes als, und so, unzweifelhaft, vor der Barbarei bewahrt, wahrhaftig, widersinnig, zu lallen anfangen, zur Not auch richtig, zwar ganz hässlich&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;|Bewertung=aber, allen, also, angeschlossen, aufeinanderstoßen, aufrichtig zu bedauern, aus Angst vor, bares Gestammel, besonders, bewältigen können, damit ja nicht einer denke, denn, doch die reine Leimerei, ebenso gut die Berechtigung hat, ebenso wie, eifrig, einfach, einfaches Aneinanderrücken, eingebildet, erfreulicherweise, fast nur noch in dieser Weise, fiel doch niemanden ein, freilich auch schon, genau, gut und richtig, imstande sein, in manchen Fällen, könnte, könnte wohl, man bildet sich ein, man fühlt nicht mehr, muss man lesen, nebeneinander gebräuchlich, nicht fühlt, nicht gebraucht, noch nicht, nun, nur, nur deshalb, nur noch eine Möglichkeit, offenbar, reden lernen, reizendes Bild, sehr große Zahl, sei richtig, so, sogar, sollte, sondern, stammeln, statt, traurige Verirrung, überhaupt, überhaupt erst, überhaupt nichts anderes als, und so, unzweifelhaft, vor der Barbarei bewahrt, wahrhaftig, widersinnig, zu lallen anfangen, zur Not auch richtig, zwar ganz hässlich&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;}}&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;}}&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;

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